Begriffe und ihre Bedeutung – Teil 14: „das Wahre“

Der Spruch lautet: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Da ist wirklich was Wahres dran.
Doch solange man in den alten Mustern herumläuft, solange schafft man auch nur das Alte – besser: Man nimmt auch nur „das Alte“ wahr.

Warum ich gerade vom „Alten“ schreibe? Es gilt einen Übergang zu schaffen, eine Brücke zu konstruieren.

„Siehste, da isses doch. Ich habe es doch immer gesagt. Sie wollen uns alle versklaven.“

Es mag zwar sein, jedoch geht es hier nicht nur darum, es einfach nur mit gewohnter Problemdenke zu betrachten und dann auf die vielfältigste und amüsanteste Weise zu beschreiben, während man bereits an einem Verdrängungskonzept oder einem Klageliedchen arbeitet.
Es kommt zu einem, weil man es in sich trägt und dies gern verdrängt, weil man der „ersten Täuschung auf den Leim geht“.

Das Phänomen mag ich recht kurz beschreiben. Bei einer Betrachtung mit der bekannten (gewohnten) Erstprogrammierung, werden meist nur das Durcheinander, die Unsäglichkeiten und das „Negative“ erkannt und sich in der Regel dazu entschlossen, es pauschal mal ablehnen zu wollen. Widerstand.

Mit dem was man wahrgenommen hat, kann es einfach nichts „Gutes“ (unter der Betrachtung von Nutzen, Angenehmes, Zuträgliches) auf sich haben. Schon gar nicht, wenn andere dies ebenfalls so sehen.

Dass man hier seinem „Ich“ „auf den Leim gegangen“ ist, was sich nur gegen Veränderung an sich zur Wehr setzt, wird für gewöhnlich ebenfalls als normal angesehen, bzw. nicht erkannt.

In der Regel läuft der Mensch im Modus: „Beibehalten von Bisherigem und Bekanntem“ herum, was im Kern seiner ankonditionierten Haltung (abgespeichert im „Ich“) entspricht. Bleibt im Außen alles gleich, dann bleibt auch im Inneren alles stabil und ruhig.

Deshalb hier die Frage: Wollen jene, die: „Es muss sich was ändern“ von sich geben wirklich, dass sich was „ändert“?

Was in der Regel übersehen wird, ist das Gesamtsystem ein Ergebnis kollektiven Fühlen, Denkens und Handelns ist, beeinflusst durch die Programmierungen im „Ich“, die auch die Persönlichkeit, die Person des Menschen ausmachen.

Mit der aktuellen „Version vom Ich“, kann man nichts anderes gestalten (also tun), als das was da ist, während es sich zunehmend zu verschärfen scheint. Problemwahrnehmung und Entwicklung von Lösungen erfordern zwei unterschiedliche Denkweisen.
Mit dem Denken zum Wahrnehmen von Problemen (was im Kern nur Symptome sind) kann man keine Lösungen entwickeln, da dies auf einer Wahrnehmung der Dinge, Teile und scheinbar unabhängig voneinander existierender „Probleme“ (Phänomene) beruht und zur Entwicklung von Lösungsmustern (miteinander in Wechselwirkung stehende Teillösungen) das Denken und erkennen von dynamisch vernetzten Zusammenhängen und Wechselwirkungen notwendig ist (sicher kommt dem zweiten Denken noch weitere Eigenschaften hinzu).

Es bedeutet in jedem Fall ein Umdenken (ein Erweiterdenken, also ein Dazulernen und kein Austauschlernen), wie ich dies des Öfteren schon erwähnt habe. Es ist ein Selbstumkonditionieren, was im Übrigen jedem seit seiner Geburt zur Verfügung steht, was das Überwinden des Widerstandes gegen sich selbst erfordert. Der in der Regel durch die Bedingung: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt“, künstlich „gedeckelt“ wird.
Wer jedoch dazulernen gewohnt ist, um sich (im Inneren) entwickeln wollen, wird es einfacher haben, als jene, die sich mit der Sammlung von Geld, Hab und Gut, deren Sicherung, Wahrung und notfalls Verteidigung entschieden haben und sich jederzeit neu entscheiden können.

Sammeln und besitzen bieten keine Erlösung, weil „noch mehr vom Selben“ nur eine Weile die Sucht (suchen) stillt, die sich alsbald wieder einstellt.

„Ein schwarzes Loch kann man mit keiner Materie des Universums füllen.“

Dabei wird auf alles Wert gelegt (Anmerkung: interessanter Ausdruck), was gesellschaftlich als Wert gesehen wird, während man sich auch hier in der Gleichschaltung übt und auch für jene Auswirkungen verantwortlich ist, die an der Natur und auch dem Menschen selbst begangen werden – im Kern am Leben selbst, was ja ein Geschenk ist, aus dem noch nichts gemacht wurde,weil man sich kollektiv davon abgewandt hat wie auch seinen Prinzipien (Mit denen man jegliche Form von Organisationsstrukturen neu orientieren kann, dass sie so wieder am Lebensprozess andocken können).

Wer hier vordenkt, wird erkennen, dass die eigentliche Thematik weit über gewohnte „Staatsgrenzen“, „Staatsgebiete“ und Staatsvölker“ und sonstige damit verbundene Rechte (die nur künstlicher Natur sind) und damit verbundene Wunschgedanken zurück zur Rechtsstaatlichkeit keine Bedeutung mehr haben.
Dies, weil es auf der einen Seite keiner Rechts- und Handlungsgrundlagen bedarf, sondern lediglich einem Umdenken. erst dann wird man erkennen und sich ein Anderstun (Handeln und Verhalten) ergeben.

Leider (extra mitleidsvoll formuliert) hat der Mensch ein System geschaffen, dem er nicht entkommen kann und mit ihm untergehen wird, solange er daran festhält. Er mag ja nicht umdenken.
Der oft geforderte „Es-muss-sich-was-tun-Wandel“ zieht sich nur aus dem Grund in die Länge, weil es ein Umdenken in jedem erfordert, was sich über das übliche Widerstands- und Kampfgehabe hinaus bewegt (weil es nur ein Tun zur Erhaltung ist).

Ein weiteres Signal für jeden selbst ist, wenn zwar mündlich gefordert wird, dass sich was ändert, was immer auch dieses „was“ ist, jedoch das Tun des Fordernden selbst weiterhin die gleichen Ergebnisse liefert.

„Am Tun wird man sich erkennen.“

Hier ändert sich in der Tat „was“, wenn der Einzelne sich selbst dazu entschließt, es anders tun zu wollen. Für gewöhnlich entsteht plötzlich ein Vakuum, weil nicht gewusst wird, was man denn „anders“ tun könnte. Das ist dann der Moment, wo man erkennt, dass man bisher nur funktioniert(!) hat.

Der Mensch ist in der Lage sich selbst neu zu erfinden, indem er sich selbst umprogrammiert. Programmierungen, die in seinem „Ich“ ablegt sind, die seine Persönlichkeit, seine Person ausmachen. Hoppla!

Ein sehr häufiges Phänomen fällt mir in Dialogen auf, man sich austauscht und das Gegenüber solange lebendig ist, also nicht nur: „Ja, das ist es. Ich verstehe es“ von sich gibt, sondern selbst beginnt zu schlussfolgern – bis der Dialog wieder zu Ende ist und wenig später die üblichen Handlungsmuster wieder zu beobachten sind, die in der Regel zu den selben Ergebnissen führen – nicht selten einem Misslingen.

Dann wird sich lieber bedauert, bemitleidet oder andere beschuldigt, statt den Willen gegen sich selbst zu richten, um an sich zu arbeiten und zu erkennen, was da in einem so „am Wirken“ ist.

Sogenannte „Gutmenschen“ tun sich gewohnt dadurch hervor, dass sie im Außen, wo sie im offenen Raum unter Beobachtung stehen Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalten, jedoch nachdem das Publikum weg ist, dem Gegenteil nachgehen – und es nicht selten noch nicht einmal merken.

Die erste und beste Täuschung entsteht bereits, weil der Mensch denkt, er sei sein „Ich“ und so an den Denk- und Verhaltensmustern, in seinem „Ich“ abgelegt, festhält. Solange er an diesem „Bund“ festhält, erzeugt er selbst(!) das aktuelle System, von dem er sich nicht selten abzuwenden versucht.

„Der Kampf gegen das „System“, ist der Kampf gegen sich selbst.“

Zu erkennen, dass der Mensch ein „Ich“ hat(!), statt es zu sein, sorgt dafür, dass er diesem auf Augenhöhe begegnen kann.
Da „dort“ im „Ich“ die Denk- und Verhaltensmuster abgelegt sind, die ihn so fühlen, denken und handeln lassen, kann er sich „auf den Weg“ machen, seinen Teil zum (zu seinem) Wandel selbst beizutragen.

Denn das, was wir als Welt erkennen, beruht lediglich auf den Konditionierungen im „Ich“, welche das Fühlen, Denken und Handeln und die Entwicklungsfähigkeit des Menschen beeinflussen.

Der Lebensprozess beinhaltet einen natürlichen Lern- und Entwicklungsprozess, der jeden betrifft – gleich wie sehr er sich in irgendeiner Ecke herumdrückt oder davon abwenden mag.
Ignorieren und Verdrängen sorgen lediglich für eine sich jedoch zunehmend verschärfende Situation, die irgendwann doch vor der Tür steht – und nicht mehr fragt, sondern nur noch geschieht.
Denn man erntet stets das, was man sät. Und die Welt ist nicht nur Materie, sondern auch eine geistige Ebene, die mit der Materie in Wechselwirkung steht. Jene geistige Ebene, die allzu gerne belohnt ausgeblendet wird, indem man sich was „davorstellt“ oder jemanden vorgesetzt bekommt oder sich vorsetzt.

Wenn das Morgen „anders“ werden soll, fängt das heute bereits mit Umdenken an.

Am Ende soll ja niemand sagen können, er habe nichts gewusst.

Es soll sich zwar etwas ändern, spricht man jedoch mit jenen, so finden sie für gewöhnlich Ausreden: „Die anderen sind noch nicht soweit“ und „Ich habe keine Zeit“ usw.

„Gewöhnlich = in der Regel = das Übliche = immer schon = nicht selten = meist = Beibehalten des Bekannten.“

Das die Situation mittlerweile anders ist, über die sich zwar nur beschwert wird (Wer sich beschwert, erleichtert sich nicht), ist sie so gut, wie sie ist. Denn man rief ja nach Veränderung und nun findet ein Paradigmenwechsel statt. Alles andere wäre auch nur Makulatur.

Denn was sich verändert, ist „das System“ und somit ist der Mensch aufgerufen, sich in Bewegung zu setzen. Und es werden keine halben Sachen gemacht. Denn bisher war er behütet auf dem Sofa und brauchte sich über die Konsequenzen seines Handelns keine Gedanken zu machen, weil andere für ihn „die Kohlen aus dem Feuer geholt“ haben.

So wie es aussieht erntet er jetzt, was er gesät hat. Was ihm als Ausweg ein Glück bleibt, ist das Um- und Weiterdenken. Der Mensch wollte ja gerne Mensch werden, und nicht nur seine „Person“ – sein „Ich“.

An dieser Stelle es ist mehr als deutlich, dass Menschwerdung ein Prozess ist, der über das Denken, dass der Mensch sein „ich“ sei und sich (deshalb) selbst nicht ändern könne, hinausgeht.

Willkommen am Tor zur Neuen Zeit.

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