A Kaschperl

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,757898,00.html (Spiegel)

Durch reinen Geldmitteleinsatz lassen sich die Ursachen nicht beseitigen, deren Symptome man sich „kämpferisch“ stellt. Auch dann nicht, wenn man den Druck einfach weiter erhöht. Die Frage ist, ob Protagonisten, Akteure und Betroffene tatsächlich wollen, dass sich etwas verändert, haben doch alle gelernt an Ihren Gewohnheiten und liebgewonnen Strukturen, Pöstchen und Erreichtem festhalten zu wollen.

Und in Zeiten der Veränderung ist dieser Klammereffekt noch intensiver wahrnehmbar.

Dies erfuhr ich, als es um die ersten Schritte in einem neuen Projektvorhaben ging. Nachdem ich zehn „Experten“ angerufen hatte, von denen mir jeder bestätigte, dass der nächste, den ich anrufe, der richtige! sei, sagte mir der letzte: „Da müssen Sie Herrn Soundso anrufen, der kennt sich damit aus.“ Und das war dann der erste.

Das hat sicher damit zu tun, dass der Verantwortlicher in der Tat verantwortlich ist, also gar nichts mehr entscheidet oder „auf Nummer sicher geht“: durch gelernte Problemverschiebung.

Es können noch so tolle Anstrengungen gemacht werden, es führt zu nichts. Selbst dann nicht, wenn der eine oder andere sein Scherflein davon „abbekommt“.

Traditionell-konventionelle Systemstrukturen lösen sich weiter auf. Doch das alles muss nicht sein, wenn man sich dazu entschließt, endlich das Richtige zu tun.

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