Begriffe und ihre Bedeutung – Teil 22: der Glaube

Für gewöhnlich wird dieses Wort gern im Zusammenhang mit Religionen gesehen, von denen man und seinen Verfechtern, auch nicht gerade  begeistert ist, siehe den Film „Spotlight“. Doch wie heißt es so schön: Wir haben ja Wandel. Das System sendet mittlerweile genug Signale zum Umdenken und auch Bestätigungssignale.

Nochmals zum Aufwärmen: Das System erzeugt sich aus den kollektiv gleichgeschalteten Denk- und Verhaltensmustern seiner teilnehmenden Individuen, als für das System wirksame Teilsysteme.
Da spielen BRD und DR überhaupt keine Geige, sind dies lediglich Namen für Sandkästen an einem großen Sandstrand von anderen Sandkästen in Sandkästen usw.
Das ist das Denken des „Ichs“: das Unteilbare überlagernd „teilen und beherrschen“ zu wollen.
An dieser Stelle gestaltet sich der gewohnt Konditionierte Sandkastenbesitzer als das, was man einen „Besetzer“ nennt. „Teilen und Herrschen“ findet für gewöhnlich bereits in den eigenen vier Wänden statt, während es „woanders“ empört wahrgenommen wird. Mangelnde Selbstreflektion macht es möglich, es nur „woanders“ sehen zu wollen: Der Splitter im Auge des anderen, während man den Balken im eigenen übersieht.

Wer schon mal was von „Besetzungen“ gehört hat, der weiß jetzt, was gemeint ist – nein, nicht das mit dem Besatzungsstatut.

Klassische Politik versucht sich mit einer ähnlichen Nummer: Sie färbt einen Teil eines Vanillepuddings oberflächlich geschmacklos um, während sie damit wirbt, dass der von ihr jeweils umgefärbte Teil auch nach der Wahl besonders gut schmecken soll.

So am Rande: Bei einer klassischen Wahl (basierend auf einem durch die BVerfG-Entscheidung vom 25.07.2012 rückwirkend (ab 1956) für ungültig erklärtem Bundeswahlgesetz, wie auch das aktuelle, es gibt also keine Rechtsgrundlagen mehr) wählt man sich stets nur die Pudding-Betreuer mit ihrem gefärbten Pudding-Part – von dem man naschen darf (muss).

„Jenes Kreuz, was man zur Wahl gemacht hat, ist jenes, was man am Ende doch zu tragen hat.“

Ich sage es mal so: Das war „früher“ so. Dass mittlerweile eine viel größere Nummer am Laufen ist, erkennt man, wenn sich das Gesamtbild globaler Veränderungen vor Augen führt. Das Opfer wird natürlich nur die Endzeitstimmung und seine angedachte Sklaverei erahnen wollen, die es in sich trägt und fleißig projiziert. Das hört sich beschissen an, ist aber so.

„Da berührte er ihre Augen und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben!“ Matthäus 9, 29

Die alte Weltordnung wird zu ihrer eigenen Geschichte und fungiert nur noch als mahnende Erinnerung, wie es NICHT funktioniert hat. Eine Geschichte, an der man die seit Jahrtausenden sie erzeugenden Denk- und Verhaltensmuster mit ihren wiederkehrenden Auswirkungen ablesen kann und darum geht es im Kern bei der Geschichte.

Alte Weltordnung = Matrix = der alte Bund = Mensch mit seiner Erstprogrammierung, die sein „Ich“, seine Persönlichkeit ausmacht = das (bisherige) System, mit der Eigenschaft vordringlich einseitigem und damit unvernünftigen Verhaltens im Empfangen, überlagert durch Nehmen, Bewahren, Sichern, Festhalten und Verteidigen.“

Ein System ist etwas, in dem bestimmte Prinzipien und Regelwerke gelten, die zu bestimmten Auswirkungen führen. Es geschieht mit System.
An dieser Stelle spontan gefragt: Wollen Sie, dass das alles noch so weitergeht?

„Wahnsinn ist zu glauben, dass man immer dasselbe macht, während man dabei ein anderes Ergebnis erwartet.“

Und da haben wir den Salat: Zum Umdenken benötigt es ein zweites „Umdenkstandbein“. Wohin soll man umdenken? Und vor allem: Von wo soll das Umdenken nach wohin auch immer stattfinden?

Eine zu überdenkende Haltung
„Geglaubt wird in der Kirche“, so heißt es. Man nennt seine Verkünder auch „Realisten“. In den letzten Jahren sind mir derer genug begegnet.

„Konservativ und Konserve haben eine Gemeinsamkeit: Etwas von gestern, für morgen aufheben.“

Die Politik verkauft für gewöhnlich das Gestern, weil ihr Wähler das Gestern gewohnt ist. Aus diesem Grunde, bedarf es hier eines Umdenkens, um den Kreisverkehr des Gestern verlassen zu können. Die Orientierung hin zum Gestern beruht für gewöhnlich auf einer Bestrafung des jungen Menschen, für sein eigenständiges (natürliches) Denken nach vorne.

„Das haben wir schon immer so gemacht.“

„Sie werden fürs Arbeiten bezahlt und nicht fürs Denken, Herr Berg.“

„Mit der Asche von gestern, lässt sich zumindest die neue Saat düngen.“

„Phönix durch die Asche.“

Realisten wissen nicht, dass auch sie glauben: an die Dinge, die sie anfassen, die sie ihr Eigen nennen und vor allem, Dinge die sie beweisen können oder beweisbar sind, die gestern (oder bereits) geschehen sind. Das gilt auch für wahrgenommene Probleme, die sie wahrnehmen und nicht selten gleich ihre verantwortlichen Schuldigen mit Rang und Namen herunterbeten können.

Und so wiegen sie sich in absoluter Gewissheit, denn das Feedback ihrer Aussagen, ist ja auch sofort belegbar. Und das macht sie stark und gleichzeitig zu Insassen ihres eigenen Kopfknastes – stehen sie an der eigenen Zellentür, den Schlüssel in der einen und den Daumen der anderen Hand auf dem Schlüsselloch und rufen: „Ich will hier raus, ihr Schweine!“
Ihr Fühlen, Denken und Handeln ist von der Verdrängung beherrscht.

Was den Realisten recht selten auffällt, sind ihre „eigenen, spontanen Ideen“, die im Kern von ihnen kategorisch abgelehnt werden müssten, da diese im Grunde ja nicht vorhanden sind.
Der Realist kränkelt auf diese Weise an seiner eigenen Argumentation. Denn Ideen lassen sich weder sofort beweisen, noch kann man sehen, anfassen oder sonst wie. Es handelt sich um ein systembedingtes Phänomen willkürlich-opportuner Verdrängung.

So etwas wie wirksame „Lösungen“ finden sich jedoch erst außerhalb der Konventionen. Konventionen sind jene von der Gesellschaft „erdachten“ Ereignishorizonte, die erst in einem Paradigmenwechsel überschritten werden. Tja, und genau den haben wir seit einiger Zeit.

Die jeder Fisch (er) kennt…
Ganz haarig wird die Sache, wenn man jenen versucht darzulegen, dass das Problem, was ihnen den Tag verdirbt, nur ein Phänomen ist und sich die damit verbundene Ursache anders herleitet, als der Betroffene gewohnt mit „hier Problem und da Schuldige“ zu meinen meint.

Die Denkweise zur Erfassung von Problemen (Phänomene, Symptome) unterscheidet sich von jener zur Entwicklung von Lösungen.
Und spätestens dann schaut man in jene ungläubigen und vor allem ungeduldigen Augen, wenn es um die Herleitung (Darstellung der Zusammenhänge) geht, die sich zwischen sicht- und spürbar wahrgenommenem Problem (Phänomen) und Ursache aufspannen. Einzelne Sachen und ihre vernetzten Sachverhalte.

So manche Realisten sind der lebende Beweis dafür, wie man es selbst nicht machen sollte und so jeder prinzipiell seinen eigenen Weg der Entwicklung zu gehen hat. Man benötigt „alles“, um zu erkennen.

Ganz besonders heftig reagieren so manche, wenn ihre dargelegten Beweise für andere so erdrückend sind, während die anderen einfach nicht darauf reagieren – ein Schauspiel sondergleichen. Wer in der Rechtsaufklärer-Szene unterwegs ist, weiß wovon ich rede. Das „Kämpfen gegen Windmühlen“ ist für gewöhnlich ein Hantieren gegen eine Verdrängung – nicht selten auf beiden Seiten. Denn Rechtsbeschäftigung ist lediglich ein Traktieren innerhalb(!) der alten Ordnung.

Wenn man erst einmal den Dreh raus hat, dass es um Bewusstwerdung, Wandel und der Zuwendung zum Leben selbst geht, kann man den anderen sogar für ihren „Klimbim“ danken und entspannt vorangehen.

Was die Trauer betrifft
Der Deutsche wirkt in seiner eigenen, selbstgeschaffenen Visionsarmut etwas kränklich, während er sich in weiter Zukunft ein güldenes Zeitalter erhofft, was sich aus den Ruinen von Gestern wiederholend erheben sollte, während er das naheliegende Güldene aufgrund seiner Programmierung nicht erkennt. Dies am praktischen Beispiel aus den 70er Jahren: Die weltweite Einführung des Sektionsbaus im Schiffsbau geschah hier auf diesem Boden. Das hat hier natürlich „niemand“ mitbekommen – jedoch die Japaner und Koreaner. Die haben es kopiert. Später kamen dann die Deutschen auch mal auf die „Idee“, nachdem die es bei den Koreanern und Japanern gesehen hatten.

Ich kann also sehr gut verstehen, warum das ganze „Flüchtlingstamtam“ hier stattfindet, stattfinden muss!

„Die ‚Michelisierung‘ der Kinder muss aufhören.“

„Und aus dem Grab drang schauerlicher Uriniengesang…“

Direkt ausgedrückt: Klassisch wird das so nix. Doch besteht die wunderbare Möglichkeit, daraus etwas zu machen… indem das Bisherige in Frage gestellt wird.

„Ist der Deutsche in seinem Sein noch zeitgemäß?“ „Für die alten Zeiten in jedem Fall… nicht zu vergessen, auch als Feindbild ist er hervorragend geeignet.“

Vom „Brauchen“ mag ich erst gar nicht sprechen. Man „braucht“ keine Menschen. Das wäre ja nur eine Instrumentalisierung. Sie können ja selbst. Jederzeit.
Ich entfremde da mal ein passendes Zitat über die „Deutsche Haltung“ von Klaus von Wagner aus der „Anstalt“, vom Oktober 2017:

„Wir haben in Perücken und Strumpfhosen vorgetanzt, wo es schief läuft. Wie tief müssen wir das Niveau für diese Entertainmentverwahrlosten da draußen hängen?“

Okay, in der „Anstalt“ wird aktuell noch von „Parteien“ gesprochen, nicht von „System“…

Da, schau her…
„Wir müssen etwas tun“, klingt es ab und zu, hier und da. Interessant wird es, wenn engagierte Kämpfer (für gewöhnlich im Verdrängungsmodus und auf Mitopfersuche) plötzlich das Argument der „eigenen“ Bewusstwerdung für sich verbuchen und dabei gleichzeitig stellvertretend über andere bestimmen, während sie auf Lösungen hoffen und „Herzenswärme“ aus üblicher „Problemreibung“ entwickeln.

„Die Anderen sind noch nicht soweit.“ „Fragen wir die anderen doch einfach mal selbst.“

Glauben hat im Kern nichts mit Kirche, also einem bestimmten Ort im Außen zu tun. Er ist Bestandteil unseres täglichen Fühlens, Denkens und Handelns – soviel zu Wandel und Religionen.

Es geht um mehr, als in den Büchern an Buchstaben, Worten, Sätzen und Gleichnissen wortwörtlich(!) abzulesen ist. Dazu benötigt es wieder den Glauben, um jenes hinter(!) den Gleichnissen erkennen zu können. Die anderen sind letztlich genauso ungläubig wie jene, von denen sie es behaupten, denn ist es lediglich eine Projektion.

Mangel an Glauben geht einher mit der Beibehaltung der Erstprogrammierungen des Menschen. Es war ja schon immer so. Und dort, wo die Hierarchie herrscht, findet sich jenes Denken – einschließlich gelebter Unvernunft und „Verdrängungswettbewerb“.
Es wird für gewöhnlich verdrängt, da ein Annehmen und anschließend selbstständiges Auseinandersetzen mit einem ungewohnten Thema ganz normal(!) zu einer Veränderung der eigenen Programmierungen und Sichtweisen führt. Deshalb muss dann plötzlich auch „in der Kirche geglaubt“ werden. Dort… woanders… nicht in diesem Moment, im Hier und Jetzt.

Ich stehe auf Entwicklung und mir selbst macht es echte Freude.

Begleiterscheinung
Zusammen mit dem Glauben taucht auch das Konzept der Schuld auf. Mit: „Die anderen sind Schuld“, wird dann gern „herumbegründet“, was im Kern jedoch auch nur eine Verdrängung ist, sich selbst NICHT mit einem Sachverhalt auseinandersetzen zu wollen – es sei denn, man hat das Prinzip dahinter erkannt (was nicht selten mit einer Verdrängung verwechselt wird, wie zum Beispiel: „Alle Banker sind sowieso Verbrecher“ und: „Alle wollen nur ‚das Beste‘ von einem“.

„Watson? Wo ist meine Pfeife?“

Schaut man sich den ganzen Zinnober an, so schuf sich der Mensch durch seine Erstprogrammierung ein System, wo immer irgendetwas räumlich oder zeitlich verdrängt werden kann.

„Geglaubt wird in der Kirche“ und: „Gestern war alles besser.“

„Wenn am nächsten Tag gilt, dass gestern alles besser war, dann ist das vom Prinzip her wie mit dem Schild in der Kneipe, auf dem steht: „Morgen gibt es Freibier.“ Es kann sogar Wirklichkeit werden, wenn man selbst ein Freibier ausgibt, jedoch nicht, wenn man nur darauf wartet, eines zu bekommen.“

Die Verfechter des Systems sind im Kern all jene, die bewusst GEGEN es kämpfen, ohne zu erkennen, dass sie auf diese Weise an das System glauben, während sie nahezu alles ablehnen, was ihren Gewohnheiten zu wider läuft. Deshalb macht Weiterdenken mehr Fetz.

„Grab‘ doch mal weiter. Vielleicht findest du noch’n paar Erdnüsse.“ John Silver, die Schatzinsel, 1966

Ladies und Gentlemen, das System hält sich durch den Verdrängungsimpuls am Leben, seine Existenz basiert auf der Verdrängung. Solange nicht verstanden wurde, was das im im Kern bedeutet, drehen sich die Akteure fleißig im Kreise – feinsäuberlich eingesperrt in ihren eignen Denk- und Verhaltensmustern, während sie auf Erlösung hoffen.

„Hoffnung ist ein Bettler.“ Jim Carrey

„Gestern war alles besser“, sagte ein Neandertaler zum anderen. Dieser entgegnete: „Was ist denn ‚gestern’?“

Es geht im Kern um Vertrauen. Und das „Ich“ misstraut allem, was mit seiner möglichen Veränderung einhergeht. Die Existenz zieht es aus dem eigenem, mangelnden Selbstvertrauen, was im Rahmen fortgeführter Fremdbestimmung „unter die Räder“ gekommen (worden) ist. Man kann es jedoch entwickeln.
Das kann der Mensch gut: sich entwickeln. Nur Gebrauch hat er bisher davon noch nicht so richtig gemacht. Sein ist ein Zustand, etwas inne zu haben und nicht nur Inhaber zu sein.

„Und warum fallen wir Bruce? Damit wir lernen können, uns wieder aufzurappeln.“ Thomas Wayne zu seinem Sohn Bruce, „Batman begins“

Der Realist klammert sich für gewöhnlich an alles Materielle, was seinem eigenen Nutzen dienlich ist und was er kennt. Das Gestern liegt ihm deshalb so man Herzen. Er nimmt in der Regel das an (er glaubt nur das), was: seinen Besitz vermehrt, bewahrt oder verteidigt.

Andererseits habe ich auch genug Akteure getroffen, die ein hohes Ziel angepeilt haben, jedoch mit keinem Satz den Zusammenhang vom aktuellen zum Umsetzungswunsch herstellen konnten. Die gewohnten drei „Z“ des engagierten Deutschen:

Zuerst müssen die anderen weg! Zunächst brauchen wir andere, die das für uns tun! Zumindest können wir ja schon mal fürs Wochenende einkaufen.“

Eigentlich sind es vier „Z“, denn: „Die Zionisten sind an allem Schuld.“

Alles was recht ist…
Das „Ich“ ist sehr gerissen, wenn es um die Wahrung seiner Programmierungen geht. Ein Bekannter sagte, wenn ihm ein Thema „zu weit“ ging: „Im Kern ist ja alles nur eine Illusion.“ Das ging mir irgendwann auf den Keks.
Eines Tages gingen wir wieder spazieren und er sagte, dass das Finanzamt ihm wieder mal eine „Rechnung“ geschickt habe und er regte sich lange darüber auf, dass er wieder so viel arbeiten müsse. Meine Antwort dazu, können Sie sich sicher denken.
„Im Kern ist alles eine Illusion.“, sagte eine Bekannte, worauf ich sagte: „Aber nur solange, bis der private Geldeintreiber, mit dem Titel „Gerichtsvollzieher“, wieder vor der Tür steht.“

In diesem Wandel ist der Glaube von fundamentaler Notwendigkeit, um aus dem selbstgeschaffenen Kopfknast herauszukommen. Wer nur seinen Besitz, Hab und Gut zu sichern gedenkt, wird damit natürlich nichts anfangen können und wohl noch ein bisschen länger darüber nach – besser: voraus denken.

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Gestern, als ein „Neues Morgen“, hat sich am Ende damit auch erübrigt.

Musikalische Untermalung (V2.0):

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