Der „funktionierende“ Mensch

Gedanken auf diesem Blog richten sich stets an all jene, die sich auf dem Weg der (Selbst)Aufklärung befinden. Er ist – je nach Erfahrungsstand – wie eine Art Wendeltreppe aufgebaut und entwickelt sich fortschreitend.

Gleichzeitig bedeutend, dass nicht alle Thema gleich wichtig – im Sinne von „gleichbedeutend“ sind. Für Sie, welcher sich für das Thema aktuell interessiert, womöglich eine Lösung sucht,Das liegt „einfach“ daran: Wenn man erst einmal das Prinzip hinter einem Thema erkannt, verstanden – und das ist noch wichtiger – verinnerlicht(!) hat, so „löst“ man sich förmlich aus dem Thema heraus.

Bei der Geschichte – also nicht nur der deutschen – geht es darum, die richtigen Fragen zu stellen, die einen Bezug zu sich selbst herstellen, die geschieht dann, wenn man sich auf den Weg macht, die Frage zu beantworten, WARUM sich die Geschichte „wiederholt“.

Im Näheren bedeutet das, welche Denk- und Verhaltensweisen zu den üblichen Erscheinungsformen führen.
Wenn sich etwas (nicht selten mechanisch) „wiederholt“, spricht man auch von „Muster“, weshalb ich gelegentlich auch von Denk- und Verhaltensmustern sprach und spreche.

Um diese dreht es sich im Grund genommen und darum bewusst zu erkennen, dass man sozusagen einen „Persönlichkeitsbehälter“ hat – nämlich das „Ich“ – und nicht nur der „Persönlichkeitsbehälter“ ist. Das ist die eigentliche Verdrehung aus der verdreht agiert wird.
Diese Verdrehung beruht auf einer Bestrafung – was ich bereits des Öfteren geschrieben habe – durch eine Autorität, geschehen in der Regel in der Kindheit für eigenständige Entwicklung.
Von da an entwickelt man sich vom Leben abgewandt „unnormal“, was in der Gesellschaft als gewohnt „normal“ toleriert wird. Denn warum sollte es den „anderen“ besser gehen? Es war ja schon „immer“ so!

Die dabei entstehende Verhaltensregel kann in der Art beschrieben werden:

„Neues, durch eigenständige Entwicklung = Bestrafung → „Gestern war alles besser“ = Sicherheit (vor Bestrafung) = Anerkennung = Zugehörigkeit (und weitere Betreuung)“

Die „Autorität“ gibt durch die Bestrafung ihre eigene Erfahrung aus ihrer Kindheit weiter, als sei es „normal“. Aus der Bestrafung heraus entwickelt der „Bestrafte“ kunterbunte Verdrängungskonzepte, um so weiteren Bestrafungen vorbeugen zu wollen. Sich zu schützen, ist auch ein solches Verhaltensmuster.
Andere Verdrängungskonzepte sind: Kampf, Widerstand, Flucht, Ignorieren, übermäßig auffällige Toleranz, Ab- und Ausgrenzen, „Unglaube“, Beratungsresistenz, Schuldzuweisung, Verstecken, Anonymisieren &c.

Um derartige Verhalten zu untermauern, erzeugt das „verletzte Ich“ ein Feindbild, wenn es möglicherweise an seine erste Verletzung erinnert werden könnte. Zum Beispiel durch Informationen, die sein behutsam zusammengewürfeltes Weltbild erschüttern könnten.

Mit der Bestrafung ist es dann in der Regel mit der persönlich-menschlichen Entwicklung Essig und so wird aus so manchem ein Experte, was den Beruf betrifft, während der menschlich mehr als „leere Lohntüte“ unterwegs ist – ihm ein Fundament fehlt. Er zieht dann das berufliche Rollenspiel vor, bleibt jedoch menschlich „unausgegoren“.

Das Bedürfnis, sich gegen andere schützen zu müssen, wird zu seiner Aufgabe – nicht selten zum Zwang. Deshalb gibt es ja auch Versicherungen und Gewaltbereitschaft.

Wer den Krieg in sich trägt, darf sich nicht wundern, wenn er ihn erlebt. Es macht also Sinn, sich Gedanken zu machen, warum so mancher so „funktioniert“.

Wer sich auf den Weg macht, nicht mehr nur einfach zu funktionieren, wird zunächst mit den gewohnten Strukturen „kollidieren“, damit er selbst keine Zeit findet, sich über seine Verhaltensweisen Gedanken zu machen, die ihn die jeweiligen Situationen (unbewusst) anziehen lassen. Wer mit diesem Gedanken echte Schwierigkeiten hat, braucht etwas länger, bis er es erkennt, versteht und sich entwickelt – oder resigniert.

Es ist von Bedeutung, sich bewusst entwickeln zu wollen und sich alle anderen Prioritäten dieser Ausrichtung unterordnen. Nur so gelangt man und alle die sich im Umfeld dazu entschließen, aus der Nummer „alte Ordnung“ heraus.
Dabei stellt sich mitunter heraus, dass so mancher im Umfeld einer Illusion von Gemeinschaft hinterhergelaufen ist.

Hat man sich einmal dazu entschlossen, gibt es kein Zurück mehr.

Wer sich auf das Thema „innere Entwicklung“ einlässt, wird früher oder später erkennen, dass Entwicklung „normal“ ist und bisher mit allen Mittel (selbst) unterbunden wurde. Dazu dienen nicht nur die Mainstream-Medien, sondern auch große Teile der „alternativen“ Medien, was die Form der „Unter-Haltung“ betrifft.

Gehen Sie immer weiter, und üben Sie sich dabei in Vernunft und Gewissen. Nicht jeder Plan ist es wert, durchgeführt zu werden.

Der Pfad zu Ihnen selbst ist schmal, aber da rührt Sie keiner an. Zunehmend werden Sie auch erkennen, dass Sie bisher Rollen gespielt haben, von denen Sie dachten, Sie seien diese Rolle. Das ist die Nummer mit der Persönlichkeit, dem „Ich“. Sie haben eine Persönlichkeit und sind nicht die Persönlichkeit!

Auf diese Weise können Sie Ihre Rollen auch ablegen und auf Ihre Authentizität hinarbeiten. Denn sie ist nur ein Merkmal der Neuen Zeit.

Sie werden auch anders in Ihren Rollen agieren, da mit der eigenständigen Entwicklung Ihrer Persönlichkeit ein wahrhaft festes Fundament entsteht, was andere auch dann bemerken, ohne dass Sie erst darüber sprechen oder gewohnte Textmengen von sich geben müssen.

So lautet die Frage: Wollen Sie nur weiter „funktionieren“ oder sich zu einem vernunftvollen, gewissenhaften, sich so dem Leben selbst zugewandten Menschen entwickeln.

Das ist der Vorteil, den jeder Mensch besitzt: Er kann sich – anhand der Selbstreflektion – entwickeln.

Sie werden auch erkennen, wie sinnlos ein „souveräner Staat“ ist, wenn der nur dazu gedacht war, Sie und Ihr Umfeld nur weiter betreuen zu wollen.

Um es so auszudrücken: Der Mensch lebt grundsätzlich in keinem Staat, der sich in Form einer Hierarchie, damit verbundener Betreuung und Fremdbestimmung zum Ausdruck bringt.

Die grundsätzliche Frage lautet: Fremdbestimmung oder Entwicklung hin zur Selbstbestimmung?

Auf der anderen Seite, wer verstanden hat, welch fundamentale Auswirkung entfaltete Vernunft und Gewissen auf das Miteinander und dem Umgang mit der Natur haben, wird auch erkennen, dass Grenzen der Vergangenheit angehören.

„Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess aus bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen, sie ist der eigentliche Hort der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit. Gewissen ist, intuitiv zu spüren, was rechtens ist.“

* hierarchische, „freiheitlich demokratische, öffentliche und verfassungsmäßige“ Ordnung

** durch erfahrene Bestrafung einer Autorität erfolgte die Unterbrechung der sich entwickelnden Selbstregulierung in Vernunft und Gewissen

Musikalische Untermalung:

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