Begriffe und ihre Bedeutung – Teil 23: das Leben

Dass das Leben sich in seiner Vielfalt präsentiert, kann man wirklich nicht bestreiten. Vielmehr stellt sich die Frage, was macht das Leben in seinem wesentlichen Kern aus?

Der Gewohnte wird zum Fenster hinausblicken und sagen: Das ist das Leben. Es gibt ja kein anderes. Und wenn die Rechnung für ihn einigermaßen aufgeht, gibt er sich mit jenem zufrieden oder entsprechend unzufrieden, klagt er hin und wieder – egal wo.

Das Leben steht mit dem Menschen in einer Wechselbeziehung. Das was ihn das ganze nicht selten als Martyrium erleben lässt, sind seine Denk- und Verhaltensmuster (abgelegt im „Ich“ welches ihn denken lässt er sei es), die ihn das so wahrnehmen lassen, an denen er sich festklammert, während(!) sich um ihn herum langsam alles verändert.

Das Leben selbst ist und geschieht bedingungslos. Das ist wie mit der Liebe. Eine Liebste sagte einmal: „Erlebend, erliebend.“ Leben und Liebe sind ein Geschenk. Ein Geschenk beruht auf bedingungslosem Geben.

Der Mensch ist jedoch „verengt“ – besser: er ist halbfertig durch seine Erstprogrammierung (durch die Bedingung: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt“, dackelt er mit einem künstlich verlängerten Empfangen und Nehmen und damit verbundene Auswirkungen herum, auch bekannt als: gesellschaftlich tolerierte Unvernunft) auf der er noch zu beharren gedenkt, ablegt in seinem „Ich“.

Der Mensch ging damit so weit und schuf sich (unbewusst, es war ja schon immer so) ein, das Leben künstlich überlagerndes System, was sich nun in Bedingungen (engl.: Conditions), Konventionen, Vorgaben und Entsprechungen selbst ertränkt und damit auch das Denken, an dem der Mensch nach wie vor festzuhalten gedenkt.

Je mehr Engpässe ein System enthält, desto mehr Energie benötigt es, um sich aufrecht zu erhalten, während sich der Mensch dabei selbst entfremdet – bis er sich neu entscheidet und umdenkt oder vergeht.

Bei soviel wahrgenommenen Symptomen (gewohnter Begriff: Problemen), herrscht zwar im Menschen der Wunsch nach Lösungen  auch bringt er das klar zum Ausdruck, jedoch hält er gleichzeitig und nahezu kollektiv an den alten Denk- und Verhaltensmustern (und Bedingungen) fest, welche die Probleme erzeugen und aufrechterhalten.

Ein notwendiges Umdenken, wie es der Wandel mit sich bringt, geschieht von der gesellschaftlichen Basis aus, da das gesamte System aus den Denk- und Verhaltensmustern seiner Teilnehmer heraus entsteht. Da spielen weder wohlklingende Namen, noch Pöstchen, noch dicke Bankkonten, noch Besitztümer eine Rolle. Denn es geht um den Menschen und seine Konditionierungen an sich.

„There’s a man goin‘ ‚round takin‘ names
And he decides who to free and who to blame
Everybody won’t be treated all the same
There’ll be a golden ladder reachin‘ down“
The Man Comes Around, Johnny Cash

Ich komme dabei auch gern auf die viel geliebten „Eliten“, die sich im Kern durch eines entscheiden: Sie wissen, wie die Masse „funktioniert“, während die Masse das selbst nicht wissen mag. Aus diesem Grunde braucht es auch keiner übertriebenen Überzeugungsarbeit.

„Will you partake of that last offered cup
Or disappear into the potter’s ground?“
The Man Comes Around, Johnny Cash

„Die Mehrheit der Menschen wird den Wandel begehen, wenn sie mehr Angst vor dem Alten, als vor dem Neuen hat.“

Eine ernsthafte Frage: Haben Sie da Bock drauf? Wie gesagt, es ist eine Sache der eigenen Entscheidung, ob man sich der Klippensprung-Endzeitstimmung-Bewegung anschließt oder mutig seinen Weg geht. Das Opfer wird immer etwas zum Zögern, Zetern, Klagen und zum Greinen haben. Es gibt kein Mitnehmen, sondern nur ein Mitkommen.

„Bist Du Opfer oder Gestalter?“

Der Begriff „unmenschlich“ ist für die alte Weltordnung nicht Ausdruck genug. Der treffendere Begriff geht über den Menschen hinaus: Sie ist „unleblich“ und darin bewegt sich der gewohnt konditionierte Mensch und sorgt selbst für jene Engpässe, deren Ergebnisse ihm (über eine Verzögerung) wieder auf den Tisch serviert werden. Damit er lernt und erkennt – und nicht im Sinne von auswendig und damit verbundenem: „So tun, also ob…“.

Das „jüngste Gericht“ ist dabei nur jener Moment, wo man mit sich selbst ins Gericht geht, sich für das Hinwenden zum Leben oder… dass kann sich hier jeder selbst hinpinseln… entscheidet.

Die Nummer mit dem Umdenken und in die Neue Zeit „hineinschauen“ funktioniert erst, wenn der oberste Knoten und gleichzeitig der Weg zur Quelle der Alten Ordnung gegangen ist, siehe: „Das „Ich“ des Menschen und darin abgelegte Programmierungen“. Wer sich mehr und mehr mit diesem Thema beschäftigt, wird den bisherigen Bestrebungen und Aktionismen zunehmend weniger Bedeutung zumessen.

Wer Angst empfindet, ist dies lediglich ein Signal für ihn, dass ihm noch Informationen fehlen. Dabei kommt es nicht darauf an, die Geschichte oder die letzten einhundert Jahre weiterhin kunstvoll daherzubeten oder wie man mit dem nächsten Rechtskniff, seine Flocken und seine Hütte sichern kann.

„Das Alte muss erst weg, dann können wir das Neue…“ „Im Kern bedeutet die Aussage: die Programmierungen des „ich“ müssen vom Einzelnen überwunden werden.“

„Wer im Außen ständig Feinde sieht, sollte mal den (inneren) Arzt wechseln. Denn er ist Opfer seines „Ichs“ und untersteht diesem Joch.“

Der Wandel geht über die Konventionen hinaus – alle Konventionen. Früher oder später werden dies mehr und mehr erkennen – vielleicht reicht auch ein Leben dazu nicht aus. Wer will, dass es anders wird, macht es Sinn sich auch mit Lösungen zu beschäftigen, die sich NICHT durch gewohnte Anwendung von Methoden und Werkzeugen aus der Alten Ordnung hervortun, wie vor geraumer Zeit:

„Dein Glaube hat nichts mit göttlicher Wahrheit zu tun, er beruht ausschließlich auf satanischen Lügen, die in einen jämmerlichen Tod führen!
Wenn du auf deinem jetzigen, völlig gottlosen Weg bleibst, wirst du bald, mit den anderen gottlosen Menschen, jämmerlich bei den 7 Plagen sterben!“

Das klingt doch mal erfrischend.

Das alles geschieht nicht auf einer abstrakten für sich stehenden Ebene, aufgefüllt mit wohlklingenden philosophischen Worten, sondern steht mit der gewohnten Realität in Beziehung.
Dabei ist immer wieder amüsant, wie sehr versucht wird, „Philosophie“ als ein für sich stehendes Gebilde – irgendwohin verschieben zu wollen. Dabei lebt der gewohnte Mensch auch bereits nach einer Philosophie: die Gier nach der Gier, als ungeratenes und fertiges Zerrbild und alles besetzendes, greinendes und wimmerndes Wesen, was man im Kern mit ruhigem Gewissen aus diesem Universum entsorgen kann.

Das Leben selbst, was über das Dasein des Menschen hinausgeht, alles durchdringt und erfüllt, hält sich der Unfertige durch seine Konditionierungen nur selbst von diesem ab, in der Vorstellung mit Besitz, Hab und Gut bereits „von Leben“ sprechen zu wollen.

„George? Kannst du nochmal so’n Kaufhausdings-Film drehen?… Ja, den mit diesen schlecht aussehenden Statisten.“

Die Vernunft ist das wesentliche Verbindungselement zwischen der geistigen und der materiellen Welt. Darin findet sich die eigentliche Gerechtigkeit wie auch der natürliche Entwicklungsprozess. Dazwischen der verantwortliche und sich in Vernunft und Gewissen entwickelnde Mensch mit seinem „Ich“, mit der Aufgabe, sich aus seinem eigenen Joch zu befreien: Der Mensch als Untergebener seines unfertigen „Ichs“. Der Mensch gewohnt im Zwang, so handeln zu müssen, weil er dem Irrglauben verfallen ist, er sei sein „Ich“, während er jedoch nur eines hat.

„Fünf mal abgeschnitten, immer noch zu kurz.“

Es ist also alles nicht so weit weg, wie es gerne gewünscht und gehofft wird, sondern ist dem Mensch näher, als ihm wohl lieb ist. Denn: „Das ist ja eine schöne Philosophie“, ist hierbei nur ein wohlgeformtes Argument der Verdrängung. Umdenken findet im Kopf statt, möglicherweise erst, wenn das Konto leer ist, es kein Bargeld mehr gibt und die Geburtsurkunden vernichtet sind und nicht genug Pfandflaschen im Glascontainer.

Vernunft in ihre Entfaltung, ist die eigentliche Befreiung des Menschen durch sich selbst. Dann beginnt das Leben ihn zu durchdringen und sein konditioniert zombiefizierter Zustand findet damit ein Ende. Daraus leitet sich ein Tun ab, was sich durch bedingungsloses Geben und bedingungsloses Empfangen zum Ausdruck bringt, mit der geistigen Ausrichtung am natürlichen Entwicklungsprozess, also hingewandt zum Leben selbst.

Die Entscheidung führt sozusagen zu einem Selbstheilungsprozess im Menschen selbst.

„Ach, das klingt ja alles so einfach gedacht…“ „Das stimmt. Sie können jedoch auch Tabletten beim Arzt aufschreiben lassen.“

„Ich kann mit deiner Philosophiererei nichts anfangen. Schau, das ist ein Hammer. Damit kann ich etwas anfangen.“ „Das ist kein Hammer, sondern nur die Idee eines Hammers.“

Das klang jetzt sicher sehr abstrakt und philosophisch, betrifft jeden jedoch unmittelbar selbst. Abstrakt ist es, damit jeder seine eigenen Gedanken und Sichtweisen damit verbinden kann. Denn alles andere wäre wieder nur ein Vorgeben von Richtinhalten und gewohntem Nachgackern. Und das ist ja Unfug und führt zu Fremdbestimmung und Manipulation.

„Die Darstellung der Vernunft wurde Ihnen heute präsentiert von…“

Um das Gedankengut auf eine verständliche Form und greifbare Anwendbarkeit zu bringen, aus der sich auch ein Handeln daraus ableitet. Mit Hilfe der Prinzipien und Regelwerke des Lebens kann unter anderem Unternehmensstrukturen so gestalten, dass sie die Fähigkeit entwickeln, ein vielfaches an Produktivität an den Tag legen, während der Mensch darin, locker das macht, was er am besten kann – all dies nebenbei ohne Macht- und Führungsebenen und abseits gewohnter Fremdbestimmung – vereinfacht ausgedrückt.

Das Zauberwort lautet hier: Selbstregelmechanismen.

War Ihnen das jetzt Leben genug?

P.S. Die Bundesregierung ruft zum Wettbewerb: „Die verfassungsfeindlichste Webseite 2017“ auf.

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