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Gleich auf welcher Ebene man sich thematisch bewegt, irgendwann landet man an einem Punkt, wo es nicht mehr ausreichend ist, sich am Gewohnten argumentierend festhalten zu wollen. Es sei denn, man beschäftigt sich im Dialog um der Beschäftigung und des Wettstreites willen. Das nennt man dann Diskussion im geschlossenen Raum. Derartige beobachtete Szenarien, habe ich den Rücken zugekehrt und für mich entschieden: „Es hat so keinen Zweck.“

„Man braucht niemanden zu überzeugen.“ „Ja, aber wir müssen doch…“

Wirklich jeden betreffende, wesentliche Themen werden tabuisiert und es wird sich für alles interessiert, was mit „Ameisen, Möhrchen und Blümchen“ vergleichbar ist.
Unverständlich bleibt, dass zwar „Lösungen“ erwartet werden, doch ein Zuhören der ungeduldigen „Lösungsforderer“ gleichzeitig nicht gewünscht ist – vielleicht, weil das „Geforderte“ nicht den „gängig vereinbarten Denkmustern“ entspricht.

„Wir müssen was ‚dagegen’ tun“, bleibt am Ende der Fahnenstange meist übrig.“

So macht man sich lieber nur Gedanken, dass man wohlmöglicher Weise „unterwandert“ werden würde, was sich letztlich nur auf mangelndes Selbstvertrauen in der eigenen Sache begründet. Erkennbar, dass nicht jedes Thema jedermanns „Geschmack“ trifft auch wenn es noch so auf ihn zutreffend ist.
Und ganz besonders ruhig wird es dann, wenn man sich plötzlich mit sich selbst beschäftigen soll, wenn es um die eigenen Denk- und Verhaltensmuster geht. Und das geht ja schon mal gar nicht. Also heißt es Selbstablenkung und Beschäftigung mit fernen Themen – je ferner, je besser.

* „Das ‚System’ nährt seine Existenz aus den konditionierten Denk- und Verhaltensmustern jener, die ihm ergeben sind und jenen, die es bekämpfen.“ „Dann sind wir ja am Arsch.“ „Bei der Denke schon.“

Hat man diesen Punkt überschritten, der nichts mit einem Aufgeben oder Gewinnen wollen zu tun hat, erkennt man dass die „Systemaussteiger“ sich lediglich als „das System befürwortende Widersacher des Alten“ präsentieren, was wiederum nur innerhalb seines Regelwerkes vereinbarter Denke existiert und seine Gültigkeit besitzt.

Heute ist mir klar geworden, dass Opfer geopfert werden, weil sie als Opfer aufwuchsen, sich wie Opfer benehmen, auch so behandelt werden – und enden.

Mein Kollege sagte heute Mittag, dass es einfach nicht sein kann, dass so wenige dieses Wissen über die Konventionen hinaus entwickeln, während über 99,99% es konsequent ablehnen oder schlichtweg ignorieren.

Also macht man „sein Ding“, während die „Änderungsbereitschaft“ vom alten System bei den Hartnäckigen weiter „vorangetrieben“ wird.

Und dabei geht es im Kern nicht um „entweder oder“, sondern darum, die gemeinsame Überschrift zu erkennen, derer sich die Mehrheit sowohl auf der einen wie auf der anderen selbst verschließt.

Was bedeutet, dass es mit konventionellen Mitteln nicht geht und weiterdenken angesagt ist.

„Einem Fisch kann man nicht erzählen, dass er im Wasser schwimmt.“ „Stimmt. Bewusstwerdung ist von Natur aus auch kein degenerativer Prozess. Nur der Mensch hat es geschafft, dies umzudrehen.“

„Wenn man einen Sumpf trockenlegen will, darf man nicht die Frösche fragen.“

Doch auch hier scheint der Zeitpunkt in den Köpfen noch nicht gekommen zu sein und so bewegt sich die Mehrheit weiter in ihren „bekannten“ Denk- und Verhaltensmustern, in einer sich kollektiv zuspitzenden Situation der Systemanhänger*.