Wann Widerstand sich auflöst

Die Tage der Ruhe machen viele Gedanken im Kopf. Und das ist auch gut so. Es kam der Gedanken, darüber zu schreiben, warum Widerstand entsteht, der die involvierten Spieler zunehmend in Zugzwang bringt und beide in den Prozess kollektiven Verfalls zieht, aus dem sie gleichzeitig zu entrinnen versuchen (siehe Grafik 1).

Verzweigungen

Lauscht man den beiden, so sind die genannten Argumente wahrlich trennender, meist widersprüchlicher Natur. Das berühmte Gegeneinander herrscht immer dann, wenn die Überschriften, unter denen sich die Parteien begegnen stets zu klein ist, um eine gemeinsame Lösung hervorbringen zu können.

Jetzt wird es spannend. In einem hierarchischen System, welches als beherrschendes Argument die Gewährleistung der Lebensgrundlagen für seine Untergebenen in Frage bzw. in Aussicht stellt, um die eigenen, wahren Interessen (den Erhalt der Machtstrukturen (Hierarchien) im Fokus zu halten, gilt es die alles verbindende Überschrift zu finden. Es gibt immer eine, bei der sich alle beteiligten zufrieden sehen. Die heißt aktuell Geld. Und wo kommt es her? Es wird aus dem Nichts geschaffen. Das goldene Kalb muht gerade.

Nun wird klar, dass Volk (Gierende) und Politik (Regierende), da die einen vermehrt auf die Straße gehen und die anderen sich in Widerstand begeben, beide nichts zu sagen haben. So einfach ist das.

Es wird also auf einer anderen Ebene entschieden, die über wenn und aber der Menschen in einer verfallenden Struktur, welche die Verantwortung für ein paar Scheine oder „rote Linsen“ abgegeben haben.

Die Tröge zählen, nicht die Menschen. Die Menschen sind austauschbar. Es wird ja genug geboren, weil genug gefi**t wird (Der Begriff kommt im Übrigen aus dem Althochdeutschen und bedeutet „Fliegen“). Und wenn dies nicht mehr reicht, holt man sich andere in seine Umgebung. Italien unterstütz dies mit je 500 Euro für jeden Menschen der aus Afrika nach Italien kommt und offensichtlich geht dem System das Licht aus.

Doch leider ist dies ein Irrtum, denn bestehende Strukturen bedürfen, um funktionieren zu können auch geeignetes „Personal“ und wenn dies zunehmend fehlt, dann bleibt die Grundlage der Gesellschaft auf der Wegstrecke.

Dass dies für alle gilt und verweise einfach auf meinen Artikel „Der Weg des geringsten Widerstands“.

Stelle man einfach die Frage, was wollen alle? Etwas zu essen, was zum Trinken und ein Dach über dem Kopf. Und jene, die sich in einer unangreifbaren Machtposition fühlen, wollen ohne den Kopf zu verlieren, aus der Sache herauskommen.

Tja… manche Dinge sind einfach nur… einfach. Kompliziert ist nur das System in uns, was die Täuschung lebt, um seine eigenen Interessen zu schützen, die sich im Kern auf Ablehnung und nicht geliebt sein berufen.

Widerstand, der sich nun in so manchem Kopf breit macht, wird verursacht durch die immer mehr unter Druck geratenden Verhaltensmuster gegen die sowieso stattfindende Veränderung. Und wie jene stattfindet, bestimmt der Einzelne selbst (siehe Grafik 2). Und das bereits entstandene Potential zwischen beharrlicher Anpassungsfähigkeit und stattfindender Veränderung wird immer größer und diese Energie triggert die Muster, die sich in zunehmenden Angstsignalen äußern – bis es knallt. Bumm.Angst

Einen schönen Tag und viel Freude beim Nachdenken…

Ja, aber die Masse… Lieber Leser, es geht um Sie selbst und nicht um irgendjemanden irgendwo anders. Und etwas anderes interessiert hier nicht.

2009 habe ich über 600 Menschen kontaktiert, die nach notwendigen Veränderungen schrien. Sage und schreibe fünf haben geantwortet. Als ich jene fragte, was sie bereit seien zu tun, erfüllte lautloses Schweigen den Raum und man stahl sich davon.

Aus meiner Fachansicht – haha – ich mag mal den Kollegen Kirchhoff auf die Schippe nehmen, der sich gerne unter den Scheffel stellt, sieht die Lösung für alle folgender Maßen aus:

  1. Jeder braucht etwas zu essen, zu trinken und ein Dach über dem Kopf.
  2. Es gibt keinen souveränen Staat ohne souveräne Menschen. Danke, Herr Schmidt (Bundeskanzler a. D.), für den Satz in Ihrer Rede, dass die heutigen Nationen alle Unternehmen sind.
  3. „Wer Angst hat, verliert.“ Und dies, weil er Angst hat. Alles andere ist Geschwätz und persönliche Kindlichkeiten. Danke, Herr Obama, für den treffenden Satz, dass die Deutschen endlich erwachsen werden sollen. Darum geht es nämlich im Kern.
  4. Das wahrgenommene geht dann zu Ende, wenn man das Neue zulässt und sich von Gewohnheiten verabschiedet.
  5. „Die Würde des MENSCHEN ist unantastbar. Wer die Verantwortung verschiebt, hat keine und wird unter Betreuung gestellt. Punkt.
  6. Das Erreichte, die ökonomischen Strukturen, lassen sich schrittweise in nicht-hierarchische Systeme transformieren. Das Wissen dazu liegt vor. Kompetente Mitmacher sind aufgerufen, bevor alles verfallen ist.
  7. Das Rechtssystem ist belegt eine Täuschung und nur zum Erhalt Energie zehrender, hierarchischer Machtstrukturen gedacht. Jene, die ihre Tröge in Gefahr sehen, sind berufen sich in eine Richtung zu bewegen, die sowohl ihnen wie auch der Gesellschaft dienlich sind. Alle sind gerne gesehen, die zur Lösung beitragen. Wer nicht mitmacht, ist auch nicht dabei. Denn das regelt sich von selbst. Wer also weiter darauf pocht, will nur seine eigenen Tröge aufrecht erhalten.
  8. Jedes System hat einen Schwachpunkt, der über eine Täuschung meist verdeckt ist. In diesem System ist es lediglich der Abräumbefehl aufgrund einer Falschinformation. Ob per Hand oder automatisiert. Hier oder anderswo in der Welt…
  9. Jeder der sich als ausgebeutete „Biomasse“ sieht, tut gut daran seine Parolen „Wir sind Sklaven!“ für sich zu behalten, da er mit seinen Gackern nur zu Unmut und Widerstand anstecken will, der sich in rein kindlich persönlichem Unzulänglichkeiten mangelnder Anpassungsfähigkeit eigener Verhaltensmustern widerspiegelt. Wer also Probleme damit hat, möge für sich selbst entscheiden, wie er zu Tode kommt. Alles andere ist nur blinder und blöder Fanatismus.
  10. Jene, die sich als funktionierende Handlungsopfer, bzw. -täter sehen, sind gefragt, ob sie sich in der bestehenden Situation weiter ins Zeug legen mögen, denn auch sie sind ebenfalls für das stattfindende Debakel mitverantwortlich. Jeder bekommt sein Fett weg. Das Regelt sich von selbst.
  11. Die Verschiebung der Verantwortung führt zur Selbsttäuschung. Über bestehenden Verbindungen kommt alles verzögert zu einem zurück. Im Falle eines eskaliert konzipierten Systemmodells jeweils mit entsprechendem Feedback.
  12. Es gibt nur zwei Lösungswege: der Friedliche in die Neue Zeit oder der „andere“. Sie bestimmen selbst, was Sie bestellen. (siehe Punkt 7. Satz 3 bis 5)
  13. Die Trägheit der Entwicklungsfähigkeit einer Gesellschaft wird wesentlich durch ihre Bereitschaft zur Anpassung an stattfindende Veränderungen bedingt. Das Konzept zur Vermeidung von Anpassung nennt man Neurose, sich daraus ergebendes Symptom nennt man Psychose.
  14. Die bestehende, kollektive Neurose und Psychose macht es schwer dies anzunehmen. Es gibt genug mit Stress, Burnout und psychischen Belastungen. Das gehört zum Geschäftsmodell. Tipp: §1896 BGB. (Haha)
  15. Wer immer noch die Anderen ruft, ist gut damit bedient, sich zuerst ins Benehmen zu setzen.

Apokalypse ist die Zeit der Aufdeckung und Aufklärung. Wir sind hier nicht im Kino, wo man die Vorstellung so einfach mal verlassen kann, wann man will. Alle sitzen in der der ersten Reihe (ARD und ZDF würden sich freuen.). Es gibt auch kein Popcorn oder Fondue. Das Publikum sind die Akteure in ihrem eigenen Film.

Die Lösung findet sich einzig und allein in der schrittweisen systemischen Neuorientierung ökonomischer Systeme – Basis jeder Gesellschaft. Um zügig damit beginnen zu können, bedarf es entsprechender Macher, Multiplikatoren und Gestalter, die im Kontext eines größeren Ganzen agieren wollen, ohne den Anspruch auf Macht haben zu wollen. Denn das regelt sich dann ganz schnell von selbst. Bzw. entfällt automatisch.

Wer in einem hierarchielosen Lösungsmuster eine Diktatur sieht, tut gut daran den nächsten Psychotherapeuten aufzusuchen, wenn er gleichzeitig noch gegen das bestehende System meint kämpfen zu müssen. Denn er erkennt nur das, was er in sich trägt. Anträge auf Betreuung nach §1896 BGB gibt es im Internet zum Herunterladen. Ich bin beim Ausfüllen gegen einen entsprechenden Spendenbetrag gerne behilflich.

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