8. Mai 1945

(v1.2) Es wäre ein mir gänzlich unbekanntes Datum, wenn ich 2008 durch den Wirtschaftskriminalisten nicht in das Thema „Artikel 23 und fehlender Friedensvertrag“ gekommen wäre.

Bei allem was die letzen 70, 100 und wie viel auch immer an Jahren so passiert ist, stehen Souveränität und Frieden, sichtlich als Vorbildnation agierend, nach wie vor im Vordergrund aller Bemühungen. Doch ist es nicht etwas zu einfach, von Dingen sprechen zu wollen, deren tiefere Bedeutung man nur erahnt?

Wie kommt es, dass Menschen Dinge stets im Außen für erstrebens- und erzwingenswürdig halten, schaut man sich so manche Webseite mit „Besatzer raus“ Forderung an. Verdrängungen. Ein beliebtes Mittel.

Wir haben nicht die Aufgabe die Vergangenheit zu ändern. Die ändert sich bereits, bzw. offenbart sich von selbst auf. Denn wurde sie durch Schichten überlagert. Die Wahrheit kommt von selbst hervor.

Im Kern sind dies nur Hinweise, komplett alles zu hinterfragen, um auf einer neuen Ebene der Betrachtung zu münden, die Vorwurf, Gegeneinander und Schuldigensuche der Vergangenheit angehören lässt.

Selbst wenn anders darüber gedacht wird und man sich in einer „berechtigten Verteidigungs-, Verurteilungs- und Rechtfertigungshaltung“ sehen mag. Doch reicht diese Haltung nicht aus, um die gemeinsam ersehnte Lösung „herbeiführen“ zu wollen.

Denn unterliegen nicht nur die Deutschen einer Täuschung, sondern alle sind davon betroffen. Und noch immer wiegt man sich in der Vorstellung, „andere“ müssten erst „nachgeben“.

Es geht jedoch nicht ums „Nachgeben“, sondern ums Erkennen, dass die Ursachen geschichtlich, besser zivilisatorisch weit in der Vergangenheit liegen. So weit, dass man davon ausgehen kann, dass Schrift noch nicht einmal bekannt war.

Da nutzt es wenig, sich auf die letzten paar hundert Jahre stützen zu wollen, wenn das Fundament unseres Seins und Miteinanderseins nicht zur Gänze hinterfragt wird.

Es wird immer von Sklaven gesprochen. „Wir sind alle Sklaven“, sagte mal jemand, dabei durchs Büro laufend. Ich sehe mich nicht mehr so. Denn zumindest für mich konnte ich erkennen, dass der Weg ein anderer ist, als man sich dies kollektiv „vereinbart“ vorstellt.

Da macht es mir auch nichts aus, dass Stigmatisierung und Ausgrenzung eine vollkommen normale Reaktion ist, wenn man die Traditionen und Konventionen überwindet. Wo letztlich erkennbar ist, dass alles auf Gewohnheiten beruht und „Gewohnheitsrecht“ gesellschaftliche Vereinbarungen sind.

„Wohnhaft ist dort, wo man sich selbst verhaftet.“

Dann ist auch klar, dass sich das nahestehende Umfeld mehr und mehr ausdünnt, was wiederum den Vorteil hat, sich über die wesentlichen Mechanismen – nach denen der Mensch konditioniert ist und „funktioniert“ – ein Bild zu machen.

„Und solange nicht der „Richtige“ da ist und nach einer Lösung ruft, heißt es: beobachten.“

Da sind Themen wie Recht, Geschichte und aktuelle Beobachtungen nur zusätzliche Umfelder der Betrachtung – einer sich entwickelnden Gesamtbetrachtung. Die zunächst über einen Wust an Informationen hin zu einfachen, sinnbehafteten, also polarisationsfreien Erkenntnissen führt.

„Problemorientierung“ ist hierbei lediglich ein Signal, sich doch lieber erst mal an den Problemen festhalten zu wollen. Das liegt einzig und allein an der Konditionierung, seine bedingte Gruppenzugehörigkeit zu verlieren.

Das alles liefert genug Stoff für die Betrachtung und Entwicklung eines Gesamtbildes, welches sich hinter allem bewegt und nur durch „Schichten“ überlagert ist: Die menschliche Existenz beruhte bisher auf der mechanischen Ausführungen konditionierter Verhalten, die wiederum zu diesem System und allen bisher stattgefundenen Auswirkungen führten.

Konditionierte Verhaltensmuster liegen hinter allem und lassen jenes System entstehen, von dem man sich gleichzeitig zu trennen versucht. Und man ist solange „besetzt“, wie man dem Besatzer signalisiert, dass man eine „Besatzung“ benötigt. Prinzip der Resonanz: Man bekommt das, was man sich nimmt.

„Dahinter steht das natürliche Prinzip von Bedarf und Deckung.“

Es genügt nicht, jene nur nach Hause „schicken“ zu wollen. Denn wie gesagt: Auch jene wurden wie jeder andere nur getäuscht. Und die Täuschung währt seit einigen tausend Jahren und nicht nur die letzten paar hundert Jahre.

Es ist vollkommen gleich, ob ein Karl der Große irgendwann mal was erobert hat. Es geht eher darum zu erkennen, dass er unter den gleichen Verhaltensmustern agierte, wie jeder heutzutage, der sich in den Mustern der alten Weltordnung bewegt. Die Geschichte, was besser „das Geschichte“ heißen müsste, sind jene Überlagerungen, die uns das Wesen des Menschseins haben vergessen lassen.

Denn der eigentliche Mechanismus ist das Leben an sich, was sich durch Vereinigung und Geburt weiterträgt und von repetitiv weitergegebenen Konditionierungen überlagert wird. Es sind die Verhalten, die die Welt so erscheinen lassen und zu dem gemacht haben, was wir heute als „alternativlos“ wahrnehmen.

„Danke für den Hinweis. Denn es gibt keine Alternativlosigkeit. Es gibt immer eine Lösung. Und je unglaublicher sie unter dem ganzen Gewusel von Scheinlösungen erscheint, desto besser die Täuschung durch den umgebenden, bzw. überlagernden Rest.“

Wir haben nicht die Aufgabe, die Vergangenheit zu ändern, sondern uns selbst. Ursachen und Wirkungen. Wir stehen an den Pforten einer Neuen Zeit, die lediglich ein Umdenken und Ablassen von den alten Gewohnheiten bedarf.

Das verstehe ich unter weiterdenken.

„Die Täuscher sind die besten Lehrer.“