Deutschländer Betrachtung

Die Wahl Trumps lässt einen Schimmer des Umdenkens erkennen – auch hier in Europa und naheliegend, auch in Deutschland, bedarf es auf vielen Seiten des Umdenkens.

Denn es einfach nur auf die Unfähigkeit der Politiker schieben zu wollen und Schuldige für die Misere zu suchen, ist sichtlich zu einfach gedacht und entspricht gewohnter Verdrängung. Denn Betreuer und Betreute schufen gemeinsam den wahrgenommenen Umstand.

Klassische Politik im „Gießkannen-Prinzip“, nicht selten ein paar Gesetze zusammenwürfelnd, an die dann die Masse glauben soll, wenn sie sie kennen würde und auf der anderen Seite jene, die andere wieder einmal vorschicken konnten, das Komfortsofa zu retten – das wird dieses Mal nicht ausreichen.

Es geht beim Umdenken nicht darum, nur Gesicht gegen ein anderes austauschen zu wollen – das ist ebenfalls zu einfach gedacht. Sicher mag es sich um eine Übergangsphase handeln, das wird man spätestens in der Umsetzung sehen. Am Tun wird man sie erkennen. Auch Willensbekundungen und Absichtserklärungen allein, werden nicht ausreichen. Und einem (Um)Handeln geht stets ein Umdenken voraus.

„Zu Risiken Nebenwirkungen, essen Sie die Packungsbeilage, und sagen Sie nichts Ihrem Arzt oder Apotheker.“

Hier in Deutschland beschäftigt man sich mit der Vorstellung, dass der „Deutsche“ ausgerottet werden soll. Das trifft im Kern nur auf die gewohnten Denk- und Verhaltensmuster zu – wobei wir schon wieder beim Umdenken angelangt sind.

Seit ich mich mit dem Thema (deutsche) Denk- und Verhaltensmuster – okay, im großen Rest der Welt, sind diese Muster ebenfalls vertreten – beschäftige, ist es ziemlich ruhig um mich herum geworden.
In der Regel, weil ich mir ständig anhören muss, dass immer „die anderen“ noch nicht soweit sind – dies sogar von bekannten Szenen-Persönlichkeiten.
Ab und zu stellt man auch die Gedanken aus diesem Blog zur eigenen Sicherheit bestehender Muster in Frage. Umdenken scheint also ein unheimlich schwieriger Prozess zu sein – zumindest für die meisten. In Gelsenkirchen ist es einer 87 -jährigen Frau gelungen und einem 17-Jährigen auch.

Sollte ich jetzt deshalb schweigen und solange warten, bis jene es von selbst erkennen?

Ich schreibe es für mich hin, sozusagen als Brotkrume am Wegesrand. Wenn das einige als „Belehrung“ empfinden, liegt es daran, dass sie sich mit der Aussage bereits im Widerstand zu sich selbst befinden. Wie gesagt: Projektionen, Schuldzuweisungen und Verdrängungskonzepte.

Rückliegend Beobachtungen haben über die letzten Jahre gezeigt, dass ein öffentliches Umdenken im Rahmen bestehender Konventionen (system- und artgerechtes Verhalten) zur Ausgrenzung führt. Das ist der sichtbare Ausgang aus der gesellschaftlich selbstgeschaffenen Unmündigkeit und auch der Grund, warum sich einige Zurückgezogen haben, weil es gleichzeitig ans Hab und gut geht. Welchen Preis ist man also bereit wirklich zu zahlen?

Als das Thema „Verantwortung“ sich plötzlich hinter dem ganzen Rechts-Gegeneinander-Tamtam zeigte, war das erste Mal dieses Phänomen zunehmender Schweigsamkeit bei den Kontakten – damals noch über 800 – erkennbar.

Denn irgendwann kommt mit der Verantwortung auch die Infragestellung der Autorität. Denn zeigte sie sich ja bisher für das wahrgenommene Dilemma „verantwortlich“ und plötzlich steht es beim Wähler wieder vor der Tür. Komisch.

„Du kannst Deine Verantwortung soviel verschieben, wie Du willst. Am Ende erntest Du nur das, was du gesät hast.“

Aber vielleicht liegt es bei der von mir wahrgenommenen Ruhe nur am fehlenden „gelben Schein“ oder vielleicht bedarf es nur einer patriotischen Einstellung.

„Deutschland vor… noch ein Tor.“

„Wer ist der größere Tor? Der Tor oder der Tor, der ihm folgt.“

An dieser Stelle kann ich jedoch alle beruhigen, dass Rechts- und Staatsthema habe ich für mich bereits durch. Das geht – auch wenn sich das einige einfach nicht vorstellen mögen. Denn zeigte sich bei den Themen der letzten Jahre stets ein winziger Ausgang, der von der Mehrheit scheinbar übersehen wird und sich so die Akteure weiter im jeweiligen Thema bewegen und irgendwann hinwerfen. Komisch. Wobei es „eigentlich“ ganz einfach ist.

„Das Prinzip von der berühmten Heunadel im Steckhaufen.“

Es erfordert im Kern nur eines: Aufgeschlossenheit. Und für mich kann ich sagen, dass da niemand ist, der mir die Brocken vorkaut und ich mich nur noch zu bedienen habe – weil zuweilen die Frage kommt, wer mir denn das alles stecken würde.
Ich lerne von Euch und von eurem Tun, Eurem Schreiben, den Gesprächen. Es sind die Smudas, die Youtubes, die Schlotterbecks, die Richters, die Polizeis, die Sommers, die Schwindels, die Beckers, die Frühwalds, die Befürworters, die Gegners, die Politikers, die Manns, die…

Jedoch lerne ich nicht, indem ich es ungefragt kopiere, sondern stets im Kontext des größeren Ganzen in Bezug stelle. Und da in der Regel das, was funktionioniert, von Einfachheit ist, spare ich mir auf diese Weise viel Zeit, wenn etwas kompliziertes, durch viele äußere Abhängigkeiten und Willkürentscheidungen funktionieren soll. Nur das gewohnte Ego mag es kompilziert, weil es versucht, sich damit wieder an die Strukturen der Welt zu klammern. Zurück zum Thema.

Während sich die Probleme in den USA hauptsächlich – in anderen Ländern ist es gewohnt nicht viel anders – um finanzielle, wirtschaftliche und gesundheitliche Aspekte drehen, haben sich hier in Deutschland zwei Lager aufgetan.
Die einen, innerhalb der klassischen Vorstellung gewohnter Systemordnung ihren Tag verleben oder ihre Früchte im Alter bereits genießen und mit dem „Stigma der Reichsbürgerschaft“ und deren Trägern nicht zu tun haben zu wollen.

Erst die Tage wurde eine Bekannte von ihrem Bekannten hart angegangen, was ihr denn einfiele, sich so einfach zu melden, da er sie doch in der rechtsradikalen Nazi-Szene sähe.

Auf der anderen Seite gibt es jene, die nach einem Rechtsstaat (im Wesentlichen nach einem Friedensvertrag mit den anderen Nationen) Ausschau halten, – in der Vorstellung, es würde bereits genügen, was den stattfindenden Wandel und angepeilten „Friedensvertrag“ insgesamt betrifft. Jene, die ich jedoch bisher traf, bewegen sich erfahrungsgemäß nicht mehr innerhalb gewohnter, ökonomischer Grenzen.

Dabei haben Ökonomie und Friedensvertrag einen durchaus zusammenwirkenden Charakter. Denn wenn man sich vor Augen führt, dass der Krieg in der Regel auch einen ökonomischen Aspekt in sich trägt, wäre es doch nicht zu verachten, diese beiden Aspekte „Ökonomie und Friedensvertrag“ miteinander zu verbinden.

Was bedeutet, dass der aktuell verstrittenen und unorganisierten „Reichsbürger-Szene“ wohl eher eine umfänglichere Aufgabe zukommt, der sie sich scheinbar noch nicht bewusst ist.
Einer Aufgabe, der sie unter konventionellen Bedingungen gar nicht die notwendige Aufmerksamkeit schenken könnte – die auch über die gewohnte „Rückbesinnung“ hinausgeht.

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