Briefe nach Israel

Werter Herr Netanyahu,

es ist eine spannende und bewegende Zeit. Ich mag das. Vor allem, wenn man sowohl Gefühl und wie auch Erkenntnis für die wesentlichen Dinge entwickelt hat. Eine Zeit, in der die alte Weltordnung aus Kaufleuten und unbewussten Wertschöpfern zunehmend zu Ende geht. Das Geldsystem, als Spiegel einer in sich leere Gesellschaft auf der konditionierten Suche im Außen nach bedingter Liebe, Zugehörigkeit, Anerkennung und Aufmerksamkeit.

Man erkennt, warum Jakob der Liebling der Mutter war. Okay, die ganze Nummer beruht auf einer Täuschung. Erlauben Sie mir den kleinen Scherz.

Eine Weltordnung, die wirklich notwendig war, um aus dem was nicht geht, jenes sich entfalten zu lassen, was funktioniert. Ich musste schmunzeln, als ich in der Beschäftigung mit dem Wesen der alten Weltordnung über „Israel“ stolperte, was aus dem Hebräischen kommt und „Gottesstreiter“ heißt. Nicht jener der für, sondern mit Gott stritt. Jakob also lediglich mit seinem Inneren haderte und man sich fortan in einer Scheinwelt aus zunehmender Komplexität zu bewegen begann.

Bei mit begann es sichtbar in 2006, als ich zunehmend merkte, dass hier in Deutschland etwas nicht stimmt ungeachtet, dass ich mit diesem Gefühl zur Welt gekommen bin.

„Der Mensch macht sich durch Verschiebung der Verantwortung selbst zum Sklaven und schafft so seine Herren, die ihm sagen, was er zu tun hat.“

Das Wesen ist die Bewusstwerdung.

„Der Terrorist im fremden Land, ist der Held im eigenen“, warf ich in den Raum auf den Gedanken über „Gut und Böse“, in einem persönlichen Gespräch mit einem ehemaligen, ausländischen Staatsanwalt, der als Halbjude zudem Philosophie und Theologie studiert hat.

Das Wesen der alten Weltordnung ist die Hierarchie und mit ihnen die „Vorgesetzten“. Man kann nicht ohne das Göttliche nur mit ihm – vereinfacht ausgedrückt. Die alte Ordnung geht zu Ende.

Ich danke Ihnen für Ihr Sein.

Liebe Grüße aus Deutschland
Alexander Berg

(Gesendet in englischer Sprache.)