Dunkles Zeitalter?

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/10/28799/#comment-2306 (DMN)

Man muss Rifkins Betrachtung erweitern und auch die Möglichkeit neuer Handlungsmuster aufzeigen.

Mehrheitlich heute wahrgenommene Probleme finden ihre Ursachen in organisatorisch überfrachteten ökonomischen Strukturen – den Unternehmen. Hervorgerufen wird dies durch ein falsch gelerntes Verhaltensmuster, Probleme überall dort lösen zu wolle, wo sie für alle sicht- und spürbar in Erscheinung treten.

Dieses Verhalten findet seine Ursache in der gelernten Vorstellung, man habe es mit einer Welt der Teile, Dinge und scheinbar unabhängig voneinander existierender Probleme zu tun.

Dieses Verhalten führt zu vermehrter Komplexität und Ineffizienz (Insuffizienz) in den Systemen, die dann wiederum mit den gewohnten (und damit auch verbundenen Unzulänglichkeiten) Lösungen aufrechterhalten werden wollen: mehr Arbeit bei sinkender Lebensqualität, mehr Energieaufwand und klimatischen Phänomenen, mehr Druck und Gegeneinander, mehr Geldmittel und somit mehr Schulden (Zins- und Zinseszinsproblematik). Dies um nur die Wesentlichen zu nennen.

Diese beiden Verhalten stehen in einer wechselseitigen Abhängigkeit und führt zu vermehrtem Gegeneinander und wildem Aktionismus.

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“, sagte einst Einstein.

Durchbrechen lässt sich dieser Circulus vitiosus also nur durch ein anderes Verständnis, andere Denk- und Verhaltensmuster und dies ist kein leichtes Unterfangen.

Statt die Welt als eine Ansammlung einzelner Probleme zu sehen und ihnen „kämpferisch“ zu begegnen, haben wir es in Wirklichkeit mit dynamisch vernetzten Zusammenhängen und wechselseitigen Abhängigkeiten zu tun. Und mit diesen Gedanken wird den Akteuren klar, dass die mit mehrheitlich vorhandenem Wissen die Probleme nicht lösen kann und nur zu weiteren „Unzulänglichkeiten“ führen.

Erkennt man die Systemzusammenhänge, so wird sofort ersichtlich, dass man sich die ganze Zeit eifrig nur mit Symptomen beschäftigt hat und die Ursachen, die sich aus den weiter oben beschriebenen Überfrachtungen ergeben.

Was wir brauchen, sind zeitgemäße Organisationsstrukturen (Funktions-, Kommunikations-, Informations- und Prozessstrukturen), die vom Ballast der Komplexität befreit wurden. Dies geht nur mit ganzheitlich/systemischem Denken und Handeln.

Dem Erkennen, Verstehen und schrittweise Neugestalten von Unternehmen (Systeme), als dynamisch vernetzte Beziehungsmuster, wechselseitige Abhängigkeiten, kybernetische, symbiotische, synergetische und kausale Wirkmechanismen.

Auf diese Weise werden wieder die Freiräume entstehen, von denen wir uns kollektiv schon lange verabschiedet haben.

Packen wir’s an.

Alexander Berg
Kommunikation
Das Schubäus Modell

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