Eherne Ziele und schicke Worthülsen

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,745235,00.html (Spiegel)

Vollmundig von einem Weltwährungssystem zu sprechen, bedarf jedoch weiträumiger Aufklärung, dass aktuelles System nur in eine Richtung, weitere Kontrolle nur zu weiterer Ineffizienz führt.Das gleiche Spielchen mit den Hearts Fear-Empfängern, warum bedarf es plötzlich 13.000 neuer Stellen, um 5 Euro zu überweisen? Das eine, wie das andere ist kaum an weiterer Lächerlichkeit zu überbieten. Und damit kommen wir zu den Wahlen in diesem Jahr.

Das Problem dabei, es gibt keine Stelle, wo man ein „Nein“ ankreuzen kann, was aus meiner Sicht eine Verballhornung aller Wahlen darstellt. Denn dann würden alle wieder zur Wahl gehen. Denn mehrheitliche Politik kann und wird die Probleme nicht lösen, da sie sich nur mit den Symptomen auseinandersetzt. Und solange die existieren, kann man sein Amt jederzeit als „wichtig“ einstufen. So schafft Gelerntes nur Mehraufwand, der durch die Werte schaffenden Strukturen wieder gepuffert werden müssen.

Wachstum? Nur weil Zinsen gezahlt werden müssen. Wachstum, um nur die „Pöstchen“ auszuhalten. Wachstum, nur weil man Angst hat, hinten anstehen zu müssen.

Doch unverkennbar füht vorhandenes, gelernten Wissen nur zu den Unzulänglichkeiten, mit denen man sich schon fast heroisch entgegenstellt. Eine Gesellschaft schafft sich ab. Schritt für Schritt.

Doch es gibt Auswege. Nur müssen sie auch gewollt werden.

Mit einem Weltwährungssystem oder einer europäischen Wirtschaftspolitik (die sich eher wie ein Fremdkörper im System ausmacht) bestätigen sich nur die weitverbreiteten Verschwörungstheorien – dass die Protagonisten mit ihrem Wunschdenken, damit die endgültige Lösung mehrheitlicher Probleme in den Griff bekommen wollen.

Alles Vorstellungen längst überholtem Denkens und Handelns. Doch kann man niemandem einen Vorwurf machen. Denn Wissen hat nur eine gewisse Wirkungsdauer. Denn mit dem Schritt der Globalisierung lösen sich mit den Grenzen auch die lang gehegten Denk- und Verhaltensmuster aus, die bisher so dienlich gewesen sind, sie sind unwirksam geworden. Die Träger jedoch weiterhin im Glauben, damit noch die nächste „Schlacht“ gewinnen zu können.

Das ganze Brimborium findet nur aus einem Grund statt: Weil man nicht gelernt hat, wirksame, einfache Strukturen zu schaffen, die ein wesentliches weniger an „Energie“ benötigen, als die üblichen Organisationsstrukturen, die durch ihre organisatorisch überfrachteten „Pflegefälle“ für den Menschen Umfelder mit nur geringer Wirksamkeit  darstellen.

Und jeder meint, mit Geld sei dies alles wieder gerade zu biegen. Was für ein Blödsinn. So behauptete ein Unternehmer vor einiger Zeit, man könne doch nur sparen oder einfach mehr Aufträge machen. Schon einmal darüber nachgedacht, dass die Struktur des Unternehmens zuviel verschlingt, dass Engpässe zu den weiträumig wahrgenommenen Unliebsamkeiten führen? Darüber kann man mal diskutieren.

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