Krise ist vorbei – Wunschdenken bleibt

http://tinyurl.com/33e2699 (FAZ)

Deutschland ist nicht durch die Krise gekommen; sie wurde nur mit Beharrlichkeit, Problemverschiebung und -kaschierung ausgesessen. Illusorisch zu glauben, dass die Krise vorbei ist – sie schwelt weiter, ist Krise stets eine Ausblühung menschlicher Unzulänglichkeiten und falscher Vorstellung über tatsächliche Zusammenhänge. Zeichen einer Krise zeigen, dass ungeregelte Prozessmuster sich ab und zu ein Stelldichein geben, dessen sich der Mensch, obwohl er sie durch seine Verhaltensmuster erzeugt, gleichzeitig nicht bewusst ist – fehlt ihm noch das Verständnis für die Zusammenhänge dynamischer Systeme und Wechselwirkungen. Es regieren Emotionen und persönliche Befindlichkeiten das Tagesgeschehen, führen zum Verfall wertvoller Symbiosen und sich daraus ergebender, synergetischer Effekte.

Der Schreiber irrt, wenn er versucht das Schöne herbeizureden, um letztlich andere Strukturen am Leben zu erhalten, die nur von den Werte schaffenden Strukturen profitieren und gleichzeitig vorhandene Symptome (Arbietslosigkeit und Hartz-IV) unter den Tisch zu kehren.

Dem erwähnten Mittelstand fehlt lediglich die Erkenntnis, dass nur er selbst das schaffen kann, was ihnen aktuell fehlt – niemand anders. Dass die Probleme, mit denen wir uns heute konfrontiert sehen, sich als emergent-katalytische Effekte aus überfrachteten ökonomischen Strukturen heraus ergeben, scheint kaum jemandem aufzufallen – plagen sich die Betroffenen unaufhörlich damit herum im Irrglauben: Das müsse alles so sein.

Sich nicht mit zeitgemäßen Denkmustern auseinanderzusetzen, die Vertreter zu tabuisieren, führt bei den Betroffenen nur zu weiterer Verhärtung ihre Vorstellungen, die sich in global-orientierten ökonomischen Strukturen zunehmend als befremdlich und nicht überlebensfähig erweisen.

Es geht auch nicht darum, wie ich es selbst erleben durfte darum, ein gemeinsames Mitleidsliedchen anzustimmen und wer der beste Bariton ist, gehört zum Verein, sondern, wie sich die Unternehmen in das Netz globaler Marktstrukturen einpasst und was dafür notwendig ist. Ein Unternehmen erhält seine Funktionalität jedenfalls nicht dadurch, indem es sich von unliebsamen Mitgliedern trennt, in der Hoffnung dass isomorphe, nach innengerichtete Strukturen sich in einem globalen Markt entwickeln werden.

Wie ein Unternehmen aussehen kann, wie es effizient agiert, was dazu notwendig ist und wie dies aussieht, bescheibt das SchubäusModell in seiner ersten Broschüre.

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