Das Ende – oder: Was auf der Strecke bleibt, Teil 5: Heimat und Gehörendes

(v1.1) Wie schön war es doch früher in der Heimat. Kultur, Musik, Trachten und Traditionen. In der Vorstellung, der Boden auf dem man stand und steht gehöre einem, sorgte dies natürlich für reichlich Kampf und Eroberung und wer Geld hatte, konnte sich den Boden leisten, während derjenige, der kein Geld hatte und leben wollte, sich mit seiner Familie in die Frondienste des Gutsbesitzers begeben musste.

Nicht anders ist es, wenn man zur Bank geht, und für ein Grundstück mit einem Häuschen darauf einen Kredit – besser: ein Dar-Lehen zu nehmen bereit ist und man so zum Dar-Lehensnehmer wird.
Dabei ist zu wissen, dass das, was später vom Dar-Lehensnehmer als „Geld“ deklariert wird, die Bank spricht ja gern von „Sichteinlagen“, mit Zinsen beaufschlagt wird, die durch Mehrarbeiten in Form der Schaffung von Werten zusätzlich erwirtschaftet werden müssen.
Von den Zinsen lebt der Dar-Lehensgeber, was letztlich ein Lehensverhältnis ist.

Da es ja alle so machen, fällt kaum jemandem die kollektive Versklavung auf. Und wenn der Dar-Lehensnehmer in dieser Situation noch ein Konto hat und von den Zinsen der Bank noch etwas abbekommt, so erscheint dies nur für ihn von Vorteil zu sein, während er dadurch nur – wie alle anderen – in eine gegenseitige Selbstausbeutung gelangt. Fehlendes Denken und mangelnde Empathie machen es möglich.

Zinsen werden in der Betriebswirtschaft mit „Kosten des Geldverkehrs“ bezeichnet, während sie das „Symbol der Versklavung des Menschen“ verkörpern. Welche Bedeutung auf einmal die Symbolebene erlangt.

Auch diese „Nummer“ funktioniert nur, weil man kollektiv in der Vorstellung unterwegs ist, etwas gehöre einem selbst. Es herrscht ein verzerrtes Bild vom Selbst.
Dabei ist es lediglich ein Festhalten, eine Besetzung von etwas, was einem nie gehören wird. Und mit dem Schaffen von „mein“ und „dein“, betreten auch jene die Gedankenwelt, diesem „mein“ habhaft werden zu wollen.
Dies in Verbindung mit der gewohnten, gesellschaftlich tolerierten Unvernunft, ein heißes Eisen für Konflikte jeder Art.

So kursiert auch die Vorstellung von „Bodenrecht“ – verteidigt von all jenen, die sich noch in der Besetzung (durch ihre eigenen Konditionierungen, Denk- und Verhaltensmuster und davon abgeleitete Vorstellungen, Traditionen und Konventionen) bewegen.

Das ist auch verständlich. Es war ja schon immer und überall so. Wenn man ständig im Verteidigungsmodus (im Kern im Verdrängungsmodus) unterwegs ist, wird dadurch der eigene Entwicklungsprozess lahmgelegt. Das ist auch der Hintergrund der vielen „bedrängenden“ Themen, um die Mehrheit in diesem Modus halten zu wollen – besser: durch sie sich selbst in diesem Zustand hält – während sie nach „Befreiung“ schreit. Mangelnde Selbstwahrnehmung und mangelndes Selbstvertrauen in das eigene Handeln machen es möglich.

Die Masse „funktioniert“, weil sie sich selbst keine geistig-zeitlichen Freiräume schafft. Das ist auch der tiefere Sinn für den Beitrag „Ich mag beiläufig auf ein paar Sachverhalte hinweisen“ von vor ein paar Tagen. Wer sich ständig einredet, dass er keine Zeit hat, wird in der Tat keine haben, weil sein „Ich“ ihm sagt, dass er keine Zeit hat und er noch nicht verstanden hat, dass er sich auch so selbst umprogrammieren kann.

Sein Verhalten der selbst gemachten Machtlosigkeit, lässt ihn so zum Opfer werden, was irgendwann auch dafür herhalten muss. Nur das Opfer entwickelt Strategien, plant und geht taktisch vor, um Vorteile, Gewinnen und Sicherheiten für sich verbuchen zu können.

Solange man sich in der Verteidigung (Verdrängung) bewegt, bleibt der Entwicklungsprozess und der Blick über den gewohnten Tellerrand auf der Strecke und es läuft eine Art „Not- und Verteidigungsprogramm“: „Ich muss ja existieren!“

„Das mag zwar alles richtig sein, doch wir müssen kämpfen.“

Das es sich hierbei nicht um den Menschen selbst, sondern nur um die strukturelle Erhaltung seines ihn in der Regel beherrschenden „Ichs“ handelt, nach dem der Mensch „funktioniert“, ist ihm selbst nicht klar: „Es war ja schon immer so.“

Vertrauen zum Leben selbst kommt in der Regel erst gar nicht zustande, da nur die Vorstellung vom vorhandenen System existiert, in dem man ja „kämpfen“ muss. Was wiederum zeigt, dass es sich um eine reine Kopfsache handelt. Doch wer will schon, dass es wirklich – und vor allem da – anders wird?

Und wenn „man“ ja sowieso nichts ändern kann (auch das ist nur eine gebetsmühlenartige Selbstprogrammierung), dann bleibt zumindest das kollektive Klagen und sich beschweren. Wer sich jedoch beschwert, erleichtert sich nicht. Doch zumindest ist man beim Heulen und Zähneknirschen ja nicht alleine.

In der Regel soll sich endlich „etwas“ ändern – meist im Sinne der Verdrängung – während man hofft, nicht selbst davon betroffen zu sein, während die geschaffenen Glaubenssätze von der Bedeutung von Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut weiter für das notwendige „Funktionieren“ der Gläubigen sorgen – verständlicherweise innerhalb des gewohnten Rahmens der alten Ordnung.

Dass sich das alles mittlerweile ändert, sieht man ganz prima an den Gesetzen, die ohne räumlichen Geltungsbereich eines Staatsgebietes (was auch nur eine Fiktion ist) unterwegs und nur noch belohnte Glaubensgebilde sind – dem Glauben an das positive, vom Menschen geschaffene Recht. Die einen, die dafür belohnt werden, es durchzusetzen und die anderen die sich im Grunde dagegen wehren, etwas weggenommen zu bekommen.

Beide bewegen sich jedoch in einer kollektiv vereinbarten Illusion, es entweder kriegen oder verteidigen zu wollen. Da kommen mit die Georgia Guidestones in den Sinn, die auch bedeuten können, dass es ggf. nur 500.000.000 Menschen begreifen werden.

Da muss sich also endlich etwas tun! Die Frage ist hierbei gewohnt: Wer ist der nächste und endgültig mal gerechte Vorgesetzte, dem man sein „Vertrauen“ und seine „Stimme“ geben kann. Dies, während sich die bunte Parteienvielfalt um die Aufmerksamkeit ihrer zur Wahl berufen fühlenden Befürworter tummeln.

„Der Hörige hört gerne seine Meinung von jenen, die er dazu auserkoren hat, sie ihm erzählen zu dürfen.“

„Ja, aber wir brauchen doch…“, ist hierbei lediglich das Argument, an den gewohnten Vorstellungen festhalten und das Denken und damit die eigene Entwicklung unterlassen zu wollen. Denn dafür wird man ja nicht bezahlt. Und wer denkt, gehört nicht dazu. Alles Vorstellungen, die mittlerweile das Zeitliche hinter sich gebracht haben.

Um es so auszudrücken: Das Morgen gestaltet sich nicht durch Wiederholung, sondern durch Infragestellung des Gestrigen. So einfach ist das – vorausgesetzt, man hat den Sinn dahinter auch verstanden, verinnerlicht und sein Denken und Handeln darauf angepasst.

Übliche Vorstellungen im Zusammenhang mit Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut sowie dem Verdrängen von „Unannehmlichkeiten“, führen nur den bekannten Symptomen, Aktionen und Reaktionen, denen man sich – und das ist die Crux – mehrheitlich gleichzeitig zu entziehen versucht wird.

Kriege werden nur deshalb geführt, um Boden, Ressourcen und Wertschöpfungsfähigkeit unter ein Joch bringen zu wollen.
Da erscheint es doch sinnvoll, warum „die Welt“ nach Europa kommt, um sich nach diesen vielen Jahrhunderten persönlich dafür zu „bedanken“.

„Heimat“ ist kein Boden, auf dem man wandelt, sondern eine innere Einstellung und natürliche Zugehörigkeit von Menschen – zunächst im Sinne ihrer Sprache.

Vorausgesetzt, man hört damit auf, mit dem Gestern auch morgen noch kraftvoll zubeißen zu wollen, eine Staatsangehörigkeit nachweisen zu wollen, während übersehen wird, welchen „großen Bruder“ man seine Untertänigkeit kund tut. Es wird nicht gedacht und kapiert, sondern in der Regel nur kopiert.

„Asgard ist nie ein Ort gewesen, es ist das Volk.“ Thor, Ragnarök

Der Grund, warum an eine „Staatsangehörigkeit“ wegnehmen kann, liegt einfach daran, dass sie nur eine Fiktion ist – wie der Rest, der damit im Zusammenhang steht. Der Mensch, der sich so eine zu verwaltende Person schafft, entmündigt sich nur selbst, wenn er darauf steht. In Hoffnung und Erwartung auf Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut und damit verbundener gesellschaftlicher Stellung.

Das bisherige System (die alte Weltordnung) ist ein Konstrukt, was sich gegen das Leben selbst stellt, indem versucht wird, das Leben selbst durch menschliche Errungenschaften, Denk- und Verhaltensweisen nachahmen, verdrängen und vergessen zu wollen.

Was macht also mehr Sinn, als die bisherige Bedeutungsexistenz jenes Systems schrittweise – bis zur Gänze – in Frage zu stellen?

Sicher geht das nicht wenigen gegen den Strich und so versuchen sie sich in der Feindbildprojektion, um weiter alles verdrängen zu wollen, was sich gegen ihre Vorstellungen, Traditionen und Konventionen zu wenden scheint. Kampf und Verteidigung machen sie blind – ohne dabei zu erkennen, dass ihr „Ich“ sie dazu instrumentalisiert, notfalls bis in ihren eigenen Tod. Das lässt sie alle zu Gleichen unter Gleichen werden.

„Der Mensch hat ein „Ich“, nach dem er „funktioniert“, jedoch ist er nicht sein „Ich“. Und mit dieser Erkenntnis kann er sich selbst befreien, von dem Joch – seinem eigenen Joch. Die Verdrehung hat er ja bisher kennen gelernt. Jederzeit ist Zeit zum Um- und Weiterdenken.

Gleich was Sie ersinnen oder gedenken wiederbeleben zu wollen, ob dies nun ein klassischer Rechtsstaat, eine Simulation davon, eine Gemeinde oder ein „Bundesstaat“ sein soll, es sind nur Fiktionen, die in der Regel nur der Abgrenzung von „anderen“ dienen. Menschen leben in keinen Staaten! Es sind nur Personen, die verwaltet werden in einer Simulation von Leben, einem „Leben“, was sich durch Freiheiten und Freizügigkeiten und sinne fortwährender Fremdbestimmung zum Ausdruck bringt!

Dafür gibt es auch keinen Schein oder eine Urkunde, den man beantragen kann, was einem eine Behörde ausstellt, um dann aus dem System heraus zu gelangen! Deshalb kann man sich das ganze Traktieren, Geschreibe, Staatsgehabe und „Ausweisgebastel“ getrost ersparen. Es bewegt sich gedanklich nur innerhalb der alten Ordnung, in der jeder Staat oder jede Simulation von Staat nur eine Institution ist.

Leben oder Simulation: Der Mensch hat die Wahl
Im Grunde genommen ist der Mensch ein der jeweiligen natürlichen Gegebenheiten angepasstes Wesen, was den Willen, die Kraft und die Begabung besitzt, sich überall anpassen zu können. Die Selbstreflektion gibt ihm die Fähigkeit, sich mit Hilfe des Wahrgenommenen selbst entwickeln zu können. Da sind Staaten und Verwaltungen und alles, was zudem keine Wertschöpfung betreibt, nicht erstrebenswert. Es sei denn zu ihrer Infragestellung.

Die Selbstreflektion lässt ihn vom Tier unterscheiden. Aktuell wird die mehrheitlich durch die verhaltensgewohnte Verdrängung überlagert, was die Akteure mehr wie „Halbmenschen“ agieren lässt, in der festen Vorstellung eine neue Fiktion (die sich wieder gegen das Leben selbst stellen würde), gegen eine bestehende austauschen zu wollen. Das nennt sich im übrigen Revolution (engl. to revolve = sich im Kreise drehend), wo „ungerechte“ gegen „gerechte“ Vorgesetzte ausgetauscht werden.

Wenn Sie sich also organisieren wollen, dann geht dies über die Fähigkeit der Wertschöpfung und gegenseitigen Unterstützung, bei der Lösung von fach- und an Themen gebundenen, praktischen Herausforderungen. Man kann es als „freie Ökonomie“ bezeichnen.

P.S. Das Prinzip lautet: „Geben ist seliger, denn nehmen.“

Nachtrag: Um es so zu formulieren, es ist aus der Sicht des Alten tatsächlich ein Ringen, um das Individuum, wenn es dem Neuen gegenübersteht. Denn im Alten steht Mehrheit für die Richtigkeit einer Sache.
Aus Sicht des Neuen hingegen ist es jener verständnisvolle Blick, dass so mancher noch nicht bereit ist, sich zu entscheiden. Eine Entscheidung, die ihm überlassen ist – und das seit jeher.

Freund und Feind sind nur künstlich geschaffene Kategorien der Trennung und existieren nur innerhalb der alten Ordnung.

Im Grunde genommen geht es nur um Menschen und der Art ihrer Beziehung zu ihrem Schöpfer – dem Leben selbst.

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