Authentizität

(v1.1) Der Mensch der alten Ordnung, diese erkennbar an Fremdbestimmung, den damit verbundenen Methoden: Belohnung und Bestrafung, hierarchischen Organisationsstrukturen, Vorgesetzten und Untergebenen, künstlichen Titeln und Pöstchen, fortlaufende Symptombekämpfung als Geschäftsmodell &c., bewegt sich so parallel zur natürlichen Ordnung – im Schweiße seines Angesichts sein und das Brot des Kaufmanns (über den Zins) verdienend.

Die alte Ordnung zeichnet sich durch eine grundsätzliche Verdrehung in den natürlichen Regelwerken Geben und Empfangen aus – mit dem Ziel der Aufrechterhaltung einer hierarchischen Struktur.

Das Signal „Angst“ bspw., was in seiner natürlichen Art nur ein Hinweissignal auf fehlende Informationen zu einem gegebenen Szenario ist, wird durch eine anerzogene Verdrehung (geschehen durch eine Bestrafung) so zum Warnsignal bei möglichen Veränderungen. Ein Vergehen gegen die „Entsprechungsregel“ der Autorität.

„Belohnung für eine vorgegebene Entsprechung, Bestrafung für Vergehen gegen eine vorgegebene Entsprechung ist das Grundprinzip, was sich so gegen das Leben selbst wendet.“

Der Verbleib in der alten Ordnung dauert für den Einzelnen solange, wie er an den Denk- und Verhaltensweisen (die die alte Ordnung verkörpern) festhält, von denen sich sein Handeln und damit verbundene Ergebnisse ableitet, während in ihm gleichzeitig die anerzogene Einstellung herrscht, sich gegen Veränderung verteidigen zu müssen.

„Gleichgesinnte = Freunde, Andersdenkende = Feinde“ (Freund und Feind sind beides Erfindungen, um eine Abgrenzung zu etablieren.)

Dies ist auch der wesentliche Ort, wo Veränderung stattfindet, sich in der Regel als innerer Konflikt offenbart, der durch Verdrängung auf andere projiziert wird – und so die Grundlage für den klassischen Konflikt in der Materie geschaffen wird.

Zunehmend unangenehm wird es für all jene, die zwar im Außen fordern, dass sich endlich etwas ändern soll, während sie insgeheim hoffen, selbst nicht davon betroffen zu sein. Ein Phänomen fehlender Authentizität, die man jedoch am Handeln erkennen kann.
Die sich zwischen den inneren und äußeren Haltungen daraus ergebende Dynamik, ist auch Grundlage für nicht selten wahrgenommenes Leid, was dann durch Klagen, Jammern und sich beschweren – im Kollektiv nennt man es Demonstrieren – kompensiert werden soll, nicht selten verbunden mit der Suche nach Schuldigen.

Eine wirkliche Veränderung findet beim Klagen und Jammern also nicht wirklich statt, sind es nur Ventilfunktionen.

Und so wiederholt sich das ganze Szenario aus Klagen und Leiden, ohne etwas damit zu erreichen – eine Welt der Massen bildenden Massenbildner, mitstreitenden Mitstreiter, fordernden Forderer, beschäftigten Beschäftigten, heuchelnde Heuchler und verdrängenden Verdränger.

„Nicht klagen, entscheiden.“ Zitat: A. Merkel, in der Rolle als geschäftsführende Bundeskanzlerin

Dieses parallel zur natürlichen Ordnung laufende System manifestiert sich als eine hauchdünne und von seinen Anhängern gut geschützte Überlagerung und zeigt sich unter anderem in Form einer Verdrehung der Kernmechanismen Geben und Empfangen – durch Bedingungen, welche aus natürlicher Bedingungslosigkeit künstliche Bedingtheit werden lässt, mit dem Ziel der Aushebelung natürlicher Entwicklung.

Denn zwischen Geben und Empfangen entfaltet sich der Mensch in Vernunft, Gewissen, Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit.
Damit beginnt das Verlassen der alten Ordnung, was sich auch durch das öffentliche Tun zum Ausdruck bringt. Tun hängt nicht vom Reden ab, sondern von den Denk- und Verhaltensweisen.

Die Ursache für eine nahezu ausgehebelte Entwicklung geschieht durch (unbewusste oder bewusst auch mit Hilfe von Gewalt) Implementierung eines Verhaltens, entstanden aus der Regel: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt“, unter Anwendung der Methoden Belohnung und Bestrafung, mit dem Ziel einer möglichst dauerhaft funktionierenden Fremdbestimmung – von Betreuung bis Unterwerfung.

Der dabei entstehende „Vertrag“ hat als Nebenwirkung eine im Mangel entfaltete Vernunft und Gewissen des Untergebenen zur Folge, die wiederum als Argument der Notwenigkeit zur Fremdbestimmung und Betreuung herangezogen wird. Man sieht hier: Jeder kann sich nur selbst befreien (wollen).

Im Wesentlichen wird durch die Fremdbestimmung und ihrer Aufrechterhaltung ein Zustand schwebender Selbsthaltung gegen die natürliche Entwicklung des Menschen (mit allen Mitteln) zu etablieren versucht.

„Wer nicht mitmacht, ist ein Egoist“, meint derjenige, der sein eigenes Verhalten auf andere projiziert, um so seine Denk- und Verhaltensweisen damit rechtfertigen zu wollen.

Im Grunde ist das Ziel eine Art Gleichschaltung, eine „Zombifizierung“ auf der geistigen Ebene.

Da sich der Mensch nicht authentisch entwickeln soll, führt er ein belohntes Leben äußerer Entsprechung, nach den Konventionen der Gesellschaft – meist entgegensetzt der Entfaltung seiner wahren Persönlichkeit, inneren Bestimmung und – wesentlich – entgegengesetzt der Natur.

Daraus entstehendes „so tun, als ob“, führt nicht selten auch zu den üblichen, geistigen Verwerfungen, Phänomenen, Konflikten, Suchterscheinungen, Handlungen &c., welche als „zu regelnde Probleme“ betrachtet (jedoch nur sicht- und spürbare Symptome sind) und wiederum dort auch „geahndet“ oder „behandelt“ werden – belohnt natürlich.

Die wesentliche Ursache (als Vernunft und Gewissen verkaufte Unvernunft und Gewissenlosigkeit) wird (bewusst oder unbewusst) „ausgeblendet“, da diese jeden Menschen selbst betrifft und deren Erkennen, die fundamentale Infragestellung des Systems und allem, was darin bisher seine gewohnte Bedeutung genoss, zur Folge hat.

Die Teilhabe des Menschen am System, findet über seine Denk- und Verhaltensweisen statt, nach denen er „funktioniert“ – diese jedoch ändern kann, wenn er erkennt, dass er die Täuschung erkennt, dass er ein „Ich“ hat und nicht nur sein „Ich“ ist und somit darin enthaltene Denk- und Verhaltensweisen ändern kann.

Der stattfindende Wandel zeigt jedem sein wahres Gesicht, vor dem er sich bisher „ferngehalten“ hat. Das ist symbolisch der Tag des jüngsten Gerichts.

Durch die Trennung von Privat und öffentlich, besteht die Aufgabe darin, im offenen Raum eine gesellschaftliche Gleichschaltung zu erreichen, die sich dann „öffentliche Ordnung“ schimpft und gegen Veränderung aufrecht zu halten ist.
Aus diesem Grunde auch die Existenz von „privat“, damit jeder wenigsten alles unter vier Augen sagen kann, während im offenen Raum „brav und angepasst“ eine Maske vorgelebt wird. Auch das ist fehlende Authentizität.

Das Ziel ist dabei, mögliche sichtbare Synergieeffekte und damit verbundene Erkenntnisse und Veränderungen unterbinden zu wollen.

Von einer bestimmenden Autorität vorgegebene Gesetze wurden u. a. dazu geschaffen, eine Weiterführung der Fremdbestimmung (der sich für vernünftig haltenden Unvernünftigen) begünstigen, da sich gewöhnliche Gesetze (mit ihren Verkündern, Anwendern und Umsetzern) lediglich mit den sicht- und spürbaren Auswirkungen(!) der Kernursache, der gesellschaftlich tolerierten Unvernunft und Gewissenlosigkeit auseinandersetzen.

Der Kernmechanismus der Beibehaltung der anfänglich noch natürlichen Unvernunft und Gewissensmangel (hinweisend: Artikel 1 AEMR) soll weiter unbehandelt und bestehen bleiben. Man lässt – wie bereits gesagt – die Mehrheit im Glauben, sie sei vernünftig und gewissenhaft – so tun, als ob. Und über die familiär anerzogene Gleichschaltung lässt sich die Masse bequem „hin- und herschieben“.

So ist auch gewährleistet, dass die verursachenden Verhalten und Denkweisen (praktizierte Unvernunft und Gewissenlosigkeit) vor Veränderung oder Hinterfragung „geschützt“ (bewahrt und verteidigt) bleiben und damit verbundene, gewohnte Existenz der Institutionen Familie, Kindergarten, Schule, Beruf, Staat, Kirche, verbunden mit der üblichen Bedeutungshoheit.

Es findet also keine wirkliche Entwicklung, sondern nur Dauerbeschäftigung statt – im Fokus belohnt fremdgesteuerter und persönlich-beruflicher Entwicklung.

„Ja, aber ich muss doch…“

Ich habe damit nichts zu tun!
Solange sich der Mensch in der Vorstellung bewegt, er sei unabhängig von der Welt und habe nichts „mit den Problemen der Welt“ zu tun, solange verweilt er im eigenen Kopfknast.

Ich mag es mal so ausdrücken: Es wird sich die Welt recht „einfach“ gemacht und diese Sichtweise wird von den Betreuern auch gestreut: Die einfache Welt – fein getrennt in „Gut und Böse“ und dass der Mensch selbst nichts für die Gesamtsituation könne und die anderen ja daran schuld sind – sehr einfach gedacht. Kollektiver Kopfknast.

Unter diesem Aspekt entpuppt sich so mancher „alternative Blog“ am Ende doch nur als gewohnte Bühne für die Systemverfechter. Und so bleibt nur das gewohnte Heulen und Zähneknirschen über die reichlich in Szene gesetzten „Probleme“. Jeder bekommt das, was seinen Denk- und Verhaltensweisen entspricht, nicht was er sich wünscht.

Damit der Zustand selbstgeschaffener Machtlosigkeit (->) – man selbst sei ja „unschuldig“ und die anderen „die Bösen“ – möglichst lange aufrechterhalten bleibt, zeigt man den Menschen auch ständig „Probleme“, die weit von ihm entfernt und für ihn nicht direkt greifbar und somit veränderbar sind.

Enteignung ist dabei ein wunderbares Thema. Damit kann man die Massen in eine dauerhafte Angsthaltung versetzen. Dass noch nie jemandem etwas oder jemand gehört hat oder gehören wird, da es im Rahmen des Naturrechts (Vernunftsrecht) weder Besitz noch Eigentum gibt, ist der einzige Ausweg aus dem Thema.

Apropos „Vernunft“: Wenn sich doch so viele für „vernünftig“ halten, warum gibt es dann so viele Vorgesetzte, die darüber befinden, was für den/die „vernünftigen“ Untergebenen, Bürger &c. „gut und richtig“ sein soll?

„Nicht die Gesellschaft bestimmt, was sexistisch ist, sondern Experten.“ Zitat aus Plusminus

Nachtrag: Dem heutigen Beitrag ist das Foto eines Rätsels zugeordnet, aufgenommen im Flur.