Chaos und eine überholte Vorstellung von Komplexität

http://tinyurl.com/2wafhcd (Handelsblatt)

Während mehrheitlich gelerntes Verhalten Probleme an den auftretenden Stellen lösen möchte, schuf sich der Mensch auf diese Weise eine immer undurchdringlich erscheinende Welt lose aneinander gewürfelter Problemlösungen und Problemlöser – ein Wirrwarr selbst geschaffener Komplexität, was seit langem schon ein Eigenleben führt und täglich zu neuen Ausblühungen und merkwürdigen Phänomenen führt.

Noch hartnäckig davon überzeugt, neigen Akteure weiterhin zu diesen klassischen Lösungsmustern, im Glauben irgendwann wieder zum eigentlichen Tagesgeschäft zurückkehren zu können.

Chaos ist lediglich ein Systemzustand, in dem gelerntes Wissen seine Wirksamkeit verloren hat (Dies gilt auch für die Zeit nach dem „Chaos“). Es stellt somit auch nur einen Übergangsprozess von einem Systemzustand in einen nächsten dar. So etwas wie Chaos ist also kein Dauerzustand. In der Tat sollte man sich der Frage stellen: Was sind dynamische Systeme und wie reagieren sie, wie gestalten wir sie und ihre Zusammenhänge?

Dazu bedarf des Zulassens, das wir es bei allem mit Zusammenhängen zu tun haben, der Mensch darin sich nur zurechtfindet, beginnt er dies anzunehmen – auch wenn er es im ersten Schritt nicht zu verstehen mag (schließlich hat vorhandenes Denken bisher ja funktioniert).

Der Mensch hat sich durch sein gelerntes Verhalten selbst die Komplexität geschaffen, die ihm nun um die Ohren fliegt. Komplexität ist heilbar – wenn man will.

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