„Das Reich und seine Bürger“

So lautet ein Beitrag der FAZ vom 17.11.2016. Zum Teil werden Wahrheiten angedeutet, Märchenstunden, nachfolgend Geschehenes weggelassen und bekannte Geschichte frisch miteinander vermischt und vieldeutig zu Markte getragen – sichtlich aus ökonomischen Befindlichkeiten.

Dabei dient „Reichsbürger“ lediglich als Stigma, um Andersdenkende und damit verbundene grundsätzliche gesellschaftliche Veränderungen (egal in welcher Richtung) ausgrenzen zu wollen. Das Verhalten der Ausgrenzung hört selbst bei den „Reichsbürgern“ nicht auf, woran man auch gut erkennt, dass es sich nach wie vor um die Beibehaltung gewohnter Denk- und Verhaltensmuster handelt.

„Die alte Ordnung schützt den Menschen – vor sich selbst.“

*„Misstrauen gegenüber anderen auszusprechen, ist darin lediglich die Methode, das eigene mangelnde Selbstvertrauen auf andere projizieren zu wollen. Mangelndes Selbstvertrauen, welches sich aus dem unausgereiften Entwicklungsprozess zur Vernunft heraus ergibt. Durch dieses Verhalten trennt sich der Mensch selbst(!) vom Ganzen ab und findet sich später unter diesem Mechanismus in einer kontrollierbaren Gruppe ‚misstrauender Leidensgenossen’ zusammen.“

So bewegen sich die meisten noch innerhalb traditionell-konventioneller Denkmuster – ebenso wie die Mehrheit der Bundesbürger und Bundesverwaltungsakteure – im Umfeld von ca. 99,9% der Menschen an sich. Wie soll das also was werden, wenn „Umdenken“ grundsätzlich ausgegrenzt wird?

Vielleicht sucht die Elite auch nur Nachfolger, die sich das Volk durch Ausgrenzung selbst schafft. Bewerben braucht man sich wohl nicht.

Das „Volk“ hat gut gelernt, auf sich selbst aufzupassen, sich selbst zu unterdrücken, sich selbst auszubeuten, sich gegenseitig zu stigmatisieren und selbst zu versklaven. Die anderen haben das nur erkannt und nutzen diesen „Lebensweise“ einfach nur mit. Die Religionen, das Rechtssystem, die Politik, das Geldsystem, das gesellschaftliche Miteinander, alles ist darauf abgestimmt.

Und doch hat der Mensch einen wesentlichen Vorteil. Er kann Infragestellen, Umdenken, Rekombinieren, Polarisieren, Falsifizieren, Integrieren und Invertieren usw. Dazu braucht man den Verstand (Werkzeugkiste).

„Die anderen sind aber noch nicht so weit“, muss ich mir dann ständig anhören. Vielleicht haben sie es einfach nur nicht drauf.“

Solange also wieder nur der alte Trott
Im Kern machen die einen nur weiter, weil sie fürs Artigsein belohnt werden und nichts anderes kennen. Seitens des Rechts ist dieser Ofen aber schon lange aus. Gewohntheit und Abhängigkeit lassen die Akteure weiter funktionieren.

Und die „Reichsbürger“ versuchen krampfhaft in einem Umfeld „verunternehmter“ Staaten einen klassischen Staat „reorganisieren“ zu wollen oder zumindest mal eine Gemeinde. Wer allerdings seine „Staatsangehörigkeit“ nicht nachweisen kann, ist wohl nicht dabei.

„Wie war das noch einmal mit dem Zeichen des Tieres?“

„Organisation hat – vereinfacht ausgedrückt – etwas mit zusammenwirkenden Abläufen zu tun, die durch organisierte ineinandergreifende Teilprozesse und deren Ergebnisse zu einem Gesamtprozessergebnis führen.“

„Der Deutsche, der immer irgendeine eine Gebrauchsanleitung benötigt, um vorschriftsmäßig auf der Toilette sein Geschäft machen zu dürfen!“

„Wir arbeiten nur nach Vorschrift!“

„Nur etwas gänzlich Neues, wird das Licht der Welt erblicken.“

Die einen klammern sich an ihre belohnten, wertschöpfungsfreien Pöstchen – einschließlich vorhandener(!) Gewaltakteure, während die anderen versuchen einen „reinrassigen Parasiten“ wieder „ins Leben rufen“ zu wollen, der nur auf seinen Wirt lauern würde (wenn es ihn denn real gäbe) – ohne „Staatsgewalt“.

„Mangels Organisation“ heißt es. Doch offen gesagt, glauben die Akteure selbst nicht daran, verliert man sich nur in der berühmten Beschäftigung, (Selbst)Ablenkung und rechthaberischer Erbsenzählerei. Das habe ich mir die letzten vier Jahre mehr als genug angeschaut.

Nimmt man hingegen die gemeinsam verbindende Überschrift der Pro- und Antagonisten, so handelt es sich in beiden Lagern um ein „dringend“ gewolltes Vorhandensein wertschöpfungsfreier Strukturen.

Im Kern ist ein klassischer(!) Staat auch nichts anderes, als der „verlängerte Rockzipfel“ von Muttern, unter den man sich wieder schützend zurückziehen kann („Guck mal Mutti, der böse Mann da!“) und somit das bewohnte Spiel aus zu bezahlten und bestimmenden Betreuern und besteuerten und hörigen Betreuten vorliegt – also letztlich obsolet ist. Was wiederum auf die Bedeutung hin zum Menschsein verweist.

Und damit sind wir auch schon beim Wesentlichen und sichtbaren Merkmal eines echten(!) souveränen „Staates“ angekommen: dem Fehlen von „Vorgesetzten“.

Für den gewohnten Denker wird es nun knifflig, wirft dies seine gewohnten Denkmuster über Bord. Da greift man doch gerne mit dem nächsten Satz zum bewährten Verdrängungsprinzip: „Die anderen(!) sind aber noch nicht soweit!“

Da die Mehrheit sich in ihren unbetrachteten Verhaltensmustern und Konditionierungen bewegt, kann man sie mit reichlich neuen Themen angefüttert, „wie eine Sau durchs Dorf treiben“, mit ihren Ängsten spielen – so wie man auf einer Geige zupft und sich dabei ein leises Klingen jammernder Saiten anstimmt. Und dies immer schön im Sinne des Mangels oder eines möglichen zukünftigen Verlustes.

Offen gesagt: Ich wünsche mir offene und konstruktive Gesprächspartner, die nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, wenn ihr Gedachtes plötzlich seine Bedeutung verändert – denn auch das erfordert geistige Dynamik.

Dabei sind die wesentlichen Zusammenhänge so einfach. Und immer wieder, wenn ich das so sage, möchte so mancher die Antwort in nur wenigen Worten erklärt haben. Dabei ist es notwendig sowohl das Gewusel (Illusion und Überlagerung) wie auch das „Wesentliche“ gleichzeitig zu beachten.

Das erinnert mich an einen Traum, wo es hieß: „Sie werden Dir nicht glauben!“

Das wiederum zeigt, dass glauben nicht nur auf die Religion bezogen werden kann, sondern bereits im Alltag seine Notwendigkeit hat. Das wiederum zeigt, was Ungläubige im eigentlichen Sinne sind – so nebenbei.

Während mir gerade klar wird, dass das Belegen mit einem Stigma, lediglich eine Form etikettierter Verdrängung darstellt.

Sintflutartige Flüchtlingsfälle
Wenn Menschenmassen in dieses Land „gespült“ werden, hat dies lediglich zu Bewandtnis, die überholten, rückwärtsgewandten Denkmuster ein für allemal über Bord zu werfen – hier fängt das Denken an. Wenn Deutschland als „Land der Denker und Dichter“ bekannt ist, dann jedoch auch für den darin wirkenden Engpass. Und die fremden Gesichter sind lediglich Mittel zum Zweck und Umdenken tut nicht weh.

Doch lieber wird alles Mögliche traktiert – nur nicht umgedacht. Wenn wundert es, wenn der selbst erzeugte Druck weiter ansteigt?

„Ja, aber wir müssen doch…“ „Das haben wird bereits in 2012/13 durchgemacht.“

„Das Bodenrecht läuft aus!“ „Stand das nicht vorgestern noch neben dem Besatzungsrecht? Und das ist doch auch schon ausgelaufen.“ „Die BRD ist schon 1990 ausgelaufen und die alte Weltordnung läuft auch gerade aus, deshalb auch die sinflutartigen Flüchtlingsfälle.“ „Frau Sommer, bitte in die Fünf! Das Bodenrecht ist ausgelaufen.“

„Das Leben kann nur in der Rückschau verstanden werden, muss aber in der Vorschau gelebt werden.“ Experimenter, 2015

Materielle und immaterielle Entwicklung
Das einzige Wachstum, was unbegrenzt ist, findet auf der geistigen Ebene der Bewusstwerdung statt. Das gewohnte im Außen, ist nur sein materielles Spiegelbild – und dies in einem materiell begrenzten Umfeld.

Drei Faktoren: Geistige Entwicklung, Bedeutung und Anwendung der Vernunft und somit sinnvoller Umgang mit Raum, Zeit und Materie.

Das hat jetzt nicht etwas mit der gewohnten Bedeutung über „Esoterik“ zu tun. Denn wer macht sich schon über einen natürlichen Lern- und Entwicklungsprozess Gedanken, wenn er bereits mit einem künstlichen „malträtiert“ wurde?

Upps, schon wieder zwei Gegenüberstellungen!

„Der unbewusste Mensch ist jener Außerirdische, vor dem uns die Independence-Day-Filme immer gewarnt haben.“

Wundert es dann, wenn man das Ganze auf 500.000.000 eindampfen will – besser: wenn es sich selbst auf diese Zahl reduziert?

„Ach, das macht doch nichts! Dann legen wir einfach noch mehr Notvorräte an.“

„Ein Fotoportal bietet die Lizenz für das Foto eines Flüchtlings für 50 Dollar an.“

In einer Gesellschaft kommt es beim Handeln vordringlich auf die eigenverantwortliche Wertschöpfungsfähigkeit innerhalb einer Gemeinschaft und damit verbundene, eigenverantwortliche, geistige Entwicklung an. Die geistige Entwicklung wiederum ermöglicht eine Anpassung an Veränderungen. Man erinnere sich so nebenbei: „Leben ist ein permanent stattfindender Lernprozess und Wandel.“

Und dazu das zu verstehen und zu begehen, bedarf es gänzlich anderer Prinzipien. Darüber lohnt es sich auszutauschen. Aber mit: „Schick mir das gerade eben mal zu“, wird das nichts.

Wer also noch in der Vorstellung lebt, Ökonomie bräuchte zu seiner Existenz eine klassische Gesetzesgrundlage, versucht sich nur wieder an ökonomische Strukturen anhaften zu wollen, basierende auf der Beibehaltung von Misstrauen* und auf der anderen die „Illusion der Sicherheit“.

Gesetze sind lediglich notwendig, weil die Mehrheit den Lern- und Entwicklungsprozess zur Vernunft – gesellschaftlich toleriert – gegenseitig verwehrt hat – daraus ergibt sich jegliche(!) Art der Organisation aus Vorgesetzten und belohnten Untergebenen.
Die klassische Gesetzgebung ist lediglich dazu gedacht, die Symptome (Auswirkungen) gesellschaftlicher Systemgleichschaltung bekämpfen zu wollen, jedoch niemals die eigentlich Ursache – mangelnder individuell-gesellschaftlicher Vernunft. Das ist auch schon alles.

Doch lieber gibt man sich gemeinsam nur einem „klein-in-klein“ konzipierten Stelldichein aus fortlaufender Beschuldigung und gegenseitiger Lärmbelästigungsaktionen hin und zwischendurch:

Jeder Bürger ist dem Recht dieses freiesten Deutschlands unterworfen, das es je gab – und das zugleich seine Geschichte nicht abschütteln kann.“ FAZ, 2016

Wer glaubt, dass Freiheit etwas mit der Unterwerfung unter künstlich geschaffenem Recht zu tun habe und es gäbe irgendwann „gerechte Vorgesetzte“, der glaubt auch noch an den Osterhasen. Wie war das noch mit den Zitronenfaltern?

Das in der Szene initiierte, getriggerte und herrschende Misstrauen* hält die Probanden selbst(!) von ihrer eigenen Entwicklung ab, vielleicht in der Vorstellung, dass es so etwas wie einen kollektiv gleichgeschalteten „Bewusstseinssprung“ in die „Neue Sicherheit“ geben soll.

„Doch kann daraus nicht geschlossen werden, dass Deutschland kein souveräner Staat sei. Es steht keineswegs noch unter Besatzungsherrschaft.“ FAZ, 2016

„Deutschland“ ist frei, aber die Menschen sind es nicht, egal welchen „Freibrief“ sie sich erhoffen – innerhalb der Vorstellung einer hierarchischen Ordnung.

Und von welchem „Deutschland“ wird überhaupt gesprochen? Könnte der Begriff „Deutschland“ nicht nur eine von vielen Worthülsen sein, von der sich vor allem unterschiedliche Vorstellungen und damit verbundene Meinungen und somit kollektive Vereinzelung ableiten?

Mir geht das Thema mittlerweile „auf den Sack“, weil hier nur die Recht(s)habereien jeweiliger Staatsvergötterung die jeweiligen Tagesordnungen bestimmen:

„Patriotismus vs. belohnte Staatsgläubigkeit“.

Was letztlich auch zeigt, das beide – über das vs. – noch im System gefangen sind. Weder dem einen, noch dem anderen Unfug, lohnt es sich anzuschließen.

Vor einigen Jahren bot  man mir eine Position im Landesvorstand in einer politisch orientierten Unternehmervereinigung an. Ich sagte, dass ich lieber an der Basis arbeite und lehnte freundlich dankend ab.

2010 bot ein Investmentbanker 5,3 Mio. Euro um eine weltweite Akquisition an den Börsen zu machen, um zwischen 100 und 200 Mrd. Dollar „einzusammeln“. Aufgrund der Thematik „Geldsystem“ und gekauft werden, lehnte ich ab.

Gestern an meinem Geburtstag ruft doch tatsächlich jemand zu meiner Rentenversicherung an. Er bräuchte eine Unterschrift und wohin er mir die Post schicken könne. Ich sagte ihm: „Es gibt keine Adresse und ich habe mit der BRD schon lange abgeschlossen. Ich würde mir sein Schreiben irgendwann mal abholen.“

Was ist denn dann das „Deutsche Reich“? Es ist zunächst, wie die Mehrheit der Staaten ein völker-rechtliches Konstrukt – ohne Verwaltung(!), also auch ein geistiges Objekt. Ich hoffe, es klingelt jetzt. Die Bundesrepublik Deutschland ist noch nicht einmal ein klassischer Rechtsstaat.

Im Kern sind beides mittlerweile überdauerte Glaubensmuster der Betreuung und nur gültig innerhalb der alten Ordnung. Dabei ist erkennbar, dass diese gerade zu Ende geht. Und in der Tat geht eine alte Welt(Ordnung) langsam unter und begräbt alles unter sich, was sich an seinen Konventionen orientiert.

„Ich höre bereits die selbsternannten Sklaven greinen, wie sie in einer NWO wieder unterworfen werden wollen. Wenn ich frage, was in dem Zusammenhang  die AWO sei, folgt in der Regel nur ein Schweigen.“

Das wiederum weist auf den ersten und einzigen Schritt hin: in Richtung Umdenken. Und soviel meinte Kant dazu:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“

P.S. FAZ vom 26. August 2013, den Satz nach dem gelben Teil bitte mitbeachten.

faz

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