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Das sind doch alles nur Philosophien!

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Nicht selten höre ich diese Aussage, die in der Regel die Verkünder damit untermauern, um sich wohl noch weiter in ihren gewohnten Denk- und Verhaltenmustern bewegen zu wollen. Denn ist eines sicher: Erst unter Berücksichtigung eines – vereinfacht ausgedrückt – „anderen Denkens und damit verbundener Einstellung“, werden sich die nicht selten Beklagenden zunehmend „befreien“ – selbst befreien können. In diesem Befreiungsprozess geht es zunächst lediglich um einen Erkenntnis- und Bedeutungswandel des Beobachteten.

Noch allzu sehr lässt sich die Mehrheit an den gewohnten Mustern packen, beeinflussen und mit Problemen zuschütten, die nicht selten mit „…muss weg!“ wegargumentiert werden. So wird das natürlich nichts.

Auf der anderen Seite beklagt man sich und hält „frei sein“ für etwas, um wieder nur einem anderen „Staat“ dienen zu wollen, sich den Gesetzen und Regeln einer gewohnt hierarchischen Ordnung unterwerfen und beschützen lassen zu wollen. Dabei wirkt „Staat“ eher wie ein allmächtig erscheinender, „mütterlicher Rockzipfel“.

Dass das auf der anderen Seite Missgunst entgegenbringt ist doch klar, rennen die Schafe letztlich erst dem einen und dann dem anderen Zipfel hinterher, um nur wieder ihre Ruhe haben zu wollen, während man sich in Gezerre und Bestrafe lediglich wieder nur im „entweder oder“ der alten Ordnung bewegt.

„Freiheit“ und „hierarchische Ordnung“ stehen sich diametral gegenüber und zusammengwürfelt bleiben dann nur Schönreden, gewohnte Versprechungen und viel Platz für „falsche Propheten“ und „Unterhaltungskünstler“.

„Ja hier haben wir wieder ein Problem und das sieht von der Rückseite „so“ aus und nächste Woche schauen wir, wie das Problem „von oben“ ausschaut, bevor wir schauen, wie es von innen ausschaut.“

„Schau, schau.“

Solange die Masse sich in der Problemorientierung und geführter Grenzgängerschaft (auch mehrheitlich bei den Alternativmedien) bewegt, verweilt sie unterhalten, fortlaufend bestätigt in der eigenen Meinung und Sichtweise und betreut in jenem System, was sie zumindest „absichtserklärend“ verlassen wollen. Und bei „System“ spielen BRD und RD nur eine untergeordnete Rolle, da es nur kleine Abkömmlinge davon sind.

Das Abtun von anderem Gedankengut als „Philosophie“, ist lediglich ein Mittel, um den eigentlichen Prozess des Infragestellens des Bekannten weiter vor sich herschieben zu wollen. Natürlich kann man den Akteuren keinen Vorwurf machen, macht ja jeder so, wie er das für „richtig“ hält.

„Ein Aquarium kann man jedoch nicht gestalten, wenn man sich wie ein Fisch verhält. Auch genügt es nicht, wenn sich die Fisch nur über das schmutzige Wasser beschweren.“

Also, was macht man, wenn klar erkennbar ist, dass sich hinter den nationalen Ambitionen weitere Sachverhalte offenbaren, die das Aktuelle in einen umfänglicheren Bedeutungsrahmen stellen und dabei die gewohnte Vorstellung und Erwartung überwinden?

Was ist, wenn es nicht nur um Ländergebilde geht, deren Angehörige sich wieder nur künstlichen Prinzipien selbst! unterwerfen, während die eigentliche Bedeutung der Vernunft und Verantwortung weiter verdrängt wird, um den gewohnten Unvernunftsmustern wieder nur nachgehen zu wollen – indem man Gesetze verabschiedet, die dann auf dem Papier landen – Hauptsache man hat irgendetwas getan, siehe hier.

Sind dann nicht jene selbst mit verwantwortlich, wenn sie das bekommen, was sie letztlich „nur scheinbar“ ablehnen?

Das man sich lieber mit dem Gewohnten auseinandersetzt ist mehr als verständlich, denn hätte das oben Beschriebene ein Umdenken beim Individuum zu Notwendigkeit.

Im Kern ist es ganz „einfach“ solange sich im Inneren die Einstellung nicht verändert, bleibt es im Außen so wie es ist, bzw. spitzt sich weiter zu.

„Mit dem Wissen was man hat, kann man nur das bekommen, was man kennt.“

Aber das sind ja alles nur… Philosophien…