Da musst du mal den Arzt wechseln!

Der wesentliche Text – nach der EU-Beweihräucherung – beschränkt sich auf ein paar karge Worte. Insgesamt vier Zeilen verbraucht man für die Nachricht in der E-Mail. Die Überschrift lautet: „Das neue Maserschutzgesetz“.

Der morgendliche Blick noch leicht getrübt, scheint es sich also um ein „Gesetz zum Schutz der Masern“ zu handeln. Ob es sich wohl hier um eine aussterbende Art handelt? Wer weiß?

Ich mags, wenn sich die Politik engagiert und etwas bewirken möchte und vor allem gern mit der Angst der Masse spielt, während sie sich gleichzeitig mit süßen Worten als ihr Beschützer andient – so wie dies die Geldleiher früher noch bei den Königen taten, wenn sie am Seiteneingang darum baten, vorsprechen zu dürfen.

Der Bürger weiß nicht, dass seine ihm belassene Unkenntnis – er soll/will ja nur wählen, arbeiten und Geld verdienen (während andere jedoch den Wert des Geldes und auch seiner Arbeit über die Geldmenge bestimmen.) – immer wieder zum Verhängnis wird.

„Letzte Woche hat unser Gesundheitsminister Jens Spahn das Masernschutzgesetz vorgestellt. Ab März 2020 wird es kommen. Damit möchte er eine weitgehende Impfpflicht für Kinder und Betreuer in Kitas und Schulen durchsetzen und so die Impfprävention zu stärken. Eine Impfpflicht ist immer umstritten, jedoch ist deine Krankheit meist weitaus schlimmer.“ (Anmerkung: der Schreibfehler hat was für sich. Okay, meine manchmal auch. Es handelt sich wohl um eine „Freud‘sche Fehlleistung“.)

Anhand eines solchen Gesetzes scheint die Verzweiflung nicht nur groß zu sein, sondern „übersieht“ man artig-geflissentlich, dass das Thema „Masern“ bereits vorbei ist, siehe: „Dr. Stefan Lanka und das Masernvirus“
Somit verkommt das Thema zu einer subtilen Machtinszenierung, um so den Schäfchen noch weiter „ein guter Hirt“ (und Schlächter) sein zu wollen.

Habe es selbst erlebt, wie ein Mann im Angesicht einer herziehenden und alles vernichtenden Vogelgrippe in vorauseilendem Gehorsam zu einem ängstlichen Kaninchen mutierte und dann auch für immer verschwand. Ich kenne auch die listigen Blicke derjenigen, wenn sie wissen, dass ihnen andere dadurch gehören. Den Blick legen sie natürlich nicht auf, wenn sie mit ihrem „Eigentum“ sprechen.

Wenn ich meine Erfahrung und die der Söhne heranziehe, entpuppt sich so ein Kindergarten mehr als buntgestalteter Gulag für möglicherweise Schwererziehbare, Obrigkeitshörige, Duckmäuser, Astronauten, Terroristen, Reichsbürger, Sichselbsthasser, Allehasser und Staatsfeinde, wo man im Kern nur lernen soll, gegenüber fremden(!) Personen gehorsam zu sein, während die Mütter wenigstens am Vormittag mal ihre Ruhe vor dem Gekreische haben.

„Heil, mein Führer!“

Die FAZ veröffentlichte unter der Rubrik „Briefe an die Herausgeber“ am 26. August 2013, Ausgabe Nr. 197 „… die „Befreiung des deutschen Volkes vom Nationalsozialismus und Militarismus“ sei eine rein deutsche Angelegenheit.“

„Das ist ja obszön!“ „Genau. Die leise Selbstvernichtung funktioniert auch nur, weil die Masse sich nicht entwickeln mag und mit jeder Generation eine weitere geistige Erosion stattfindet. Das muss wohl auch so sein – bis vielleicht irgendwann erkannt wird, dass gestern alles doch nicht besser war – nur damit man nicht denken muss.“

Sehen Sie, dass kann ich den ganzen Tag, wenn es sein muss. Denn letztlich handelt Politik absichtlich so, weil es wirklich an der Zeit ist, dass der Mensch aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit – genannt Komfortsofa – herauswächst und damit auch der Grund der Politik für ihr Handeln zu danken.

Der gewohnte Denker mag darin eine Ungerechtigkeit erkennen, war er in der festen Annahme, dass es ewig so weitergehen würde – wenn er beim Kreuzchen machen nur fest genug aufdrückt.

„Wir wollen, dass ihr es mal besser habt, als wir… (wenn ihr so seid, wie uns das gefällt)“, während jene später wieder arbeiten und Geld verdienen gingen.“

„Und es herrschte Heulen und Zähneputzen.“

P.S. Wer immer sagt, dass er nicht kann oder keine Zeit hat, hier ein Filmtipp: „Die Theorie besagt, dass die Sprache, die man spricht, das Denken prägt.“ Arrival, 2016