Der Mensch und seine Rechte

Immer wieder kommt dieses Thema auf den Tisch: „Wir müssen die Menschenrechte einfordern“. Die sich aufdrängende Frage lautet zunächst: „Wer ist wir?“

Stempel534Ist es nicht eher die Befriedigung und Sicherstellung der äußeren Anerkennung, der man – konditioniert aus der Kindheit – nur wieder hinterlaufen mag?
Und am liebsten dann auch noch schriftlich bestätigt mit einem Schein einer Behörde, damit man endlich wieder seine Ruhe hat.

„Sie sind ein Mensch. Beglaubigt, die Putzfrau.“

In der Regel ist die Ruhe das Wesentliche, was die „Es muss sich dringend was ändern“-Masse interessiert. Dies, damit auch alles schön weitergeht, wie bisher – aber eigentlich doch anders und am besten noch viel besser anders. In der Regel, damit man sein Spiel weitermachen kann, um später nur noch andocken zu müssen. Nach dem Motto: Wie es einem von Nutzen ist.“

„Jakob hieß Jakob, weil er sich bei der Geburt an der Ferse von Esau festhielt. Jakob kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Fersenhalter“, denn die Frage lautet dieses Mal nicht: „Was habe ich davon?“

„Geben ist seliger, denn nehmen. Denn ’nehmen‘ ist bereits eine Form des Krieges.“

„Wir müssen uns das Recht nehmen.“ „Bla & Blubb.“

Denn während man nach den Menschenrechten verlangt, stelle ich die Frage in den Raum: Welche Menschenpflichten sind jene zu übernehmen bereit?

Gleiches gilt auch für die gelernte Vorstellung: „Ich bin Mensch“, um sich im nächsten Schritt wieder einem Staat unterstellen zu wollen.

Meine Damen und Herren, liebe Männer und Weiber oder wie auch immer: „Wenn man sich zum Mensch erklärt, untersteht man keiner künstlichen Gerichtsbarkeit mehr, wo ein Mensch über einen anderen befindet.
Was alsdann gilt, mag jeder für sich beantworten. Denn sonst kommt noch einer auf die Idee und ist der Meinung, ich würde andere „bevormunden“.

„Ja, aber du nutzt doch selbst die Gesetze.“ „Stimmt. Schau mal, in welchem Zusammenhang das geschieht: Spiegelung, Stillstand und Abwicklungssignale.“

Zum Thema Mensch: Bereits der Entschluß zur „Staatlichen Selbstverwaltung“ ist dies lediglich ein erster symolischer Schritt hin zur Menschwerdung und damit unabdingbar verbundener Eigenverantwortung – was aber nicht bedeutet, dass es genügt nur genug Dokumente irgendwo hinzuschicken und das war es dann. Das zu glauben, ist naiv.

Denn nun erst fängt die Arbeit an – und zwar an sich selbst. Denn die „Wir tun alle mal so als ob“-Zeit  ist vorbei. Es nur eine Kinderwelt, in der an sich zu behaupten versuchte – ein Spiel- und Übungsplatz.

Es ist die innere Arbeit, die frei macht und nicht ausschließlich jene, die man gewohnt ist, um dann wieder nur eine materielle Belohnung zu erwarten.

„Menschwerdung ist eine Geburt aus sich selbst heraus.“

„Ja, aber die anderen…“ „… ist nur eine Projektion.“

In diesem Fall sei auch der Hinweis gegeben, dass der Einsatz künstlicher Gesetze in der Regel für eine Welt gedacht ist, die zwischen „Mein und Dein“ unterscheidet. Dies wiederum beruht auf der Kernursache, dass das konditioniert-beibehaltene „bekommen wollen“, also „kriegen“ eine im – nennen wir ihn mal „Halbmenschen“ wirkende, gesellschaftlich vereinbarte Konvention der beibehaltenen Unvernunft ist.
Und das wiederum betrifft den Einzelnen in seiner Entscheidung, dies zu ändern. Etwas, was man mit keinem Gesetz oder Recht der Welt einfordern kann, bzw. braucht. Lediglich die  belohnte Disziplinlosigkeit hält einen selbst davon ab.

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“ Art. 1, AEDM

Doch zuvor durchwandert er die gewohnte Erziehung, also die übliche „Systemstandardisierung“ (Konventionalisierung), einschließlich der darin enthaltenene, gesellschaftlich vereinbarten Projektion – unter anderem durch Schuldzuweisung, was im Kern nur ein vom Menschen erfundenes Verdrängungskonzept ist udn er sich dabei selbst zum Opfer macht.

Begabt sind sie also alle und wohl auch in der Lage…

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt.“ Immanuel Kant (1724 – 1804)

„Wenn man also seine Rechte in die Hand nimmt, dann kann das auch nur durch die Linke geschehen.“

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