Die Welt neu denken, neu entdecken

Bevor ich es vergesse, gestern habe ich eine Verschwörung in der Bratpfanne entdeckt.

Schaut man in die Vergangenheit, so steht die wichtigste Aufgabe im „Potsdamer Abkommen“.

„Es ist nicht die Absicht der Alliierten, das deutsche Volk zu vernichten oder zu versklaven. Die Alliierten wollen dem deutschen Volk die Möglichkeit geben, sich darauf vorzubereiten, sein Leben auf einer demokratischen und friedlichen Grundlage von neuem wiederaufzubauen. Wenn die eigene Anstrengungen des deutschen Volkes unablässig auf die Erreichung dieses Zieles gerichtet sein werden, wird es ihm möglich sein, zu gegebener Zeit seinen Platz unter den freien und friedlichen Völkern der Welt einzunehmen.“

Der heutige Mensch wird ggf. darin keine Aktualität mehr erkennen, da dieser Gedanke schon eine ganze Weile „auf dem Buckel hat“ und sich ja bis heute alles geändert hat und er ja arbeiten und Geld verdienen muss. Doch hat es das wirklich, hat sich wirklich etwas geändert?

Ich denke, seit 1933 und auch davor, nicht wirklich. Der Deutsche ist heute noch so hörig wie damals, und wer nicht in diese seine Konvention hineinpasst, der ist beim „Spiel“ nicht dabei.

„Sie werden hier fürs Arbeiten und nicht fürs Denken bezahlt.“ „Äh,…zu… spät.“

„Wir haben Familien, wir haben Häuser, wir haben… Schulden, Herr Berg.“

Sicher kann man sich dem daraus ergebenden Gedanken gewohnt nickend anreihen, doch reicht das nicht aus, der fade Geschmack bleibt.

Es reicht noch nicht einmal die gewohnte Vorstellung aus, was unter „Frieden“ und „Demokratie“ verstanden wird, solange anerzogene Obrigkeitshörigkeit, damit verbundene Fremdbestimmung und sich daraus ergebende hierarchische Organisationsstrukturen ergeben und natürliche Entwicklung – hin zu Vernunft und Gewissen – mit viel Aufwand anerzogen abtrainiert wird, um so auch weiter eine Betreuungswürdigkeit und Schutzbedürftigkeit rechtfertigen und aufrecht halten meinen zu müssen.

Das gesellschaftliche Mittelmaß wurde bereits vor langer Zeit unterschritten – was die bisherigen Vorstellungen, was Frieden, Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit betrifft, sein sollen. Jene, die gerne gefordert und erwartet, während sie von den Fordernden selbst nicht verinnerlicht sind und so auch nicht vorgelebt werden.

Arbeiten und Geld verdienen machen also doch nicht frei, sondern sorgen sie nur für „Freiheiten“ und „Freizügigkeiten“.

Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit sind beileibe keine Eigenschaften, die man eben mal per Order di Mufti in ein Gesetz gegossen werden, um anschließend in irgendeinem Bücherschrank zu enden, der höchstens einmal im Jahr ausgeräumt und dabei das vermeintlich vorhandene Wissen „abgestaubt“ wird.

Es wird sich zuviel mit den sicht- und spürbaren Unsäglichkeiten (Symptomen) auseinandergesetzt, während die Ursachen weiträumig unausgesprochen bleiben.
Lieber gibt man sich dem Drittklassigen zufrieden – weil es ja so schön „einfach“ ist und sich mit den gewohnten Denk- und Verhaltensweisen deckt, die dann ja weiter unangetastet bleiben können.

Warum ich immer und immer wieder von diesen Denk- und Verhaltensweisen spreche? Ganz einfach: Weil dort die Ursachen für den ganzen Sermon zu finden sind – einschließlich der Anstrengungen, immer andere dafür für die eigene Situation die Schuld geben zu wollen.

Die Frage, die mir nicht selten gestellt wird, wie „ich“ dass denn den anderen „beibringen“ wolle, ist dabei vollkommen fehl am Platz, weil es nicht darum geht, den Denk- und Entwicklungsprozess einzuflößen, was ja nur die übliche Denke wäre und mit individueller Willensbildung und Entwicklung nichts zu tun hat.

Das ist auch der Grund, warum es ziemlich ruhig geworden ist und sich so manche lieber auf das konzentrieren, wo sie nur zustimmend nicken brauchen.

„Wie willst DU das denn den ANDEREN beibringen“, ist und bleibt schlichtweg die falsche Frage und verrät nur die gewohnte Haltung des Fragenden: Erst mal die anderen.

Was die „Demokratie“ betrifft, funktioniert sie nur dann, wenn sie im Sinne einer individuellen, gesellschaftlichen, ökonomisch-ökologischen Betrachtung stattfindet – ein Dialog im Sinne der Entwicklung, der über den gewohnt polit-ideologischen Rahmen hinausgeht, ebenso über gewohntes Daherbeten von Unsäglichkeiten, Suche und Stigmatisierung auserkorener Schuldiger, gefolgt von einer Steuer verwöhnten Behandlung der wahrgenommenen Symptome.

Denn auch das gewohnte Problem-Lösungsverhalten gehört grundsätzlich überdacht.

Sie sehen, es nutzt nichts, „etwas“ eben mal schnell „lösen“ zu wollen, wenn die Ursachen, aus einem anerzogenen Mangeln an Wahrnehmen von Zusammenhängen, nicht erkannt sind.

„Wahrgenommene „Probleme“ werden nicht dort gelöst, wo sie sicht- und spürbar in Erscheinung treten, um anschließend ihre Verursacher nur noch bestraft werden müssen.“

An diesem Punkt zeigt sich auch, dass Geld immer dann zur Verfügung steht, wenn es um das Bewahren des Bisherigen, des Erreichten geht. Klassische Symptombekämpfung ist dabei das dazu passende Geschäftsmodell, um dies zu bewerkstelligen.

Es handelt sich hier um ein anerzogenes Verhalten, was vom Prinzip her auch für die entstandene mitverantwortlich ist. Man ließ und lässt die Bevölkerung im Glauben, dass dieses Denken und Handeln das einzige und richtige sei, denn da ist sie immer beschäftigt, wofür man ihr dann mit Zahlen bedrucktes Papier in die Hand drückt, wenn sie schön artig das macht, was man ihr sagt.

Und da anerzogen mit Geld alles zu bewerkstelligen und verbunden scheint, denn es heißt ja so schön: „Ohne Moos nix los“, ist gleichzeitig gewährleistet, dass „Arbeit frei macht“, da Denken ja nicht bezahlt wird. Das nennt sich Selbsthaltung – verpackt in traditionell-konventioneller Harmonie.

„Mein Haus, mein Auto, mein Boot.“ Werbung der Sparkassen, 1995

(Anmerkung: Liebe alternative Medien: Es reicht nicht, nur über das Geschehene zu berichten, wo der Leser oder Zuschauer sowieso keine Handhabe oder Zeit hat, sich über eine wirksame(!) Lösung Gedanken zu machen, die über gewohnte Schnellschüsse in Form von Verdrängungskonzepten („Da ist das Problem, dort die Schuldigen und die müssen weg!“) hinausgehen. Es sei denn, Ihr möchtet weiterhin zum System gehören, was Ihr anfänglich noch recht fleißig zu kritisieren wusstet.)

Also: Solange also die Ursache unbehandelt bleibt und so im Hintergrund weiter wirkt, solange läuft auch die „Kohle“, wird sich nicht wirklich mit dem System auseinandergesetzt, sondern nur Zeit hinauszögernd mit seinen Symptomen beschäftigt.

Es geht darum, sich der/den Ursachen zu widmen, dann geht es auch voran.