Du hast es selbst in der Hand

Es macht wenig Sinn von etwas zu träumen oder ständig davon zu reden, was sich erfüllen soll, während man sich jedoch vordringlich im Modus der konditionierten Verdrängung (Kampf und Widerstand) bewegt – in der Vorstellung: Man müsste zuerst „das Problem lösen“ (aus dem Weg schaffen), bevor man „etwas Neues machen“ kann.
Das ist letztlich Beschäftigung mit Symptomen, hervorgerufen durch das eigene „Ich“, dass einer persönlichen Entwicklung und damit verbundenen Veränderung aus dem Wege zu gehen versucht. Eine Veränderung, die jedoch notwendig ist, um überhaupt „etwas Neues“ realisieren, bzw. wahrnehmen zu können.

In der Regel kennt man es jedoch nicht anders, denn man „funktioniert“ ja nach seinen Programmierungen – reagiert entsprechend. Und die Liste der Verdrängungs-, Beschäftigungs- und Ablenkungsszenarien des eigenen „Ichs“ sind umfassend. Die erste Täuschung findet in einem selbst statt: Wenn man als Mensch denkt, man sei sein „Ich“ – während man als Mensch jedoch nur ein „Ich“ hat (was die Programmierungen beinhaltet)!

Am Anfang mag man ja in den Widerstand gehen, und das geht dann bis zu einem gewissen Punkt. Doch irgendwann kommt der Moment, wo das Gewusste irgendwie nicht mehr ausreicht.
An dieser Stelle sollte man nicht aufgeben, weitermachen und das Bisherige überdenken und im Sinne der eigentlichen Wertigkeit der grundsätzlichen Bedeutung, die man ihm bisher zumaß, in Frage stellen. Das betrifft zum Beispiel das Recht, als Werkzeug, um „Gerechtigkeit“ erwirken zu wollen.
„Gerechtigkeit“, die im gewohnten Sinne einen eher entstellten Charakter hat, da sie sich in der Regel an „Hab und Gut“ orientiert.

Das mag vielleicht nicht „konkret“ klingen, so in Form eines 1-2-3-Plans. Das liegt daran, dass jeder in seiner Wahrnehmung, Erfahrung, Können und Fähigkeiten und vor allem, was das Selbstvertrauen betrifft, unterschiedlich ist. Mangelndes Selbstvertrauen, was gern als Misstrauen auf andere „projiziert“ wird.

Wer nun in der Vorstellung unterwegs ist, dass das alles ohne Lern- und Veränderungsprozess vonstatten gehen soll, der wird sich irgendwann in den gewohnten „Vanilleeis-Diskussionen“ und „Wir müssen uns treffen und einander die Angst nehmen“ wiederfinden.

Auffälliges
Der Unterschied zwischen „Wissen“ und „Wissen“ besteht darin, dass man sich mit manchen Menschen zwar über alles austauschen kann, jene jedoch nicht nach dem „Gewussten“ leben, es offen nach außen tragen und auch vertreten.
In 2012 sprach ich mit einem damaligen Kollegen über das Thema der Verantwortung. Er bestätigte mir die Erkenntnisse und entgegnete dann: „Ich weiß, aber trotzdem müssen wir kämpfen!“

Aus dieser „gewohnten“ Position etwas anderes, womöglich sogar etwas „Neues“ gestalten zu wollen, ist schier unmöglich, da die unerkannten Denk- und Verhaltensmuster immer wieder das Alte erzeugen, solange sie unbetrachtet bleiben und unverstanden sind. Man erntet immer das, was man gesät hat. Das trifft auch auf jene zu, die sich wundern, warum sie wie ein Opfer behandelt werden und schlimmer.

„Das „Ich“ ist der beste Betrüger, den man sich vorstellen kann. Weil man es nicht sieht.“ Dr. Yoav Dattilo, Ph. D.

„Und der größte Betrug ist: „Ich bin du!“ Dr. Steven C. Hayes, Ph. D.

„Das Problem ist, dass sich das „Ich“ dort versteckt, wo man es zuletzt erwartet. Nämlich in sich selbst.“ Dr. Peter Fonagy,  Ph. D., FBA

Solange „das Verhaltensmuster der ersten Hierarchie“ (Mensch untersteht seinen Ich-Programmierungen, die er/es gleichzeitig versucht zu schützen), wird am Ende immer das herauskommen, was bereits bekannt ist: Vorgesetze, Fremdbestimmung und ihre „Werkzeuge und Methoden: Belohnung für die Anerkennung der Autorität und Bestrafung für Vergehen gegen die Autorität. Davon abgeleitet: Recht, Gesetz, Staat, Verwaltung (Betreuungsinstitutionen), Länder (Meta-Ich), Grenzen usw.

Alles was mit Grenzen und Abgrenzung zu tun hat, sind vom „Ich“ geschaffene, künstliche Wälle, um sich gegen mögliche Veränderungen zur Wehr zu setzen und damit das auch „geachtet“ wird, gibt es eine Armee.

Die vom „Ich“ geschaffenen, geistigen Grenzen werden in Gesetzen (künstlichen Regeln) zu Landesgrenzen und überlagern das Untrennbare – die Welt künstlicher Geteiltheit.

Soviel auch zum Thema „Landesverehrung“ und „Götzendienst“.

P.S. Das „System“ ist im Kopf. Es macht also auch keinen Sinn, „woanders“ hinzugehen!

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