An die Rechtsgläubigen

Es ist schon spannend, wenn man sich plötzlich mit dem Recht auseinandersetzen muss, weil ein nicht demokratisch zustande gekommener Verein – genannt EU – sich Gesetze und Verordnungen ausdenkt, die Auswirkungen auf das gesellschaftliche Miteinander haben – so zumindest für alle Obrigkeitshörigen und somit Systemanhänger der alten Weltordnung.

„Personenbezogene Daten“, was für ein starker Begriff. Um welche „Person“ handelt es sich denn da?

Ach, Du denkst, dass es sich dabei um den Menschen handelt? Na, da muss ich Dich enttäuschen. Der Mensch ist nicht die Person und das ist die eigentliche „Täuschung im Rechtsverkehr“. Er hat(!) eine Person.

Nur unterlässt man es, dem Menschen diese Information an die Hand zu geben, dass er nur eine Rolle in diesem Rechtssystem spielt. Der Mensch in der Rolle als „natürliche Person“ – des Näheren: in der Rolle als Rechtssubjekt.

Diese „Person“ ist eine künstlich geschaffene Entität, wird – innerhalb der gewohnten Rechtsordnung (positives Recht), was ebenfalls eine Fiktion ist, verkörpert durch seinen Vor- und Familiennamen, seine Anschrift usw. und lässt sich prima um andere Informationen erweitern. Deshalb soll man sich ja überall „registrieren“.

Letztlich beruht die „natürliche Person“ auf einem Stück Papier. Man nennt es auch „Geburtsurkunde“.

All die schönen Gesetze – okay, die DSGVO ist eine Verordnung – sind nur für besagte Personen gemacht, brauchen um zu gelten, sowohl einen räumlichen, einen sachlichen, einen zeitlichen und einen – da ist es ja wieder – einen persönlichen „Rahmen“ – auch genannt: Geltungsbereich.

Der räumliche Geltungsbereich hat dabei eine „besondere“ Bedeutung, denn er gibt Aussage über das Staatsgebiet, worin(!) das Gesetz für besagte Personen gilt.

Ach so. Der Begriff „gilt“ ist ebenfalls ein Hinweis auf eine Fiktion, die weder bewiesen, noch widerlegt werden kann.

So hinter vorgehaltener Hand: Es ist nur ein Glaubensprinzip.

Und wer dafür Geld bekommt (also belohnter Glaube), der macht sich dafür natürlich auch stark.

„Fritzchen, ich geb’ dir jetzt mal zwei Mark. Dann drückst du die Oma mal ganz lieb. Sag’ aber nichts deinem Bruder.“ „Oma, das kostet aber extra.“

Du glaubst mir nicht? Das kann ich gut verstehen.

So ist es sinnvoll, sich auch die andere „Rechtsseite“ der Medaille anzuschauen, das überpositive Recht, was ich Deiner Entscheidung überlasse.

Ganz vergessen. Kennst Du den Mann, dem wir die Einheit für „Druck“ zu verdanken haben? Richtig! Blaise Pascal.

Und eben dieser Blaise Pascal, der recht früh verstarb, hat zwei bemerkenswerte Zitate vom Stapel gelassen:

„Das Recht ist fragwürdig, die Macht ist unverkennbar und fraglos. So konnte man die Macht nicht mit dem Recht verleihen, weil die Macht dem Recht widersprach und behauptete, es sei ungerecht und sie wäre es, die das Recht sei. Und da man nicht machen konnte, daß das, was recht ist, mächtig sei, macht man das, was mächtig ist, zum Recht.“ (Blaise Pascal, 1623-1662, Fragment Nr.298) Zitat aus „Der verborgene Pascal“ von Theophil Spoerri, Seite 132)

„Es ist gefährlich dem Volke zu sagen, daß die Gesetze nicht gerecht sind, denn es gehorcht ihnen nur, weil es glaubt, daß sie gerecht sind. Deshalb muß man ihm gleichzeitig sagen, daß man ihm gehorchen muß, weil sie Gesetze sind, wie man den Vorgesetzten gehorchen muß, nicht weil sie gerechte Leute, sondern weil sie Vorgesetzte sind. Wenn es gelingt, dies verständlich zu machen und daß hierin die eigentliche Definition der Gerechtigkeit besteht, dann ist man jeder Auflehnung zuvorgekommen.“ (Blaise Pascal, 1623-1662, Fragment Nr.326) Zitat aus „Der verborgene Pascal“ von Theophil Spoerri, Seite 133)

Solltest Du Dich sich an dieser Stelle dazu entscheiden, über diesen gewohnten Tellerrand blicken zu wollen, wird Dir auffallen, dass nicht nur das Rechtssystem auf tönernen Füßen steht.

Du kannst natürlich auch weiter daran glauben, dass Du diese Person bist und Dich an Deinen Anwalt wenden, der wird ja von der Rechtsschutzversicherung bezahlt.

Du brauchst letztlich nur daran zu glauben. Und das wird dann Deine Realität sein.

Doch wisse: Die Würde des Menschen ist unantastbar und sie braucht auch nicht geschützt zu werden. Hingegen „geschützt“ werden, mag immer nur das „verletzte Ich“ – welches aus einer Bestrafung für eigenständiges sich entwickeln wollen, entstanden ist. So im Groben.