Begriffe und ihre Bedeutung – Teil 11: die Schuld

Vielleicht wird der eine oder andere vorab schon mal die „Unschuld“ für sich in Anspruch nehmen wollen, einen leidvoll-weinerlichen oder gar schon widerborstigen Blick aufsetzen oder womöglich mit einem gemeißelten Lächeln und „tänzelndem Vertreterschritt daherreiten“.

„Bitte sehr, bitte schön, bitte gleich.“ Theo Linien

Das Schuldbewusstsein wurde dem jungen Menschen „in die Wiege verordnet“, übertragen durch ein Mem-Virus, nach dem Prinzip: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“

Er soll entsprechen, wie Generationen vor ihm – am besten die letzten 100.000 Jahre zurück.

„Egal, was passiert: Es ist deine Schuld.“ American Werewolf

„Die Ahnen, die eher mahnen.“

Die herrschende Meinung, ist letztlich nur die Meinung der herrschenden… Masse.  Die Masse und die von ihr erwählten Aufseher.

Aus diesem Grunde macht eine Verdrängung der Aufseher, durch „gerechte Aufseher“, keinen Sinn. Der hierarchisch Geprägte wird hingegen, wird diesem Angebot (einer mögliche Führung) in der Regel nicht widerstehen.
Auf der anderen Seite gibt es auch genug, die ihrem „Führer“ nur allzu gern entsprechen wollen, mit dem Hinweis an die Deutsch sprechenden Akteure: Es wurde bis heute nichts(!) gelernt und deshalb gibt es auch die Besetzung – äh, Besatzung.

„Das Besatzungsstatut ist ausgelaufen. Frau Müller, bitte in die „Fünf“.“

Mehr oder weniger stark ausgeprägt, wirkt also ein Gefühl, bei den „Vorgesetzten“ seinen gehorsamen Dienst zu verrichten, um ja auch selbst zu entsprechen. Dafür wird man ja auch „belohnt“, wenn man das macht, was der Vorgesetzte für „gut“ und „richtig“ erachtet. Geht es in die Hose, bezahlt am Ende der, der es gemacht hat, und der Rest „wäscht seine Hände in Unschuld“.

„Das Opfer diskutiert, macht aber selbst nichts. Es lässt machen. Am Ende fühlt es sich jedoch wieder schuldig. Komisch.“

Auch du, mein Sohn Brutus…
Die Grundlage für Manipulation, belohnte (Aus)Nutzung und züchtige Unterwerfung, ist mit obiger Bedingung (condition, engl. Bedingung, Konditionierung) geschaffen.
Doch immer wieder scheint die durch Geld, „gute Noten“ und Bonbons überlagerte Beziehung ins Wanken zu geraten, denn „etwas“ scheint nicht zu stimmen. Es stimmt nicht, weil es unnatürlich ist.
Die Hierarchie, der ‚Widersacher’ der natürlichen Ordnung. Und was „Widersacher“ auf Hebräisch bedeutet, kann man ja mal eben nachblättern.

Die Auswirkung dieser Unnatürlichkeit ist bei  „Milgram’s Experiment“, auch im Film „I, wie Ikarus“ zu sehen.

Die implementierte Schuld (Last) ist am Ende nur eine Täuschung (jedoch reale Besetzung auf geistiger Ebene), um Gehorsam herbeiführen und notfalls erzwingen zu wollen, um sich so von der eignen Natürlichkeit und damit auch der Verbindung zum Lebensprozess abzuwenden, hin zu einer Vorstellung (etwas davor Gestelltes) einer „ewigen“ Fremdbestimmung durch „gerechte Stellvertreter“.

Durch die Bedingung ist die gewohnte Außenorientierung und Fremdbestimmung gewährleistet, dass der Unterworfene oder sich Unterwerfende in seiner zu betreuenden Unvernunft und mehr oder weniger ausgeprägten Gewissenlosigkeit verbleibt und so seine eigene Entwicklung unter „Fremdkontrolle“ stattfindet.

„Fremdregelmechanismen == alte Ordnung;
Selbstregelmechanismen == neue Ordnung;“

Damit er weiter im Modus der Fernlenkung funktioniert, verpasst man ihm noch das „Geschenk der Vergangenheit“, der Glaube an das „ewig Gestrige“:

„Gestern war alles besser.“ „Das bedeutet: Vorgestern muss es noch besser gewesen sein.“

„Wir wollen, dass ihr es mal besser habt, als wir,… wenn ihr so seid, wie uns das gefällt.“ (Zwei im Außen zeitlich versetzte, jedoch innerhalb der Konditionierungen miteinander verknüpfte Bedingungen.)

„Wer nicht so denkt, wie ich, ist bestimmt beim Bundesnachrichtendienst.“ berühmter „RFD-Klassiker“ (Republik Freies Deutschland)

„Wenn das Bankkonto voll ist, hat man es selbst gemacht. Wenn es wieder leer ist, sind in der Regel die anderen schuld.“

„Alte Verhaltensmuster ändern sich nie. Sie sterben einfach nur aus.“

Der Sinn des Alten
Das muss alles auch so sein, denn Wahrnehmung und(!) Entwicklung funktioniert nur dann, wenn man mindestens zwei unterschiedliche (System)Zustände wahrnehmen kann.

Im Alten lernt man, wie es nicht funktioniert und man ist selbst angehalten seinen Denkprozess in Gang zu setzen, der sich hinter gewohntem Verdrängen abspielt und damit gelangt man automatisch an einen Punkt, wo man auch versteht, warum das bisherige nicht funktioniert hat und ganz langsam offenbart sich „Funktionierende“ in dem ganzen Gewusel von selbst. Machen muss man es trotzdem – auch das Denken.

„Auch das zehnte Rezept hilft einem nicht weiter, wenn man es nicht macht.“

Widmet man sich nur dem einen (Materie) oder(!) dem anderen (Geistiges), so dreht man sich jeweils im Kreise. Jene, die das Morgen euphorisch erwarten und nicht wissen, was sie was tun sollen und auf der anderen die „Realisten“, die nur das sehen (wollen), was da ist und an diesem Festzuhalten gedenken.
Beide sind die Grundlagen für den eigenen, den „dritten Weg“ (Nicht angedeutet mit dem üblichen Politischen von vorgestern.). Denn wer will schon eine andauernde Fahrt mit dem Karussell?

„Mutti, nur noch eine Runde!“ „Ja, mein Kint.“

„In einer Kneipe hing ein Schild. Darauf stand: Morgen gibt es Freibier.“

Die Luft geht aus dem System, wenn man die herrschenden Prinzipien, Methoden, Werkzeuge und Konventionen in Frage stellt. Was – wie gesagt – nicht damit getan ist, nur genug Widerstand und Vorwurf an den Tag zu legen.
Deshalb verschwinden auch so viele wieder in der Versenkung, weil sie sich an das Gestern klammern: den Widerstand, den Kampf und die einseitige Problembetrachtung.

„Brücken baut man dann, um zwei Ufer zu verbinden.“

Zur Infragestellung ist das „Außen“ in seiner aktuellen Form bestens(!) geeignet und somit eine willkommene Herausforderung. Der Dank richtet sich an dieser Stelle alle mitwirkenden (Haupt)Darsteller und Statisten.

„Man bewirkt niemals eine Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, schafft man neue Dinge oder geht andere Wege, die das Alte überflüssig machen.“ Richard Buckminster Fuller

Das Schuldgefühl
Wenn im Rausch des Tuns gegen die Anweisungen (die sich auch willkürlich-opportun ändern können) der Autorität gehandelt wurde, übt(e) sich der kalibrierte Hörige im Regressionsverhalten – also Rückfall in kindliche Verhaltensmuster. Reue überkommt ihn, seine Autorität spricht ein Machtwort und vergibt.

„Der ‚Große Bruder‘ liebt dich wieder.“ 1984, George Orwell

„Gehen Sie nicht über Los und ziehen Sie keine 4 Euro ein.“ „Das waren doch früher immer 4.000 Euro.“ „Stimmt, doch haben die Leute heute kein Geld mehr und das Spiel wurde deshalb angepasst.“

„Oh, eine neue Ereigniskarte: Das Finanzamt hat Sie geschätzt. Zahlen Sie 80.000 Euro.“ „Die habe ich doch gar nicht.“ „Tja, dann musste halt arbeiten gehen.“

„Oh, eine Gemeinschaftskarte: Sie sind als „Reichsbürger“ stigmatisiert worden und werden nun von der Spielfläche verbannt. Ziehen Sie abschließend eine Ereigniskarte…: Das Finanzamt hat nochmals nachgeschätzt…“

So am Rande: Dass sich das System selbst auffrisst, sieht man hier ganz hübsch: Der mit „Regierungsrat“ von der Firma „Finanzamt“ betitelte: „Herr Berg! Sie müssen, mal wieder Aufträge machen!“
Darauf ich: „Sie sind mir vielleicht einer. Letzte Woche haben Sie mir einen Kunden weggepfändet und die Woche davor einen anderen.
So schnell, wie sie pfänden, kann ich noch nicht einmal Rechnungen schreiben. Sie wissen doch, was meine eigentliche Aufgabe ist (und grinse ihn dabei an, während die bewaffneten Polizeibediensteten darum herum stehen).“

Für alle, die gerne vom Schuldbewusstsein der anderen leben: Ich kann Sie beunruhigen: „Schuldzuweisung ist nur eine Feindbildprojektion und Hinweis auf die eigene Emanzipation!“

“There’s a man goin‘ ‚round takin‘ names
And he decides who to free and who to blame
Everybody won’t be treated all the same
There’ll be a golden ladder reachin‘ down”

When the man comes around

The hairs on your arm will stand up
At the terror in each sip and in each sup
Will you partake of that last offered cup
Or disappear into the potter’s ground?
When the man comes around“
“The man comes around”, Johnny Cash

Dem Wandel ist es vollkommen gleich, hinter welchem „Namen“, welcher „Religion“ oder welchem „Titel“ wer auch immer sich zu verstecken und zu rechtfertigen versucht: Konditionierungen sind einfach nur Konditionierungen, abgespeichert im „Ich“ des Menschen.
Diese erzeugen die alte Ordnung, die Matrix, die erste Hierarchie, das Joch (der Mensch, der unter seinem „Ich“ das macht, was darin enthaltene Programmierungen ihm vorgeben, während er der einzigen Täuschung hinterherläuft, indem er glaubt, er sei sein „Ich“, damit sich dieses selbst nicht ändern braucht und so einen „Beschützer“ hat.), siehe: Esau-Segen:

„Da sagte sein Vater Isaak zu ihm: »Dort, wo du wohnst, wird das Land nicht fruchtbar sein, kein Regen fällt darauf. Mithilfe deines Schwertes musst du dich ernähren. Und deinem Bruder wirst du dienen, doch dann wirst du seine Herrschaft abschütteln und frei sein.“ 1. Mose, 39,40

Hinweis: Der materiell(!) orientierte Realist ist damit natürlich überfordert.

„Realismusverliebtheit ist lediglich nur eine selbst auferlegte Wohnhaft und damit praktizierter Unglaube gegen Veränderung.“

Der gefühlte Abschied
Verspürter Schmerz und Leid, sind nur der Versuch des „Ichs“, weiter daran festhalten zu wollen. Es gebiert sich der neue Mensch aus sich selbst heraus. Langsanft und zart – selbstheilend.
Die Angst, die sich dabei zeigt, ist nur die durch das „Ich“ verdrehte, als Signal zur Lernunterlassung. Denn der Schmerz erinnert es an die erste Warnung durch die Autorität.

Wenn es Sie also packt, rennen Sie dem Gefühl entgegen. Ent-täuschen Sie sich selbst, indem sie das Gegenteil tun, als Ihnen Ihr „ich“ zu vermitteln versucht.

Der Gebäudereiniger am Werk
Der „Turm zu Babel“ ist kein steinernes Gebäude, sondern besteht aus jenen, die sich vom Lebensprozess (natürlich Entwicklung) abgewandt haben. Ab und zu lohnt es sich, einen Stein umzudrehen oder ein Stück Holz zu spalten, um zu erkennen, worum es wirklich geht.

Reklame: „Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist, als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.“ Matthäus 5, 20

„Himmelreich“ ist kein Ort, der „woanders“ ist, ebenso wenig wie das, was mit  „Hölle“ bezeichnet wird. Beides sind lediglich Überzeichnungen von geistigen Haltungen, Betrachtungs- und damit verbundenen Verhaltensweisen des Menschen (abgelegt in seinem „Ich“) auf dem Weg zu seiner Entwicklung. Ein Dank sei auch an all jene, gerichtet, die sich zum aktuellen Bühnenstück berufen sehen, damit man dieses in Frage stellen kann.

Was das jetzt alles mit Schuld zu tun hat? Die einzige „Schuld“ die der Mensch hat, ist nur gegenüber sich selbst und damit verbunden, seine eigene innere(!) Entwicklung. Anmerkung: Dieser Satz ist für alle, die Bücher immer von hinten lesen

Man hat sich kollektiv lediglich vom Lebensprozess abgewandt, eine Weltanschauung geschaffen, basierend auf künstlichen Prinzipien der Fremdbestimmung und sich daraus ableitenden Methoden, Werkzeugen, Institutionen und Konventionen.

Hinweis: Die Feindstaaten-Klausel weißt lediglich darauf hin, den Umdenkprozess hier(!) in Gang zu setzen. Denn ein „Feind“ ist im einfachsten Fall nur jemand, der anders denkt – als konventionell „erlaubt“. Seien Sie also ein „guter Feind“. 😀

Das mit dem Denken hat der Deutsche nur ein bisschen vergessen. Sicher wird er sich wieder daran erinnern – und das auch ohne Antragsformular und Rechtsnachweis.

„Sonnenstrahl durchdringt die Nacht,
berührt die Herzen – lässt uns schau’n.
Ein Lächeln zaubert – gar heftig lacht.
Drum schwinge auf, und lass‘ dich trau’n.“
„Wohlgeformtes“, Januar 2015

Musikalische Untermalung:

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