Der rote Faden – Teil 8: Problem und Lösung

(V.1.1) Bevor man etwas „Neues“ beginnt, macht es Sinn zu wissen, dass das gewohnte Problem-Lösungs-Konzept durch die Konditionierungen des „Ichs“ beeinflusst wird und nur Lösungen aus der Verdrängung heraus zulässt. Man dreht sich im Kreise, wenn man sich damit nicht auseinandergesetzt hat.

Ich hatte heute über zwei Beiträge nachgedacht und damit begonnen, diese auch niederzuschreiben. Jedoch stellte sich bei mir recht schnell das Gefühl ein, dass aktuell das Wesentliche mal wieder formuliert ist.

Zusammenfassend kann man sagen: Der Einzelne kann sich über die Programmierungen seines Ichs Gedanken machen und nicht mehr behaupten, dass „andere“ an seiner Lage „Schuld“ haben oder sich jene zu ändern haben, da sein Ich die Situationen, in denen er sich bewegt, selbst(!) erzeugt. Der Mensch erntet, was sein Ich gesät hat.

Verdrängungskonzepte dienen in der Regel nur dazu, sich vor Veränderungen schützen zu wollen. Zum Beispiel: Indem das Ich den „Teufel“ – also sich selbst „an die Wand malt“, versucht es im Kern mögliche Veränderungen notfalls als Endzeitszenario und Schreckgespenst „brandmarken“ zu wollen.

Sich mit den eigenen Konditionierungen (Ich) vertraut zu machen, ist der verallgemeinert ausgedrückte Schritt hin zu einer gesellschaftlichen Gesamtlösung, mit dem Ziel einer „grünen Wiese“ im Kopf, wo man über das Neue nachdenken kann, bzw. überhaupt für Neues erst einmal offen ist.
Solange man in den alten Mustern unterwegs ist, macht das keinen Sinn.

Zudem wird klar, dass irgendwelche „Lösungsversuche im Recht“ nahezu keine Bedeutung mehr haben – egal welches vom Menschen geschaffene Recht man in die Hand nimmt, um sich damit „verteidigen“ oder andere „bestrafen“ zu wollen. Wenn man den obersten Knoten erkennt, der um die Selbstentwiclung und der Bewusstwerdung des Menschen dreht, dann bröselt das ganze „Hassgetute“ weg.

Das ganze Thema ist also zunächst eine rein mentale Aufgabe und nur das Ich lässt einen ständig beschäftigt sein, um sich genau vor diesem Punkt möglichst lange fern zu halten. „Ja, aber die anderen…“, ist dazu der passende Satz. Die anderen sind immer die Bösen.
Nur das Ich will schnelle Lösungen, die es auch nur akzeptiert, wenn es darin erkennt, dass es sich nicht ändern muss.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch seine Ich-Konditionierungen, der Mensch selbst gefragt ist, diese für sich zu ändern, wenn er an seiner „Veränderung“, hin zur Selbstbestimmung und was alles damit in Verbindung steht, interessiert ist.

Denn beinhalten die vorhandenen Ich-Programmierungen auch die Grundlagen zur Erzeugung der alten Ordnung, die sich nahezu überall in Form der Hierarchie zeigt und man allgemein gern von „öffentlicher Ordnung“ spricht.

„Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“ Art 20 GG

Also ein gewagtes Unterfangen. Auf Geht’s!

Die Masse erzeugt diese Ordnung selbst, und der Einzelne ist, wenn er sich dazu entscheidet, selbst(!) gefordert, sich dort herauszuarbeiten. In der Gruppe funktioniert dies, wenn ausschließlich „Entwicklungsbereite“ zueinander finden.

An dieser Stelle ist auch klar erkennbar, dass sogenannte „Eliten“ auch dadurch entstehen, wenn die breite Masse selbst an der von ihrem Ich befohlenen Unbewusstheit festzuhalten gedenkt, weil man lieber in der Unvernunft verweilen mag und die damit verbundene Fremdbestimmung gerne in „Kauf“ nimmt.

Dass ein altweltlich konditioniertes Ich bei der Gestaltung von Strukturen, durch den Akt der Verdrängung, Probleme in der Regel nur symptomhaft behandelt – dort wo sie sicht- und spürbar in Erscheinung treten.

Das wiederum führt zu einer zunehmenden Verkomplizierung in entsprechend geschaffenen Strukturen. Irgendwann benötigt man mehr Energie, um die Struktur zu erhalten, als damit die eigentliche Aufgabe zu erfüllen, wofür die Struktur anfänglich erschaffen wurde – es folgt der „organisatorische Tod“ (Insuffizienz).

Man sieht, dass die vom Menschen nach künstlichen Regeln (der Fremdbestimmung) geschaffenen Strukturen den Menschen über die Zeit selbst entfremden und entmenschlichen lässt. (Dies, weil sein Ich an einer Ordnung festzuhalten versucht, die sich gegen die Prinzipien des Lebens an sich stellt, indem es – wo es geht und steht – die Bedingungen und damit erzeugte Engpässe implementieren und zu diktieren versucht. Man werfe hier einen Blick auf die ökonomischen Strukturen.

Gut erkennbar, wo bspw. Verwaltungsorgane (in politischer Hand) sich nur noch im Sinne der Selbsterhaltung und auf Kosten eines gläubigen und wertschöpfenden Wählertums, zu erhalten versuchen – vorangehend einem wachsenden „Schuldenberg“, den der Wähler jedoch letztlich mit seiner Wertschöpfungsfähigkeit wieder abbauen soll. (Das Geld wird für die Schuldenerzeugung aus dem Nichts geschaffen, während der wertschöpfende Mensch reale(!) Werte schafft.)

Das ist insgesamt natürlich kompletter Unfug, wenn man erkennt, dass mit den Schulden verbundene Zinsen, nur die Dar-Lehensgeber und ihre Handlanger ihre eigenen Lebensgrundlage versorgt sehen, ohne selbst eine reale Wertschöpfung betrieben zu haben, wobei wir den Sprung ins Bankengewerbe vollzogen haben.

Negativ-Zinsen tragen also eine vollkommen andere Symbolik in sich: Wenn Zinsen stets nur durch Wertschöpfung „zurückgezahlt“ werden, die Banker von den Zinsen leben und nicht von der Tilgung, dann sind „Negativzinsen“ die Befreiung des Menschen.

Wie gesagt: Das Handlungsverhalten einer symptomhaften(!) Behandlung wahrgenommener Probleme, entspricht dem Wesen des Ichs, als Form der Verdrängung und damit der Schaffung zusätzlicher Komplexität innerhalb der von ihm geschaffenen Strukturen, somit immer weiter weg von notwendiger Wirksamkeit dieser Strukturen und dadurch in der selbstgeschaffenen „Notlage“, die Energie irgendwo „hernehmen“ zu müssen. (siehe: oben).

Lösung (Erlösung) findet der Mensch erst, wenn er sich zum Umdenken (schrittweise Neukonditionierung) selbst entschließt, was in jedem Fall über das gewohnte Verdrängungskonzept hinaus geht. (Auf der anderen Seite sich der eine oder mit den Denk- und Verhaltensmustern und praktischen Grundlagen ganzheitlicher Neuorientierung beschäftigt, die ihn hochwirksame Strukturen gestalten lassen, was an dieser Stelle alle Akteure aus dem Bereich ökonomischer Organisations- und Systemgerstaltung anspricht.)

Hat man diesen Punkt (nicht einfach nur zu verdrängen) erst einmal bei sich selbst überschritten, erkennt man, dass so manch beobachtete Problemorientierung, Präsentation von Schuldigen und Verursachern, sich mitunter als zwanghafte Angelegenheit präsentiert, man selbst jedoch und ohne sich darüber aufzuregen, einfach davon ablassen kann.

Lösungen finden sich dann , wenn man über die gewohnten Grenzen hinaus denkt, was in aktuellen Fall des stattfindenden Wandels, bedeutet, sämtliche vom Menschen geschaffenen Grundlagen in Frage zu stellen, damit man sich auf einer „grünen Wiese“ zusammenfindet – zunächst eine mentale Angelegenheit.

Die Lösungen sind alle bereits vorhanden. Es gilt lediglich die jeweiligen Brücken dazwischen zu errichten.

Warum keine Lösung einfach hinschreiben? Weil es einen Erkenntnisprozess bedarf, der im Dialog entsteht und nichts damit zu tun, hat nur etwas vorgeben zu wollen und der Rest hat es dann nur zu fressen. Denn das wäre dann wohl mehr, als nur komisch.

Es macht also Sinn, bevor man an übliche Lösungen denkt, darüber nachzudenken, ob man wieder vorhat, Symptome (durch Verdrängung) zu bekämpfen und Schuldige zu suchen oder den Weg der „verursachenden Ursache“ zu geht.

Also? Hinüber in die Neue Zeit.

Musikalische Untermalung: „The machine Age“, Bicentenial Man, James Horner

P.S. Alles weitere nur noch im Beisein meines Anwalts… 😀

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