„Das Ende naht… schon wieder…“

(v1.2) Am Wochenende geht der Versailler Vertrag zu Ende. Tja. Was soll ich da sagen?

„Frau Müller! Bitte in die „Fünf“! Das Besatzungsrecht läuft aus!“

Gerade erhalte ich eine ganz tolle Audionachricht auf mein Handy, wo ich schon mal meinen Rucksack (ich habe keinen) mit Dokumenten (ich habe keine), Trockenfleisch (besser: drei Wienerle aus Schweinefleisch), Wasser (das aber gefiltert, hier in der Trinkflasche) und Instantgerichte (ja, ich habe drei Stück) bereithalten soll. „Teddy“ ist auch dabei und meine Kuscheldecke.

Seit Neustem gibt es das Mobilgerichtsgesetz: „Alle Gerichte jetzt zum Mitnehmen.“ Das ist besser als die üblichen Standgerichte, sagt Mama.

Ich weiß nicht so recht, ob ich dann einfach so gehen soll. Denn erst gestern hat mir ein Mann was von Ebola-Kranken aus Afrika erzählt. Vielleicht hole ich mir nebenan noch eine Limonade (Bluna). Wer weiß, ob das nächste Woche noch geht?

Zumindest habe ich zum Laufen noch ein paar Turnschuhe und Schuhe mit breiten Klettbändern. Die kann ich schon ganz alleine zumachen.
Wohin ich damit laufen soll, wo ich doch schon angekommen bin, weiß ich allerdings nicht. Die nette Dame aus der Audiodatei hat wohl mehr Ahnung.

Wenn am Wochenende der Versailler Vertrag ausläuft, dann sind die Reichsbürger fein raus. Mama sagt immer: „Neue Betreuungsanstalt mit neuer Führung.“
Ich kann die dreißig Reichskanzler – von denen ich ganz, ganz viel im Internet gelesen habe, auch gut verstehen, warum sie so toll ehrlich und sooo fleißig waren.
Ich wollte immer so einen tollen Ausweis haben. Doch Mama hat gesagt, der sei zu teuer. Da habe ich mir einfach selbst einen gemacht.

Wie sagt Mama immer? „Mein Sohn: Du bist ja gar nicht mehr da, denn du lebst auf der Erde und nicht in(!) einem „Staat“. Ja, das sagt Mama.

Die UN, sagt Mama, wird auf Basis ihres Betreuungsabkommens mit Namen „UN-Charta“ sicher wissen, was gut für alle ist. Die Behörden wissen immer, was für mich richtig ist. Ach, ich vergesse das ja immer, ich bin ja nicht mehr in der Betreuung. Ich liebe meine Mama.

„Nächste Woche geht die Welt unter!“ „Verdammt, ich muss noch einkaufen.“

Die Bundeswehr und die Polizei haben jetzt auch ganz, ganz viel zu tun. Sicher werden die dann auch laufen müssen. Fliegen geht ja nicht mehr.
Sicher trifft man sich auf dem Weg nach… ja, nach wohin wohl?
Zumindest heißt es in der Nachricht, die hätten ja alle Ausgangs- und sogar Urlaubssperre. Mh. Also können die ja gar nichts machen, weil die dann ja Hausarrest haben und nicht raus dürfen.

Die freundliche Frau in der Audionachricht macht auch darauf aufmerksam, dass höchste „Terrorstufe“ sein soll und die Muslime schon in den Moscheen feiern.
Man warnt, dass sie nur nachts angreifen und wollen, um „uns“ zu töten. Sicher haben die was anderes zu tun, denn dann könnte ich ja keine Nachrichten mehr vor dem Schlafengehen schauen.

Mittlerweile sind es nur noch zwei Wienerle. Naja, vielleicht tun es ja dafür auch fünf Avocados. Mama hat sie versteckt. Hi, hi. Ich weiß aber wo.

Drüben müht sich gerade der FDM-Drucker von meinem großen Bruder mit dem letzten Teil des „Taufbeckens“ ab. Der Druck ist prima und ohne Stützmaterial, sagt er immer. Von den fünf Avocados fehlt doch schon eine.
Mit so einem FDM-Drucker kann man ganz viele tolle Sachen machen – vorausgesetzt man kann so was mit technisch. Schade ist, dass er keinen Kaffee für Mama machen kann.
Nun gut, ich trinke ja nur Tee und Wasser – gefiltert natürlich – und Caro-Kaffee. Gefiltert ist so was von wichtig, denn es könnte ja sein, dass das Wasser aus dem Hahn mit „Ritzihn“ verseucht ist. Ja, man will den Deutschen ans Leder! Sagt Mama.

Der Deutsche ist ein beleidenswertes Wesen, … denn das steht in so einem Buch drin: … VOR Gott und den Menschen…, was bedeutet, dass er irgendwie kein Mensch sein kann, was er wohl auch nicht weiß.

Die Mehrheit weiß ja den Unterschied zwischen Mensch und Person nicht, deshalb kann man mit ihnen ja alles treiben, sagt Mama.

„Angenommen, Sie hören in einem Kreuzworträtsel folgende Melodie…“

Mama sagt, so ein anderer Mann, der schon so lange tot ist, hat immer gesagt: „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst“, sagt Mama.

Also warten wir es mal ab und ich überlege, ob ich nicht doch noch einen Beitrag schreibe. Ach so. Der steht ja schon da.

P.S. „Drei Mal werden wir noch wach, und dann gibt es was aufs Dach.“

Nachtrag: Da waren ja noch Fehler drin… 😀 Das kommt davon, wenn man sich beim Schreiben kaputtlacht.