Der rote Faden – Teil 7: Personenentwicklung

Dass es letztlich „nur“ um die Entwicklung des Einzelnen geht, die er bei sich selbst starten kann, oder ob er gewohnt weiter an den ungeschriebenen Gesellschaftsvertrag der belohnten Fremdbestimmung glaubt (freiwillig oder erzwungen), liegt die Entscheidung dazu, stets bei ihm selbst.

„Der Mensch macht sich durch Verschiebung der Verantwortung selbst zum Sklaven und schafft sich so seine Herren, die ihm sagen, was er zu tun hat.“

Im klassischen Umfeld bewegt er sich weiter in der Betreuung, verkörpert durch  „Vorgesetzte aller Art“ und hält somit auch an der gelernten Bedeutung der Angst fest – als ein Signal, dass man bestimmte Situationen zu meiden hat.“

Alternative: „Angst ist lediglich ein Signal, dass zu einer gegebenen Situation nur entsprechende Informationen fehlen.“

„Ja, aber bei einem Tiger…“ „Wo findet man denn eineb Tiger? Bei der Behörde oder beim Amtsgericht?“

Das Ich malt sich gerne selbst „den Teufel an die Wand“, nur um sich nicht selbst weiterentwickeln zu wollen!

(Propagierte „Alternativlosigkeit“ existiert also nur solange, bis der Einzelne selbst(!) über Alternativen nachdenkt und nicht nur nachdenken lässt.
Ein Etikett (BRD) gegen ein anderes (DR oder sonstiges) austauschen zu wollen, ist natürlich keine echte Alternative, wenn die gewohnte „staatliche“ Ordnung (hierarchische Form) dabei erhalten bleibt.)

Mit der gewohnten Bedeutung der Angst vor Augen, versteht vielleicht auch so mancher die Wirkungsweise von „Geheimnissen“ und „Geheimvereinbarungen“ – über den Kopf des Bürgers hinweg, einschließlich so mancher Schauermärchen – um den Zustand damit verbundener Unsicherheit weiter aufrechthalten zu wollen – bis derjenige selbst genug Mut aufbringt.

„Die meisten Menschen gehen den Weg, den wir für sie vorsehen – zu ängstlich, einen anderen zu erkunden. Aber von Zeit zu Zeit gibt es Menschen wie sie, die alle Hürden überwinden, die wir ihnen in den Weg stellen. Menschen die erkennen, dass freier Wille eine Gabe ist, die man erst nutzen kann, wenn man auch dafür kämpft. Ich glaube, dass ist der wahre Plan des „Vorsitzenden“, dass eines Tages nicht mehr wir den Plan schreiben, sondern ihr.“ Der Plan, 2011

Nicht die Angst selbst, sondern die gelernte Bedeutung(!) der Angst spielt hier eine wesentliche Rolle, ob man vor einem „geschlossenen“ oder „offenen“ Tor steht. Dennoch bedarf es immer des Mutes.

Die erste Angst-Variante sorgt dafür, dass sich der „Programmzustand“ des Ichs kaum wesentlich verändert, weil es bestimmte Situationen und potentielle Vertreter einfach meidet, verdrängt.

Ein Aspekt, wenn man als aufgeklärter „Bürger“ in der Behörde steht und den Jungens und Mädels einige erkannte Rechtsaspekte vor Augen führt oder mal einen schicken Eingangstempel für eingereichte Dokumente verlangt und es plötzlich unruhig wird.

Polizist: „Sie sind hier, weil wir sie darüber befragen wollen, warum sie ohne gültige Versicherung einen Pkw im Straßenverkehr führen, da im §1 PflVG steht, dass sich jeder versichern muss.“

Befragter: „Oh, das kann ich ihnen sehr einfach erklären. Lesen sie dazu einfach den §2 PflVG durch. Dort steht: §1 gilt nicht für 1. die Bundesrepublik Deutschland, 2. die Länder &c.“

Polizist: „Äh, dann ist das jetzt erst einmal eine Informationssammlung.“ Sinngemäß wiedergegebener Dialog und Spaßkästchen am Rande.

Werbung: „Staatsgründung war noch nie so einfach! Europas größte Paraphen-Sammlung und behördliche Musterschrieben jetzt als Starterpaket auf einer DVD.“

Veränderungen beruhen in der Regel auf bisher nicht bekannte Informationen. So versucht sich das Ich (seine eigene Programmierung) auch aus jeglichen Umfeldern herauszuziehen, die möglicherweise zu seiner Beeinflussung führen könnten und umgibt(!) sich nur allzu gerne mit „Gleichgesinnten“ oder weniger bewussten (zu schützenden) Mitstreitern (siehe: das Milgram-Experiment).

Die einen beobachten die „geistige Verfassung“ der Gesellschaft, während die anderen die „staatliche Ordnung“ schützen. Klingelt es, warum man kein Stück Papier benötigt, wo „Verfassung“ draufsteht, wenn die Gesellschaft an ihrer geistigen Verfassung festzuhalten versucht? Ich spreche hier von der „geistigen Verfassung“ der alten Ordnung.

So erscheint so mancher „Zeitgenosse“ auch einfach nur als „unerträglich“ und erst Recht, wenn er plötzlich auch noch seine eigene Meinung öffentlich zu äußern wagt, die die aktuelle „Totenruhe“ stört.

„Wenn die Wahrheit gesagt wird, herrscht Unruhe und Unordnung. Aber sie alle wollen ja lieber Ruhe und Ordnung.“ Thomas Freitag, alias Herbert Wehner

An dieser Stelle mag ich auch Edward Snowden zitieren: „You have a voice, Ladies and Gentlemen, and that voice matters. It is not enough to believe in something. If you want to see a better world, you have to make it. don’t believe in something, stand for something. Use your voice and good luck.“

 „Mutti, kann ich auch souverän werden?“ „Oh, dafür bist du noch zu klein, mein Schatz.“

Der Mensch hat eine Person, und ist nicht die Person, gleicht der Aussage, dass der Mensch ein „Ich“ hat, und das Ich ihn nur glauben lässt, er sei das „Ich“ selbst.

Mal was zum darauf herumdenken – in Richtung Selbstbestimmung.

Wir sehen uns.

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