Die Angst der Gesellschaft vor ihrem herbeigesehnten Wandel

So wie manche E-Mail formuliert ist, flaniert man lockeren Schrittes auf einen gesellschaftlichen Engpass hin – zumindest im Geiste, entschlossen und gewollt.
Dabei ist es von besonderer Bedeutung, dass alles auch auf Angst und Aussichtslosigkeit getrimmt ist. Man gewinnt den Eindruck, dass sich die Opfer bereits zu einem gemeinsamen Stelldichein bei den Klippen verabredet haben.

Krise ist jener geistige Zustand, dass mit vorhandenem Wissen keine Lösung mehr erreichbar ist und das Prinzip „Vom mehr des Selben“, die Situation nur weiter verschärft (und immer komplexer wird). Und dies bei gleichzeitiger Gegenwehr durch permanente und konditionierte Problembetrachtung.“

Auf der einen soll sich „etwas“ ändern, auf der anderen beklagt man sich über zunehmende Stresssituationen, die nicht selten nur durch das Lesen von abstrusen Nachrichten entstehen. Ein Horrorszenario jagt das nächste und es gibt immer wieder „Experten“, die das Niveau der Aussichtslosigkeit der Massen noch weiter runterzuschrauben wissen.

Dabei ist alles nur reine Kopfsache. Aber gegen Bunkeranlagen, bevorzugte Flüchtlinge, herrschender Ungerechtigkeit, Endzeitstimmung, Genozid-Gedanken und was es sonst noch so gibt, kann die sich selbstbefruchtende Masse, in erregender Erwartung womöglich noch Schrecklicheres hören zu wollen, einfach nicht entziehen. Zu sehr ist man mit dem Untergang beschäftigt und der Druck „von Außen“ wächst bestellt bis ins Unerträgliche.

„In der Tat muss es wohl erst viel schlechter werden, bevor es besser wird.“

Ich denke, es braucht wohl noch eine Weile, bis sich ein Umdenken hin zur Lösungsorientierung (also nicht durch ein einfaches und gewohntes Verdrängungskonzept) einstellt. Doch wer weiß, vielleicht ist das auch nur eine Erwartung, die sich nicht unbedingt erfüllt.

Dennoch wünsche ich jedem, dass er an dieser vermeintlichen Stelle den Punkt in sich überwindet.

Denn das, was als die „Matrix“ bezeichnet wird, hat im Kern etwas mit den eigenen Konditionierungen zu tun.
Man schafft sich also immer selbst den Kopfknast: Während man in der linken Hand den Schlüssel hält und gleichzeitig mit dem rechten Daumen das Schlüsselloch selbst zuhält.

Also nochmals zum darauf Herumdenken:

„Möchtest Du wissen, was genau sie ist? Die Matrix ist allgegenwärtig. Sie umgibt uns. Selbst hier sie, in diesem Zimmer. Du siehst sie, wenn du aus dem Fenster guckst oder den Fernseher anmachst. Du kannst sie spüren, wenn du zur Arbeit gehst oder in die Kirche und wenn du deine Steuern zahlst. Es ist eine Scheinwelt, die man dir vorgaukelt, um dich von der Wahrheit abzulenken.“ Morpheus, The Matrix

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