EE und das Wunschdenken vieler Genossenschaftler

Die erneuerbaren Energien werden dann breiten Anklang in Wirtschaft und Gesellschaft finden, wenn Unternehmen wie auch der zunehmende Teil der Gesellschaft wieder in die Lage einer „Innenfinanzierung durch Bildung von Eigenkapital“ versetzt werden.

Denn aktuell werden Geldmittel dazu verwendet, die überdauerten Strukturen aufrecht zu halten; für Wandel und notwendige Anpassung bleibt wenig Freiraum. Angst bestimmt die Akteure – gelernte Angst. Zudem haben wir es mit einem Paradigmenwechsel zu tun, der nur alle paar hundert Jahre stattfindet. Das aktuelle System schafft sich Schritt für Schritt ab und klassische Politik kann all diese Aufgabe nicht lösen. Denn mehrheitliches Denken schuf erst die Probleme, die man vermeintlich heute nicht mehr loswird.

Was fehlt, sind für alle! wirksame ökonomische Strukturen, die Basis unserer Gesellschaft mit der Kernaufgabe: Gewährleisung der Lebensgrundlagen.

Auch die vielgepriesene Form der Genossenschaft muss sich gefallen lassen, dass sie nur dann zu einem Erfolg wird, wenn sie sich auf einer wirksamen Basis aufpfropft, wie ich dies in einigen Gesprächen mit und über Genossenschaften erleben durfte, wo dies nicht der Fall ist.

Die Wirksamkeit eines Unternehmens wird wesentlich durch das Vorhandensein markt-, ziel- und zweckgerichteter Produkte und Dienstleistungen, wie auch durch eine markt- und mitbewerbserforderliche Flexibilität bestimmt.

Gemeinden und Kommunen geraten aufgrund kollektiver Ausrichtung am Geld und unzeitgemäßer Strukturen zunehmend unter Druck, was einer zeitnahen Entscheidungsfindung zur eigenen Unternehmensentwicklung destruktiv entgegensteht. Ein wirksamer Markt, wie ein Peter Börger (www.Ohne-oel-und-gas.de) dies vorlebt, ist der Endkunde. Wenn man also von privaten Haushalten spricht, so muss man diese auch ansprechen und informieren. Nur davon reden, führt zu nichts.

Eine rein monetäre Ausrichtung ist für eine Genossenschaft eine bedenkliche Überschrift, wenn stets nur von Renditen gesprochen wird und wirksame Produkte und Lösungen fehlen. Das zweite Symptom, mit dem sich so manche Genossenschaft herumzuschlagen hat, ist die  kollektiv fehlende Bereitschaft der aktiven Förderung der Gemeinschaft. Diese stellt sich dann von selbst ein, wenn besagte ökonomische Grundlagen gegeben sind.
So entsteht eine Chance für alle. Jedoch nicht auf die Weise, wie man sie sich erhofft. Erst wirksame Freiräume, führen zu einem förderlichen Entscheidungsprozess in Richtung „EE“ und die kann nur wie eingangs beschrieben entstehen.

Die letzten beiden Monate zeigten, dass das Interesse an Projekten mit genossenschaflticher Ausrichtung zwar gegeben ist, jedoch zeigte sich in Einzelgesprächen, dass selbst keine wirksamen ökonomischen Strukturen vorhanden waren, wohlgleich jedoch Projektevorstellungen zwischen 10.000.000 und 50.000.000 Euro genannt wurden, denen man „kostenfreie Begleitung“ und „Abrechnung aus Erfolgsbasis“ anheftete. Ein Zeichen dafür, wie sehr Unwissenheit und mangelnde Seriosität die Köpfe beherrscht, die sich die Genossenschaft eher als „soziale Tarnung“ zugelegt haben.

Was ein Unternehmen – und ich spreche hier nicht von einer sozialen Einrichtung und Gelddruckmaschine – ausmacht, sind seine Wirksamkeit und die lässt sich nur durch zeitgemäße und marktgerechte Produkte, Dienstleistungen und wirksame Strukturen erreichen. Reine „Profitdenke“ steht mittlerweile auf dem Abstellgleis, wie man an der zunehmenden Zahl der demonstrierenden Gegner sieht.

Eine Lösung geschieht nicht durch einmalig großes tolles Projekt, was man einmal durchführt, sondern muss in jedem marktorientierten Handeln, auch der ordentlichen Marktansprache zu finden sein.

Und wenn Energie ihren Weg in die Hand des Bürgers finden soll, dann bedarf es nur einem: Das Treffen von Entscheidungen und Tragen von Verantwortung. Und damit ist die Mehrheit der Akteure nicht groß geworden; denn diese entwickelt sich gerade bei den Jüngeren.

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