Ei, wo isses denn hin?

Man liest und hört von „Wassermangel“ und nicht selten wird von einer „Wasserkrise“ gesprochen. Tja, wo ist denn das ganze Wasser hin, wenn es überall zu „fehlen“ scheint?

Schaut man sich eine Großstadt an, so sieht man auf der einen die regionale Wasserversorgung und -aufbereitung und am anderen Ende die „Verbraucher“. Zu den Verbrauchern gehören auch Unternehmen, welche für ihre Produktionsprozesse auf Trinkwasser zurückgreifen müssen, wenn sie selbst keine eigene Wasseraufbreitung aus Kostengründen vorhalten wollen oder dies, aufgrund der Produktionsprozesse und des Produktes gar nicht geht.

Man hört ja auch von Bestrebungen, aus dem überall propagierten Wassermangel (Der „dauerhafte“ Engpass ist die Grundlage für das Geschäftsmodell der alten Weltordnung) ein rentables Geschäft machen zu wollen. So bemächtigt man jener Ländereien, die über entsprechende Quellen verfügen oder hängt sich einfach an das Trinkwassersystem mit dran und füllt Selbiges in Design-Award-trächtige PET-Flaschen ab, reicht es den Durstigen gegen ein paar Silberlinge – nicht selten mit einer beeindruckenden Gewinnspanne.

Mit der „Lagerung“, die bereits mit dem Abfüllen in Flaschen beginnt, steht dieses Wasser dem natürlichen Kreislauf nicht mehr zur Verfügung.

Der Verbraucher kauft es, trinkt es und so gelangt es in den anderen, künstlichen Kreislauf und „Speicher“ aus Ver- und Entsorgung. (Und nicht alle PET-Flaschen unterliegen einer Wiederverwendung. Die findet man dann im Ausland auf Müllbergen und in den Ozeanen als schwimmende Plastikinseln wieder. Aber das ist ja auch ganz, ganz weit weg.).

Allein die Länge des Abwassersystems in Deutschland betrug in 2010 über 560.000 km. Selbst wenn die Leitungen das Abwassersystems nur einen durchschnittlichen Nenndurchmesser von DN 500 (500 mm) hätten, würde man in diesem System rd. 110 Mio. m³ Wasser transportieren. Ich spreche hier nur von einem Schätzwert. Dies ist nur die eine Seite der Medaille, die Versorgung und Pufferzonen noch nicht eingerechnet.

Im Zuge wachsender städtischer Strukturen (und hier zunehmender Kosten, umgelegt auf den Verbraucher wie auch verschobene Kosten aus dem Zinseszins sowie Strukturkosten), die sich aufgrund gesamtwirtschaftlicher Interessen (Gewährleistung der Lebensgrundlagen) gebildet haben, bedeutet jeder dazukommende Städter eine Erweiterung der Struktur, damit verbundene Puffer sowie, kalkulierbar notwendige Ver- und Entsorgungsbedarfe.

Je mehr Struktur benötigt wird, umso mehr Wasser muss wiederum vorgehalten werden, um den „künstlichen“ Prozess aus Ver- und Entsorgung bedarfsgerecht aufrechterhalten (beherrschen) zu können. Wer pinkelt, pinkelt hierbei fleissig mit.
Nicht selten wird das Wasser bereits „woanders“ besorgt, weil der lokale Grundwasserspiegel – also „nachwachsendes Wasser“ – sich mehr und mehr Sinkflug befindet. Dies wiederum mit Auswirkungen auf das natürliche Umfeld.

Hinzukommt, dass das Rohrleitungssystem zusätzlicher Wartung bedarf (siehe Eigenkontrollverordnung). Alles Kosten, die der Verbraucher zu tragen hat, der sich für eine großstädtische Lebensweise entscheidet – einschließlich der Kosten für die Betreiber und Verwalter jener Strukturen.

Wasserabfüllung wie auch Ver- und Entsorgung sind geschäfts- und gewinnorientierte Prozesse und entnehmen nach dem Prinzip „Macht Euch die Erde Untertan“ der Natur zunehmend ihre Ressourcen, um sie wieder „bedingt“ (gegen Geld) an den Verbraucher weiterzugeben. Und es gibt genug Abnehmer, die ja „gesundes Mineral- oder Tafelwasser“ einem Trinkwasser aus der Leitung vorziehen.

Denn wer trinkt denn schon Wasser aus der Leitung? Da können ja auch Legionellen oder sonst was drin sein, sagt man zumindest. Nicht selten hört man in den Nachrichten etwas von Cholerabakterien im Trinkwasser. So wird der Verbraucher zunehmend verunsichert und findet sich später beim Getränkehändler in der samstägliche Schlange an der Kasse wieder (Zum Thema „Mineral-, Tafel- und Trinkwasser“ am Schluss noch ein paar Takte.).

Die Natur, die wiederum auf den Prinzipien natürlicher Selbstregelmechanismen aufgebaut ist, versucht natürlich ihre eigenen Regelkreise natürlicher Ver- und Entsorgungsprozesse ebenfalls aufrechterhalten zu wollen und gleicht das „fehlende Wasser“ auf ihre Art aus. Dazu mag sich jetzt jeder selbst ein Bild machen. Upps, denn jetzt wirds sehr planetarisch-nicht-linear-dynamisch. Ein tolles System. 😀

Das Wasser haben wir jetzt also „wiedergefunden“. Denn im Kern kann Wasser nicht fehlen. Es verbraucht sich auch nicht. Es ist immer nur „woanders“. Und wie man sieht, ist es der Mensch, der selbst jene Strukturen schafft, die Abseits der Natur ein künstliches Umfeld bilden, was mit mehr und mehr Einsatz aufrechterhalten werden mag. Geschäftsmodelle zu Lasten der Natur.

Die Kernaufgabe des Wassers besteht lediglich darin, den Ver- und Entsorgungs- sowieso Energietransformationsprozesses lebender Systeme zu gewährleisten, was bereits mit der kleinsten Zelle im Körper beginnt.

Ich versprach noch ein paar Gedanken zum Thema „Mineral-, Tafel- und Trinkwasser“.

Gegen alle Unkenrufe ist in der Regel weder Trinkwasser noch seine scheinbaren „Kontrahenten“ Mineral- und Tafelwasser in der Lage den oben beschriebenen Prozess zu gewährleisten. Das wird der Mehrheit nur suggeriert, dass Trinkwasser und die anderen beiden „gut“ sind.

Denn die Wirksamkeit des oben beschriebenen Prozesses des Wassers hängt von seiner Sättigung und „inneren“ Oberfläche ab.

Die Sättigung kann man ganz leicht mit einem Leitwertmesser (dieser misst in µS), dem Kehrwert des Widerstandes (Ohm) gemessen werden. Je reiner ein Wasser ist, umso höher ist sein Widerstand. Denn reinstes Wasser leitet nicht, dies bewerkstelligen lediglich die darin gelösten An- und Kationen. Für den Leitwert (µS) gilt ein entsprechend kleiner Wert. Aktuell trinke ich Wasser mit einem durchschnittlichen Leitwert von 20 bis 60µS. Und auf dem Markt gibt es nur wenige, die hier mithalten können.

Alle Werte, die oberhalb 130 µS liegen, beginnt Wasser auf den Körper – je nach seiner Sättigung – zunehmend abträglich zu wirken. Bei gesättigten Wässern werden die im Wasser gelösten Mineralien im Körper abgelagert. Kalk ist halt Kacke. Magnesium und Calcium bedarf zur brauchbaren Zellverwertung über die Nahrung aufgenommen werden.

Was die nicht selten vollmundige Aussage über die „Güte“ von Trinkwasser und den beiden Mitbewerbern betrifft, wird ihr Wahrheitsgehalt im Übrigen über die Trinkwasser- sowie Mineral- und Tafelwasserverordnung geregelt, wo die Werte dann bedarfsgerecht nach oben hin einfach „angepasst“ werden.

Uranbelastung ist dabei nur ein weiteres, nettes kleines Thema.

Es gilt also mal wieder umzudenken. Denn alle hierarchisch organisierten Systeme, wie sie in den Städten wiedergefunden werden, unter liegen dem Wandel und ich denke hierbei nur an den Turmbau zu Babel.

Also? Die Zeit läuft. Man kann es zunächst oberflächlich lösen und/oder man  geht tiefründig an ein Lösungsmodell.

Da könnt Ihr mal selbst darauf herumdenken, wie so etwas ausschauen mag, damit es naturgerecht funktioniert. Sicher wieder nur eine Sache der Organisation. 😀