Die Kunst der Kritik als Werkzeug der eigenen Entwicklung

Dass zensiert wird, ist für gewöhnlich ein Grund, sich darüber aufzuregen, und sicher mag die Aufregung auch berechtigt zu sein.

Es gibt Phänomene wie das Sperren von Konten in den sozialen Medien und Abschalten von ganzen Blogs bei WordPress. Auch befindet sich so mancher Kritiker in „schwedischer Verbannung“, zieht sich gänzlich aus der Szene der Aufklärer zurück (scheitert lediglich an sich und an der Höhe des selbst gesetzten Themas, was er sich gewählt hat) oder verstirbt.

Es empfiehlt sich in jedem Fall aus einer maximalen Gesamtsicht zu agieren, sonst kommt man nur auf die üblichen, komischen Gedanken. Komisch, im Sinne von „Verschwörung der Schuldigen und Beseitigung der Kritiker“ und tappt damit in die Falle der Feindbildprojektion und einhergehender, waschmaschinenartiger Selbsthaltungsbeschäftigung, wo nur allzu gern schnell wieder „Masse gebildet“ wird.

Die wesentlichen Fragen lauten: Wer ist nicht dafür, dass es endlich anders wird? Und: Warum also ständig nur einseitiges Kritisieren, Beklagen und gewohnte Suche nach Schuldigen und verantwortlichen Verursachern?

So manchen mag das weiterbringen, wenn er im Umgang mit Informationen selbst dafür offen ist und darauf achtet, wie er aus seiner selbstgeschaffenen(!) und fortlaufenden Kritikwaschmaschine heraus (ins nächst größere Ganze) gelangt.
Sein „Ich“ sorgt dafür, dass alles schön kompliziert ist oder er es schön kompliziert wahrnimmt, solange er an seinen gewohnten Verhaltensmustern festzuhalten gedenkt. Besonders schwierig ist es, wenn er noch mit der Vorstellung herumläuft, er sei sein „Ich“ und sieht sich „gezwungen“ kämpfen zu müssen. Dann ist er bereits auf sein „Ich“ hereingefallen.

Das sind alles Sachverhalten und Hinweise, ohne die man sich gar nicht erst in ein Gedankenkonzept einer Neuorientierung machen sollte, wie die bisherigen „Staatsversuche“ gezeigt haben – zumal sie andere nur ausgrenzen, weil man von einer parasitären Symbiose hin zur nächsten übergehen möchte.
Aus diesem Grunde kann man sich auch andere Gemeinden ersparen, die im Kern nichts anderes als die Hoffnung auf einen neuen, „wohlwollenderen“ Parasiten darstellt – in der Regel nur um „die gewohnte Nummer entspannt weiter schieben“ zu können.

Das mit dem „Herauslösen“ geht nur, wenn man sich immer wieder vor Augen führt, dass die Nummer um einiges „größer“ ist, als man sich das vorstellt und den Willen an den Tag legt, sich selbst weiterentwickeln zu wollen, also den Willen auf sich selbst anwendet, statt ihn im Außen durch mission-arischer Überzeugungsarbeit zu vergeuden.
Das ist etwas anderes als sachorientierte Aufklärung, die auf einem Impuls des natürlichen Interesses folgt und kein „Überstülpen von Wahrheiten“, wie ich es in der Vergangenheit selbst getan habe und so mancher sicher selbst kennt.

„Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und der Weg dorthin bequem. Viele Menschen gehen ihn. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal! Deshalb finden ihn nur wenige.“ Matthäus 7, 13 – 14

Soviel auch zum Thema „Kreisverkehr“ nach dem Prinzip „vom mehr des Selben“.

Auch macht es Sinn nicht einfach mit bösen Verschwörern, Eliten, schwarzen Päpsten, Illuminaten oder Sonstigem herumzufucheln: Einfach mal ein Feindbild erschaffen und schon ist der eigene Entwicklungsprozess ausgehebelt. Das ist der einfache Weg… der Selbsttäuschung.

Das „Ich“ schuf den Teufel im Außen, was im Kern nur die Projektion ist. Hier beginnt die erste Täuschung.

Das Rätsel, was es zu lösen gibt, benötigt viele Hinweise, betrachtet aus vielen Disziplinen. Ein Rätsel, welches man jedoch nicht durch bloße Ansammlung von Informationen löst und dann hat sich’s schon erledigt. Da gilt es den Grips anzustrengen. Leichter tut man sich, wenn man sich als Detektiv sieht: „Watson? Wo ist meine Pfeife?“ Offen, statt misstrauisch und vorverurteilend.

Das alles sind nur Hinweise, damit jeder sich Gedanken DARÜBER HINAUS macht, statt gewohnt den nächsten Schuldigen zu suchen und dann hat sich der Fall. Es bedarf der Freude Rätsel lösen zu wollen und dann erscheint der „Preis“ dafür auch nicht so hoch – gleich wie er ausschauen mag.

Es macht aktuell den Eindruck, dass der Deutsche, nicht mehr zeitgemäß ist, was die Neue Zeit anbetrifft. Er suhlt sich viel zu sehr im Gestern und holt ständig alte Klamotten aus der Vergangenheit hervor, um sie wieder handwarm servieren zu wollen. Daran hat der gewohnt Schlafende erst recht kein Interesse. Gestern ist und bleibt gestern.

„Altes vergeht, Neues entsteht, siehe: Der Tod der Deutschen (Denk- und Verhaltensmuster).“

„Was haben Sie daraus gelernt?“ „Die anderen sind dran schuld.“ „Sonst noch was?“ „Ja, wir müssen „Masse bilden“, Widerstand leisten und kämpfen.“

„Das Leben kann nur in der Rückschau verstanden werden, muss aber in der Vorschau gelebt werden.“ Experimenter

„Man könnte sagen, wir sind Marionetten. Aber ich glaube, wir sind Marionetten mit Wahrnehmungsvermögen – mit einem Bewusstsein. Manchmal können wir die Fäden sehen – und vielleicht ist dieses Bewusstsein der erste Schritt zu unserer Befreiung.“ Experimenter

„BRD – Unternehmen – Reichstag – Bodenrecht – Preußen – Deutsches Reich – HLKO – EU – BIZ – Bargeldabschaffung – Strohmann-Konto – Euro – Willkür – Betrug – Illegal – Alliierte – Krieg – Friedensvertrag – BRD und dann wieder das Ganze von vorne.“

Doch wie kann es anders sein?
Wer meinen Blog liest, wird darin auch Gedanken finden, die sich nicht einfach auf der gewohnten Problemorientierung ausruhen. Sicher mag es einer näheren Betrachtung. Denn es gilt: „Auch wenn man weiß, wohin man will, macht es Sinn zu wissen, wo man herkommt.“

Die bewusste Arbeit an zwei Kernelementen der neuen Zeit erfordern es, über die gewohnten „Probleme“ hinaus zu denken. Und mit einer Lösungsorientierung (nicht die mehrheitlich gewohnte Verdrängung („…muss weg“, fortlaufende Klageliedchen und so weiter) ist auch erst eine sach- und konsensorientiert Betrachtung des Bisherigen möglich, die sich nicht einfach durch Geschichte, ihre Akteure und Jahreszahlen zum Ausdruck bringt. Schon gar nicht, wenn sich die Frage nach dem Prinzip hinter den sich den wiederholenden Mustern in der Geschichte beantwortet hat.

Das funktioniert nicht, wenn man nur an den gewohnten Denk- und Verhaltensmustern festzuhalten gedenkt. Denn das ist ungefähr so, als ob man von unten den Berg hoch schaut, der sich als Problem auftürmt, während man blind den Weg sucht.
Erst auf der Bergspitze lassen sich ein brauchbares Bild und eine Richtung erkennen und die ist dann auch von klar.

Im Sinne von Informationsanhäufungen und künstlichen Systemstrukturen bedarf es dazu einer konstruktiven, also Zusammenhänge herstellenden, lösungsorientierten Herangehensweise.

Befreiung – oder: Wie sich Kompliziertes in Einfaches transformiert
Wenn man den Sinn des Vorhandenseins eines Themas erkannt hat, macht es „Klick“ und das Thema ist dann durch, z. B. das Rechtssystem. Dann besteht kein Beweggrund mehr, daraus ein Werkzeug der Gegenwehr (Abrechnung, Vergeltung, Bestrafung) zu gestalten. Man kann im Recht enthaltene Informationen dann nur noch zur Infragestellung des Rechts selbst verwenden. Der Grund, warum soviel noch daran festhalten, in der Hoffnung auf eine „gerechte Endlösung“.

Dabei erscheint mir die mir manchmal begegnende Aussage: „Die anderen seien noch nicht soweit“, mehr wie eine schlau formulierte Ausrede (Verdrängung) derjenigen selbst zu sein, weil jene sich erst selbst damit beschäftigen müssten, um es zu verstehen.
Und mit: „Ja, das ist es…“ und: „Ja, ja, ich weiß…“, ist es jedenfalls nicht getan, wenn man sich einem Thema nähert, während die „Versteher“ beim nächsten Mal mit den gleichen „üblichen“ Fragen kommen. Scheinbar gelangen die Informationen nur ins Kurzzeit-, jedoch später nicht ins Langzeitgedächtnis. Dazwischen scheint ein Filter zu sein. Womöglich das „Ich“.

Und bei der Menge an Unsäglichkeiten, mit den sich durch Problemorientierung ständig beschäftigt wird, kommt das „Klare“ alsbald gar nicht mehr in den Sinn. Doch weit gefehlt.
Eine einmal gehörte Information kann nicht mehr vergessen werden. Gleich wie klein und unscheinbar sie sein mag und wie sehr man sie mit anderem zu überlagern versucht. Sie wirkt weiter im Hintergrund. Lediglich das Ignorieren und Ausgrenzen der Informationsträger, wäre eine temporäre „Lösung“. Doch wohin dieses Verhalten geistig führt, kann man ja auch gut beobachten.

Sachorientierte Darstellung von Situationen (Sachzuständen, z.B. im Recht) sind wirksamer, als das übliche Klageliedchen aus Vorwürfen und schuldigen Hauptdarstellern. Denn es gilt auch: „Wer sich beschwert, erleichtert sich nicht.“

Und wer es verstanden hat erkennt, dass das Recht auch nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat und Papier letztendlich ist geduldig. Denn die findet sich an einem „Ort“, wo bis jetzt kaum jemand hinschaut und auch hat sie nichts mit Bestrafung zu tun. Gerechtigkeit wird noch zuviel mit Vergeltung, Besitz, Hab und Gut verknüpft.

Als Tipp: „Sinnst Du Dich zur Rache an, so grabe stets zwei Gräber.“

Gerechtigkeit – jener Dreh- und Angelpunkt, wo der Mensch einen wesentlichen Schritt weiterkommt, wenn er sich mit dem damit verbundenen Mechanismus der Vernunft beschäftigt. Denn wie sagt man klassisch? „Wie im Außen, so im Innen.“

Oder wie Freud sagte: „Man kann nur das im anderen erkennen, was man selber in sich trägt.“

Wenn sich also was im Außen verändern soll, bedarf es des Arbeitens an sich selbst. Das wiederum bedeutet, den nach Außen (klassisch) gerichteten Willen auf sich selbst zu richten – im Sinne der eigenen (inneren) Entwicklung.

„Altes vergeht, Neues entsteht. Umdenken durch Infragestellung hilft.“

Musikalische Untermalung:

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