Aus der Szene, für die Szene

(v1.1) Vorgestern fand ein längerer Dialog mit einem Bekannten statt, wo es neben der Reaktivierung (nein, keiner Gemeinden, Bundesstaaten oder Reiche) der ziemlich ruhig und dialogmüde gewordenen Aufklärer ging, verbunden mit der Frage, wenn sich denn etwas ändern soll, was denn das genau sei, was sich da ändern soll und wie man sich das vorstelle.

Vorangegangene Beiträge auf diesem Blog zeigen, dass Verdrängungskonzepte (Kampf, Widerstand, Flucht, Ignorieren, Ab- und Ausgrenzen, Schuldzuweisungen, „Unglaube“ i. V. m. gewohnter Feindbildprojektion) und damit verbundene Lösungen keine wirklichen darstellen – ebenso wenig, etwas durch Klagen, Jammern, Beschweren und Demonstrieren erreichen zu wollen, was nur Ventilfunktionen für den selbst erzeugten und angestauten Frust sind.

Sich einfach ans Recht klammern – gleich welche Seite dies jetzt sein mag – führt zu gar nichts. Das Recht als solches zu nutzen, um etwas zu verändern… nun, ja.

Interessant wird die Sache erst, wenn die Disziplinen: Theologie, Philosophie und Psychologie hinzukommen. Denn das sind alles Werkzeuge, mit Hilfe derer sich der Mensch zu entwickeln in die Lage versetzt wird.
Jedoch hat er diese im Sinne gewohnter Fremdbestimmung aus der Hand gegeben und damit auch die Verantwortung für seine eigene Entwicklung.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ „Hoffnung ist jener Zustand auf andere zu warten, dass die das Problem lösen.“

„Hoffnung ist ein Bettler.“ Jim Carrey

„Keine wirklichen Lösungen“ trifft im Übrigen auch auf all jene zu, die etwas mit „Papier“ zu tun haben und nicht umsonst „Schein“ oder „Vertrag“ heißt – ebenso was gewohnte „Staatsambitionen“ angeht, die innerhalb des positiven Rechts stets auf einer Fiktion beruhen, siehe auch „Gelber Schein“ und irgendwelche Nachweise, dass man „Deutscher“ ist.
Wer nun meint, mit einem anderen Ausweis würde sich etwas ändern, der irrt sich. Inhaltlich vielleicht, jedoch nicht vom System her. Doch genau darum geht es.

„Du gehörst nur dann zu uns, wenn du rechtlich nachweisen kannst, dass du Deutscher bist.“

Zur heute noch laufenden „Nummer“, hatte sich Blaise Pascal bereits im 17. Jahrhundert geäußert.

„Deutsch ist, wer Deutsch spricht, Kultur und Erziehung hat.“ „Können Sie das beweisen?“

Die eigenen Denk- und Verhaltensmuster zu ändern und damit auch die Erziehung (Konditionierung der Denk- und Verhaltensmuster), ist der Kernaspekt im stattfindenden Wandel, damit endlich mal keine obrigkeitshörigen Opfer entstehen.

Das ist genau der Grund, warum die gewohnten Aufklärergruppen noch im Alten herumwühlen, da sich mit den Denk- und Verhaltensmustern eben nicht beschäftigt wird, nicht selten wurde auch schon das Handtuch geworfen. Mit diesem Thema wird das jedoch hinfällig.

Die Suche nach dem Schlüssel für das eigene Strohmann-Konto stellt ebenfalls keine Lösung dar. Denn es geht darum, dass der Mensch mit seinem Tun den eigentliche Wert verkörpert und nicht das Geld, dass jene ausgeben, die keine Wertschöpfung betreiben, mit dem er sich jedoch selbst darzustellen – besser: zu retten und in Sicherheit zu wiegen versucht.

„Ja, aber ich muss doch…“

Es geht hier auch nicht um „entweder… oder…“, denn dass ist auch nur ein Hinweis auf die den Menschen beherrschenden Denk- und Verhaltensmuster, als Teil seines über ihn herrschenden „Ichs“. Die Vorstellung man müsse etwas kurz hören, und könne dann sofort eine rettende Haltung (seiner Besitztümer) erwirken, ist reine Illusion, weil allein Besitz und Eigentum sowie Mein und Dein bereits Illusionen sind.

Wer in der Vorstellung unterwegs ist, dass Mehrheiten, gefüllt mit „ewig Gestrigem“ damit etwas zu bewirken, bewegt sich auf einer immer dünner werdenden Eisdecke (Vor geraumer Zeit ließ jemand auf YT den Kommentar los, im Kaiserreich war alles besser, auf die Frage, wie alt er denn sei, kam natürlich keine Antwort.).
Antworten blieben ebenfalls beim Thema „Neue Weltordnung“ aus, was denn im Gegenzug dazu die „alte Weltordnung“ sei.

Im Dialog mit dem Bekannten, versicherte er immer wieder dass auch die eine oder andere Gruppe die gleichen Ziele verfolge, wie ich dies auf diese Blog dargelegt wird.
Die Fragen lauteten darauf: Warum braucht man dann eine Verfassung? Warum muss man seine „Staatsangehörigkeit“ nachweisen? Warum schreiben jene nicht offiziell auf ihrer Seite, was sie angeblich – wie ich – von sich geben? Warum sprechen jene nur von Gesetzen und vertreten die Vorstellung der Fortführung einer Fiktion?

„Jeder hat doch seine eigene Bewusstwerdung.“ Bekannter Szenestar der alternativen Systemmedien

Doch gleich wie sehr auch der sehnsuchtsvolle „Reichsblick“ auf das Vorgestern gerichtet ist, dort wird es bleiben. Es gibt kein Zurück mehr. Da nutzt auch kein noch so starkes Wollen oder Hoffen auf eine bestimmende Mehrheit. Denn auch das Bestimmen über andere gehört nur zum Alten.
Oder wie stellt man sich vor, dass da wieder irgendwelche politische Reichsorgien im Reichstag stattfinden, von einer kleinen auserwählten (elitären) Gruppe?
Das wäre nur der gleiche Humbug, den die anderen auch schon vorher gemacht haben. Auf ihre Art und Weise machen sie doch schon selbst auf den Unfug aufmerksam.

Die letzten 100 bis 120 Jahre zeigen eine konsequente Auflösung staatlicher zu staatlich anmutenden und letztlich zu Unternehmen – Unternehmen ohne Wertschöpfung, die gegenüber Unternehmen mit Wertschöpfung so etwas wie mit „Beiträgen“, „Abgaben“ und „Steuern“ betitelte Geldmittel zu glänzen versuchen. Woran man das erkennen kann? In der Regel im Impressum, z.B. „Deutscher Bundestag“: USt-IdNr. DE 122119035

Dazu § 27a UStG, Abs. 1: Das Bundeszentralamt für Steuern erteilt Unternehmern im Sinne des § 2 auf Antrag eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

An dieser Stelle ist der Abbau des Staatsapparates am deutlichsten erkennbar.

Da im Prozess der Entstaatlichung aus den Strukturen Unternehmen wurden, fehlt den Bürgern und den Unternehmen (mit Wertschöpfung) eine Vertragsgrundlage. Da diese fehlt, handelt es sich lediglich um Gewohnheitsrecht, was wiederum(!) einen Rückschluss auf das Verhalten ist.

Wer jetzt in der glorreichen Vorstellung unterwegs ist, er könne so etwas wie einen Rechtsstaat wieder ins Leben rufen, der sich per Gesetz die eigenen Einnahmen schafft, wird so schnell eines Besseren belehrt.

Jedoch werden all jene, die weiter dem virtuellen Schutz (ihrer Denk- und Verhaltensmuster vor Veränderung) durch den „Staat“ den Vorzug geben und sich an diese Vorstellung zu klammern versuchen – während sich wieder mutige Frontakteure dieser „ungeheuerlichen“ Aufgabe, des „Schutzes der Bevölkerung“, zu stellen bereit sind.

Es geht nicht darum das Alte zu wiederholen und es ist auch nicht damit getan, ungerechte Gesichter gegen gerechte nur austauschen zu müssen und damit habe sich der Fall auch schon erledigt.

Das gewohnte, rückwärtsgewandte Denken ist gerade jenes, was zu dem System führt, mit dessen Unsäglichkeiten und Ungerechtigkeiten sich alsdann patriotisch, wagemutig, stoisch, unablässig, außerordentlich und intensiv… und fleißig… jedoch nur beschäftigt wird.

Alleine wenn verstanden worden ist, dass der gesamte klassische Rechtskomplex lediglich auf einer Fiktion beruht, warum sollte es genügen, darin nur einen Inhalte gegen andere austauschen wollen?

„Auch eine unbestimmte Vielzahl oder gar alle Bürgerinnen und Bürger können zu Beiträgen herangezogen werden, sofern ihnen jeweils ein Vorteil individuell-konkret zugerechnet werden kann und soweit dessen Nutzung realistischerweise möglich erscheint.“ 2. Leitsatz zum Rundfunkbeitrag

Soviel zur Fiktion.

Eine Bekannte meinte vor geraumer Zeit sogar, die Szene wirke insgesamt zurückgefallen.

Zu viele Meinungsmacher, Lichtgestalten, „Fanfaren und Trompeter“, zu wenig konstruktiver Dialog, zuviel Schutzbedürfnis, Schweigen und Aussitzen.

Vor längerer Zeit mochte mich jemand für den Beitritt in einen Verein interessieren. Ich sagte ihm: „Ich bin hier und jeder kann mit mir zusammenarbeiten. Dazu bedarf es keines Vereinsbeitrittes.“
Offensichtlich ist das Gefühl, etwas festhalten und sichern zu müssen, noch zu sehr „in den Knochen“ der Teilnehmer. So schafft man sich lieber Hüllen, wo Menschen den darin geltenden Regeln entsprechen sollen.

Ein Bekannter und ich überlegen seit ein paar Tagen, wie man einer großen Gruppe von Individuen eine Thematik näher bringen kann, mit der sie sich noch nicht auseinandergesetzt hat, weil sie noch zu sehr in Konventionen, Traditionen, Denk- und Verhaltensmustern eingebunden ist, die all jene „Lösungswegen“ im Wege stehen – außer sie entsprechen den üblichen Konventionen und daraus abegeleitete Lösungen.

Gerade diese(!) Konventionen stehen in diesem Wandel auf der Kippe – gleich wie viele dahinterstehen mögen.

Das passt mit der Beobachtung zusammen, dass die Mehrheit der Aufklärer weiter im „System“ unterwegs ist, weil sie es bisher unterlassen haben, das „System“ zu hinterfragen, es unbewusst damit unterstützen, während sie gegen dessen sichtbare Auswirkungen sich zur Wehr setzen.

Das klingt nur solange schräg, wie sich der Mensch selbst aus dem Wandel ( als unschuldigen Unbeteiligter) herausdividiert, also sich erst mal alle(s) andere(n) zu ändern hat. Eine recht kindliche Vorstellung, wenn erst einmal erkannt worden ist, dass alle vom Menschen geschaffenen Werke nicht einfach so erschienen sind. Das trifft auch auf die Organisationsform zu, die sich „Hierarchie“ nennt.

„Ja, aber die anderen…“ „… ist nur der müder Versuch einer Schuldzuweisung.“

Mein Bekannter, selbst seit Jahren in der Aufklärung unterwegs, äußerte sich dahingehend, dass bei ihm der Eindruck entstanden ist, dass so manch bekannter „Aufklärer“ im Kern eine Art „Sammler“ darstellt, um die entsprechenden Meinungsvertreter nur weiter im System zu halten.

In der letzten Woche bin ich in einen E-Mailverteiler gerutscht, wo man sich um übliche Themen bemühte, dies jedoch nicht eindeutig zu erkennen war.
Auf meine Frage hin, was im Kern erreicht werden soll, erhielt ich als Antwort „Theo Waigel“, „Vater unser“.
Als ich auf ernstliche Nachfrage auch noch die Antwort bekam, dass man es ebenfalls ernst mit der Antwort meine, bat ich darum aus dem Verteiler genommen zu werden. Ob ich denn nicht an Lösungen interessiert sei, fragte man. „Lösungen…so, so…“, meinte ich.

Bei den ganzen beobachteten Szenarien geht es im Kern nicht darum, eine Entwicklung zu forcieren, sondern erweckt das Beobachtete den Eindruck, eine auf gewohnten Konditionierungen basierende Beschäftigung aus Klagen, Beschweren, Wunschdenken und gewohnter Schuldzuweisung und Feindbildprojektion aufrecht zu erhalten. Ob das wohl genügt?

In den letzten Wochen hatte ich wieder einige Kommentare zu veröffentlichten Beitragen auf anderen Blogs geschrieben und Aufklärer kontaktiert, die in der Regel jedoch keine Reaktionen zeigten.

Okay, es gab auch Ausnahmen – besser: es gab zwei Ausnahmen.