Der Sprung ins Gewisse

(v1.25) Tja. Was soll man da sagen? Gestern war nach dem aktuellen Kalender der 12. Dezember 2018 plus minus ein paar hundert Jahre mehr oder weniger. Vielleicht sind wir ja schon im Jahr 3456? „Karl der Große“ weiß das bestimmt.

Wenn man erst einmal verstanden hat, dass Zahlen und Kalender nur Erfindungen sind, um das Unbegreifbare „begreifbar“ machen zu wollen, um Regelwerke in Gang zu setzen, damit der Mensch innerhalb eines von ihm selbst geschaffenen Gedankenkonstruktes agieren kann – nicht selten zu agieren hat. Vereinbarungen, Vorgaben, Gesetze, Verträge, Konventionen, Traditionen, Systeme &c.

Wer hinterfragt schon, dass auch Länder nur künstliche Gebilde sind, in(!) denen der Mensch besser seine Person (Er ist ja nicht seine Person, er hat eine (oder mehrere) Person(en), Rollen) – bspw.: „der Staatsangehörige“ – verwaltet werden.

Der Mensch selbst untersteht ja grundsätzlich dem Naturrecht. Die Frage ist nur, ob er lieber fremdbestimmt (durch die Schaffung einer natürlichen Person (= der Mensch in der Rolle als Rechtssubjekt)) verwaltet werden mag oder nicht. Wobei es nicht ausreicht nur „Ich will nicht!“ zu sagen und sich heftig mit Händen und Füßen zu sträuben. Er braucht ein funktionierendes Fundament, nachdem es für und mit ihm funktioniert. Das bisherige „Konzept“ lässt ihn ja mehr als Betreuungswürdiger erscheinen.

Seine Unvernunft, die ihm auch bei anderen begegnet, die gern als „Vernunft“ verkauft wird, macht ihn zum Betreuten und solange existieren auch seine „Gegenspieler“, die Betreuer in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen.

Erst wenn er sich offiziell(!) aufmacht und sein Denken und Handeln an den Grundprinzipien der Natur orientiert – vor allem in seinem Handeln – dann wird auch für eine zunehmend selbstbestimmende Gesellschaft ein „Schuh“ daraus.

Seine Verwalter sind sich (natürlich) darüber im Klaren, dass er verwaltet werden muss. Warum? Ganz einfach: wegen der von ihm als „normal“ deklarierten, gesellschaftlich tolerierten Unvernunft, die er gerne als „Vernunft“ verkauft. Er tut ja nur so, als ob er vernünftig ist und ein Gewissen hat!
Das ist die Grundlage für die vorhandene Betreuung und den Betreuern der Gesellschaft. Solange er sie wählt oder sich damit abfindet, zeigt er an, dass er betreut werden will, ohne in der Regel darüber vorgedacht zu haben, was der Akt des Wählens wirklich für ihn bedeutet.

Sein Verhalten begründet der Betreute damit, „dass es ja alle auch so tun“, „weil es ja schon immer so war“ und „er ja nicht anders könne“. Er sei ja gezwungen. Seine Zugehörigkeit in allen Ehren. Der deutsch sprechende Mensch hat bis heute nichts dazugelernt. Jedoch hat er dazu die Begabung.

„Das Alte muss nicht weg. Das wäre nur die übliche Verdrängung von jenen, die selbst das Alte in diesem Verhalten verkörpern.“

Dass natürlich nahezu alle so „funktionieren“, macht es der Verwaltung natürlich auch einfach – wenn es nicht ab und zu ein paar „Unruhestifter“ schaffen würden, die die gewohnte Ruhe zwischen belohnter Betreuung und den belohnten Komfortsofa-Akrobaten zu stören.

Man nennt sie dann geschwind „Reichsbürger“, „Abtrünnige“, „Querulanten“ oder was es sonst noch so alles Schönes gibt, um fix ein Feindbild zu erschaffen, um so die gewohnte Handlungsexistenz rechtfertigen zu wollen.

Bisher war ja alles schön geregelt und wer sich nicht beschwerte, musste demnach zufrieden sein. War das wirklich so? Sicher nicht. Doch wer seine Stimme bei der Wahl abgibt, hat im Grunde auch nichts mehr zu sagen. Was soll‘s!

Über die Jahre entpuppt sich die ganze „Staatsnummer“, in der sich die Mehrheit eingelebt hat, mehr und man als ein selbstgeschaffenes Ungetüm aus Regelwerken (Gewohnheiten, Konventionen, Vorstellungen, Gesetzen, Verordnungen, belohnter Artigkeit), überkontrolliert und überorganisiert, damit auch jeder Zugekommene gleich in das gewohnte Bild „eingepasst“ wird.

Die eintrudelnden Flüchtlinge entpuppen sich dabei als willkommene Gleichgeschaltete, zusammen mit den Europäern. Lediglich die sichtbaren Ausprägungen der Kernverhalten lassen sie voneinander unterscheiden. Kampf, Widerstand und Feindbilder usw., sind auf beiden Seiten gewohnte Denk- und Handlungsmuster.

Wer denkt schon darüber nach, dass nun die Zeit gekommen ist, für die Jahrhunderte andauernde Unterdrückung anderer Völker und sich daraus ergebender europäischer Wohlstand, das passende Feedback einzuholen?

Kaum jemand hinterfragt, warum sich kollektiv gegen das Leben selbst gewandt wird, während sich lieber mit dem selbsternannten „Feind“ beschäftigt wird.
Sichtlich weil davon ausgegangen wird, dass das, was da so in den Tag „hineingelebt“ wird, bereits das Leben selbst sein soll. Man kennt ja nichts anderes.

Wer ahnt schon, dass es sich um eine Simulation des Lebens handelt, die sich durch künstliche geschaffene Bedingungen zum Ausdruck bringt, um sich gegenseitig unten zu halten und/oder unter(ge)halten zu werden?

Da hilft es auch nicht, nur die eine Gesetzessammlung durch eine andere ersetzen zu wollen – zusammen mit der gesamten Führungsriege, während das dahinterliegende Ordnungsprinzip nicht in Frage gestellt wird.

„Der Mensch der alten Ordnung „funktioniert“ nach seinen Programmierungen (sein „Ich“) und ist nicht „Herr über sich selbst“. Deswegen versucht er „Herr über andere“ werden wollen. Er versucht sich mit „so tun, als ob“ in Vernunft und Gewissen. Jedoch zeigt sein Handeln das Gegenteil.“

Und damit auch sichergestellt ist, dass diese damit verbundene Entscheidung aller Entscheidungen (die Infragestellung seiner Programmierungen und somit des Systems) erst mal „nicht aufs Tablett kommt“, bedient man sich des kollektiv verdrehten Umgangs mit der Angst.

„Angst als Warnsignal vor Veränderung, statt als Signal etwas dazuzulernen.“

Dieses Verhalten findet seine Ursache, einmal(!) für die eigene Entwicklung bestraft worden zu sein – einschließlich damit verbundener Unterdrückung und so entstandener Verdrängung. „Man“ sollte ja „entsprechen“. Jede weitere Kränkung, ist lediglich eine Erinnerung an die erste Bestrafung.

Der „Mensch“, der sich in seiner Würde verletzt sieht, ist nicht der Mensch selbst, sondern sein „Ich“, was sich verletzt sieht. Denn: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Eine unantastbare Würde braucht auch nicht zu beschützt zu werden!

Wer nun Würde mit Geld, Macht, Eigentum, Besitz, Hab und Gut zu verbinden meint, bewegt sich gewohnt im Alten, in der Mehrung und Verteidigung des Erreichten – Lichtjahre und doch nur einen Schritt entfernt von dem, was Leben bedeutet.

„Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“ Art. 1 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

„Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Sie ist der eigentliche Hort der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit.“

Wer bitte schön mag denn das bei anderen einfordern wollen, wenn nicht erst mal bei sich selbst?

Wer seine Kinder nach den gewohnten Vorstellungen zu erziehen(!) versucht, darf sich nicht wundern, wenn er selbst keine Menschenrechte erfährt (Wobei wirklich nur der erste Artikel benötigt wird. Alle anderen sind für all jene, die gerne in der Betreuung verweilen wollen.).

Die Gesellschaft unterwirft sich ihren eigenen Gewohnheiten, die in der Familie anerzogen werden, um zu entsprechen. Den Kindern gibt man zwar mit, dass ihre Familie anders sei, als die anderen „Blöden“, doch letztlich ziehen sich alle nur selbst „über den Tisch“.

Nur Kinder kann man „über den Tisch ziehen“, „auf den Arm nehmen“ und (in die Wiege) „reinlegen“.

Das „muss“ in der Tat erst mal realisiert werden, dass in der Familie die wesentliche Entscheidung getroffen wird. Dies zwischen betreuter Unvernunft und mangelndem Gewissen oder einem Menschen, der sich zunehmend in Richtung Selbstbestimmung entwickelt, durch Entfaltung von Vernunft und Gewissen.

Das was unter „Gewalt“ verstanden wird, geht in der Tat vom Volke aus.

Der Mensch hat über die Jahrhunderte die für seine innere Entwicklung notwendigen Disziplinen Politik, Psychologie, Philosophie, Theologie und das Recht in fremde Hände gegeben und sich dann von dort Märchen erzählen lassen, statt selbst zu denken und so schritt für Schritt selbst zu einem arbeitenden und Geld verdienenden „Was-auch-immer“ reduziert.

Kindergärten, Schulen, Unternehmen, Kirche und Staat sind hierbei lediglich Institutionen, die sich der anerzogenen (ankonditionierten) Verhalten im Sinne gewohnter Obrigkeitshörigkeit bedienen.

Wie gesagt: Die eigentliche Gleichschaltung erfolgt in der Regel in der Familie.

„Herr Berg, sie werden hier fürs Arbeiten bezahlt und nicht fürs Denken.“ „Zu spät.“