Der Euro als Maß aller Dinge? Nur eine Teillösung.

http://tinyurl.com/5rvc687 (Süddeutsche.de)

Da kann man noch soviel über den Euro und seine Rettung sprechen. Doch ohne zeitgemäße wirksame ökonomische Strukturen, bleibt es ein Eiertanz.

Führt man sich folgende Gedanken vor Augen, dass die Ökonomie ein System ist, welches die Lebensgrundlage einer Gesellschaft gewährleisten soll (dies auf Basis der Natur), der Mensch lernt, damit er später darin eine Aufgabe im Sinne der Gesellschaft und seinem Umfeld übernimmt.

Der Mensch lernte aber auch, Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie sicht- und fühlbar in Erscheinung treten. Durch dieses Verhaltensmuster (Bedarf-Deckungs-Prinzip) schuf er sich die Komplexität in den Systemen, die ihm nun um die Ohren zu fliegen drohen. Mit erheblichem Geldmitteleinsatz wird nun versucht, diese Systeme erhalten zu wollen, der Glauben an das Geld (Tauschmittel) und seine damit verbundenen Möglichkeiten lenkt die Mehrheit von den eigentlichen Aufgaben ab. Es zeigt aber auch, dass man nur in Geld als einzig wirksames Mittel denkt. Schaut man sich nur die Ausgaben für realisierte Projekte an (z.B. S21, Sendung: Plus Minus vom 12.1.2011 „Bauvorhaben“).

Wohin soll das Mehr Desselben also führen?

Lösungsmuster finden wir nicht mit reiner Aufrechterhaltung der System durch Geld allein. Denn die Veränderung wirkt noch von einer anderen Seite aus: der globale Wandel und die sich rasch verändernden Märkte. Denn mit dem Wegfallen der Grenzen, verschwanden auch die Prinzipien eines Ludwig Erhard: Soziale Marktwirtschaft. Es bedarf also adäquater Lösungen; solange diese fehlen, wird sich das Ganze noch so weiter fortsetzen. Der Euro stellt das aktuelle Top einer Gemeinschaft da, deren innere Strukturen Lichtjahre von globaler Wirksamkeit entfernt sind. Der Mensch darin, scheinbar hilflos ausgeliefert.

Sicher bedarf es basisdemokratischer Strukturen. Jedoch ergeben sich diese erst, erkennt man, dass mehrheitlich vorhandenes, repetitiv gelerntes Wissen in Zeiten der Veränderung zu keiner wirksamen Anpassung führen.

Denn mit vorhandenem Wissen lassen sich die Probleme nicht lösen, aus denen sie ursächlich entstanden sind. Ein Wissen, was Probleme und Phänomene in den Systemen, als unabhängig voneinander wahrnehmenbar erkennen lässt.

Doch in der Tat haben wir es mit dynamisch vernetzten Systemen (Beziehungsmustern) zu tun, wechselseitige Abhängigkeiten, synergetischen, symbiotischen und kausal wirkenden Mechanismen.

Doch wer will das schon hören?

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