Alles, was rechtens erscheint

Es wird ja recht schnell mit dem Begriff „Reichsbürger“ um sich geworfen.

„Ich habe kein „deutsch“ mehr.“ „Oh, du bist wohl ein Reichsbürger.“

Vorgekaut Geistloses verlässt so manches Mundwerk, ohne die Hirnwindungen vorher tangiert zu haben. Man lässt also denken und quakt nach.

Auf der anderen Seite lassen sich die Stigmatisierten auf die Diskussion ein, um das im Raum stehende Stigma mit rechtlichen Gegenargumenten aufweichen zu wollen. Ohne dass sie erkennen, dass sie nur „beschäftigt“ werden.

Dazu der einfache Denker: Wer bereits anders denkt, muss einfach ein „Reichsbürger“ sein.

Um es am Rande im offenen Raum zu erwähnen: Freiheit hat weder was mit Staat, noch mit einer Angehörigkeit zu tun. Souveränität übrigens auch nicht.

Gewohntes Andersdenken bewegt sich in der Regel im Rahmen der Infragestellung der BRD und ihren belohnten Anhängern, um alsdann glorreich mit rückwärtsgewandten Reichsrechtskniffen irgendwelche Gültigkeiten von vorgestern herbeiargumentieren zu wollen. *augenrollender Smiley“

Offen gefragt: Wer will schon im Gestern leben? Der „Reichsbürger“? Ich hoffe nicht. Zumindest hat das Gestern einen Vorteil, man muss nicht denken. Doch genau darum geht es: ums Denken.

„Eine andere Welt ist denkbar. Jedoch nur sehnsüchtig nach gestern zu schauen, hat nichts mit Denken zu tun.“

Um es auch ohne „Deutsch“ zum Ausdruck zu bringen: Die Aufgabe besteht nicht darin, sich im Geschehen einer sich auflösenden Weltordnung nur wieder vom Rest abgrenzen und ins Gestern flüchten zu wollen.

Sicher mag es sein, dass „Reichsbürger“ meist gescheiterte Existenzen sind. Das ist jedoch nur ein Argument, für die Systemverbliebenen, die damit in Ihrer Verlustangst von Hab und Gut nur mental aufgekocht werden.
Denn je größer die Außenorientierung des „Ichs“, umso gefügiger der Mensch, der nach seinem „Ich“ funktioniert. Jedoch bewegt er sich nur in einer Blase der Willkür und des bedingten Besitzes, der ihm jederzeit genommen werden kann, wenn er nicht mehr brav ist oder eine Enteignung opportun erscheint.

Es gibt auch jene, die reuig wieder von der BRD aufgenommen wurden und ihr Stigma „Reichsbürger“ sogar aberkannt bekamen.

Bei allem Reichsfirlefanz, geht es bei diesem ganzen Wandel darum, das überholte Verhalten und Denken an sich in Frage zu stellen, aus dem sich die alte Ordnung erzeugt (Siehe: Der Tod der Deutschen (Denk- und Verhaltensmuster)).

Und so wie es ausschaut, ist dies genau die Aufgabe des Deutschen – auch ohne nachgewiesene Staatsangehörigkeit, ohne schriftliche Anordnungen oder vorher gemeinsam ausgekasperte Regelwerke, wie Gesetze und Verfassungen, um dann irgendwann endlich mal den „Bobbes“ zu bewegen.

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