Der Fisch im Wandschrank und seine zwei Hamsterräder

(V1.1) Es gab zwei Situationen, die mich heute dazu bewogen haben, wieder ein paar Gedanken niederzuschreiben.

Da war zum einen jener emsig Bestrebte in seiner Vorstellung, man müsse erst „beweisen“ dass man Deutscher sei und so eine Reorganisation über die Gemeinden stattfinden müsste. Als ich fragte, wer denn das dann „reorganisieren“ würde, sagte er, er würde das tun. Mal schauen, was er da so zu „reorganisieren“ gedenkt.

Die andere Situation ist die Annahme, dass die kleinste Einheit die Familie sei, auf der sich alles begründet und man Gemeinden „reorganisieren“ müsse.

Beides Annahmen, die letztlich miteinander verbunden, jedoch unvollständiger Betrachtung sind. Nicht selten mit Klagemauer-Effekt.

Beide berufen sich auf Gesetze, die von vorne herein eine Ausgrenzung für all jene bedeuten, die trotz der deutschen Sprache, ihre sogenannte „Staatsangehörigkeit“ nicht „nachweisen“ können. Im Grunde besteht die Frage, für wen soll man eine „Staatsangehörigkeit“ überhaupt nachweisen?

„Das Zeichen des Tieres.“

Wenn ich was tun muss, um anderen zu beweisen, was ich sein soll, wo ist denn da die Souveränität? Und was würde denn andere dazu ermächtigen? Sichtlich also Gedanken, die sich im Strudel fortlaufender Erosion befinden – verblassendes Wunschdenken. Das regelt sich von selbst.

Verbunden mit dem Gedanken, ob es sich hier nicht wieder um die Ausblühung des konditionierten Verhaltensmusters bedingter (durch einen Schein) Zugehörigkeit handelt, was sichtlich ein Verhaltensmuster der alten Weltordnung darstellt.

„Du gehörst nur dann zu uns, wenn Du so bist, wie wir.“

Also sichtlicher Unfug. Interesse: gleich null. Tusch. Schallendes Gelächter. Applaus.

Was die „Reorganisation“ betrifft, haben sich schon andere mit mehr Erfahrung die Zähne an „Cervantes Windmühlen“ ausgebissen. Die wollten gleich ganze „Bundesstaaten“ reorganisieren, konnten aber noch nicht mal ein Büro organisieren. Nun, bei mir ist noch keiner im Büro gewesen und hat aufgeräumt und gezeigt, wie es besser geht.

Wenn jener mir nur erzählen will, er sei der neue „Hausherr“, kann er sich gleich wieder verkrümeln. Denn es ist egal, ob der Dahergekommene Metzger, Bäcker oder Maurer ist, denn das ist es, was er kann. Mehr nicht.

Es ist auch sichtlich die falsche Ebene, um weitere Menschen mitmachend zu interessieren. Es treffen sich lediglich aufgebrachte Gemüter und es wechselt das Gesicht des Betreuers.

Denn beruht das Denken der selbsternannten Akteure meist auf Rückbezüglichkeiten auf Methoden und Denkweisen des Ewiggestrigen, was die „Macher“ unweigerlich sich selbst in die Ecke der Handlungslosigkeit stellen lässt und somit wiederum andere benötigt, die dann „machen“. Das hatten wir alles bereits. Und Ewiggestrig greift noch ein bisschen weiter, als nur bis zum üblichen Reichskäse.

Grundsätzlich gilt für beide Probanden die einfache und gleiche Frage: Was führt Menschen zusammen und nicht was ist die kleinste Einheit (zumal es das Individuum ist und nicht die Familie) oder welche Rechtsgrundlagen (die sich die Mehrheit sowieso nie anschaut) würden dazu führen?

„Papier ist geduldig.“

Nachdem rechtliche Erklärungen mittlerweile nur zu allgemeiner Belustigung führen, außer für jene, die sich beharrlich darauf stützen und auch ihr täglich Brot damit erstreiten oder behalten wollen – schaut sich in der Regel selten jemand das Geschriebene an.
Es hat in der Regel auch nur hinweisenden Charakter nach dem Motto: Stelle alles in Frage, auch die Sinnhaftigkeit des gesamten Rechtssystems – prinzipiell, nicht inhaltlich.

Denn dient es lediglich der Erhaltung bestehender Macht- und Führungsebenen, bei (willkürlicher) Bestrafung.

„Ja, aber wenn doch jemand…, dann muss man doch was tun.“

So als Zwischenfrage: Schon einmal darüber nachgedacht, dass das alte Rechtssystem darauf ausgelegt ist, Symptome des Systems nur kaschieren zu wollen, damit alles so schön bleibt – mit der erlaubten Frage: Was ist denn das „System“?

Es bedarf also etwas mehr, als das Übliche, sich ein Bild vom Ganzen zu machen, statt an einzelnen Puzzleteilen „herumzurestaurieren“.
Was das „System“ ist, habe ich ja zur Genüge beschrieben und es nutzt wenig „dagegen vorzugehen“, wenn man es in sich trägt. Zumindest ein Tipp, wo man beginnen kann, ohne dass einer dies verhindern kann (und auch der Grund für das Ganze, stattfindende Tamtam). Dazu habe ich auch mein PDF geschaffen, damit man sich in Ruhe darauf einlassen mag, was das Wesen des Alten ist und was das Neue ausmacht.

Denn im Wesentlichen gilt es die Konventionen (Gewohnheiten) zu erkennen und zu überwinden und sich nicht auf ihre erhaltenden Mechanismen wieder stützen zu wollen. Das bedeutet, bezogen auf den Zeitraum „alte Weltordnung“ aus der Massenkonditionierung, Methoden, Mechanismen und Verhalten herauszutreten, statt sich aufgrund bedingter Zugehörigkeit wieder der „herrschenden Meinung (der Mehrheit)“ zu unterwerfen.

„Ja, aber ich bin doch Reichdeutscher nach RuStAG…“

Mag sein. Montag ist Rustag. Im stattfindenden Paradigmenwechsel, so wie er bisher noch nie stattgefunden hat, hat das dahingehende Bewandtnis, dass es lediglich ein erster Schritt ist, um ins eigene Handeln zu kommen. Aber kein muss. Also lochen, abheften und… weitermachen… weiterdenken und nicht weiter denken.

Ach ja, die Hamsterräder. Warum zwei?

Das eine ist das liebe Geldsystem, als Spiegel einer in sich leeren Gesellschaft und ein Wirtschaftssystem, was gemächlich an seiner eigenen Komplexität zu ersticken droht. Beides gegenläufig und der Mensch, der sich das selbst schuf, mit dem einen Bein in einem und dem anderen Bein im anderen Hamsterrad.

Und im Wirtschaftssystem werden die Samen zur Gewährleistung gesellschaftlicher Grundlagen und Entwicklung gesetzt. Da kann man was „reorganisieren“. Unter der Bedingung, dass es freiwillig gewünscht wird und zwar von jenen, die über entsprechende Strukturen verfügen.

Dort wo keine Wirtschaft betrieben wird, reicht ein Schulterklopfen für geselliges Beisammensein aus. Doch um ökonomische Strukturen neu zu orientieren – dass ist die eigentliche Reorganisation – dazu fehlt den engagierten Akteuren jegliche Grundlage.

Der Begriff „Organisation“ kommt von Organ: Etwas (ein offenes System) mit einer Struktur und einer Funktion. Das ist schon etwas mehr als eine Ansammlung von einzelnen Dingen und Teilen.

Teilsysteme, die aufgaben-, ziel- und zweckorientiert in einer Wechselbeziehung zueinander stehen und diese wiederum im Sinne des Gesamtsystems. Und die Wirksamkeit eines Systems hängt wiederum vom Wissen und Erfahrungen und Können des Einzelnen ab.

Der Mensch ist ein solches System.

Sagte die Leber: „Das gefällt mir alles nicht. Ich bin heute das Gehirn. Das macht seine Arbeit nicht richtig“

Soviel zu Akteuren die sich gerne ins Blitzgewitter stellen wollen. Die Mehrheit sind lediglich als Systemnutzer, nicht jedoch als Systemgestalter bewusst. Das lässt sich zumindest, was die Wahrnehmung betrifft, ändern. Somit wäre ein Teilerfolg in gesellschaftlicher Hinsicht gegeben.