Einen Irrglauben überwinden…

Wer dachte, dass die Würde des Menschen unantastbar sei, hat schlichtweg dabei übersehen, dass sie in der Gesellschaft der alten Weltordnung jedoch in einer greifbaren Form gehandelt wird. Denn ihr Name lautet Geld.

Das ist die Würde, die einem bedingt zugestanden wird, die einem genommen, wenn man sich nicht mehr den Bedingungen des Systems unterwirft. Und wenn man die Verachtung anderer erfährt – lässt man sich auf den ungeschriebenen Gesellschaftsvertrag „im Außen“ ein. Würde kann man sich weder erkaufen, noch mit einem Schein apostillieren lassen. Sie entsteht auch nicht plötzlich in einem Massenphänomen, dem man sich als Einzelner nur wie unter einem Regenschirm unterzustellen braucht.

Würde ist eine innere Einstellung, die gesellschaftlich-individuell kondtionierte innere, und manipulierungesfreudige Unausgewogenheiten in Harmonie bringt, die so mancher Situation die notwendige Ruhe und Gelassenheit verleiht, derer man sich mit keinem noch so unvernünftigen Geschreie oder unterwürfigem Getue zu entziehen vermochte.

Würde hat etwas mit Verantwortung zu tun und auch, dass man sich selbst eingesteht, an der bisherigen Situation ebenfalls mitgewirkt zu haben und sei sie individuell-gesellschaftlich noch so beschissen. Denn Verantwortung bedeutet, die beiden Seiten der Medaille anzunehmen und nicht nur jene, die einem „das Süße mehr des Selben“ verspricht, während man den Rest verdrängt und sich selbst von der geistigen Weiterentwickelung abhält, der eigentlichen Schuld (Aufgabe), mit der man es hier in dieser Realität zu tun hat.

Doch geht es nicht nur ums Geld, sondern auch um das, was damit getan wird und wie es getan wird. Denn im alten System ist Geld die Belohnung fürs artig und gehorsam sein sowie „falsche Dinge“ zu tun, die zu immer mehr komplexität und „Marktlücken“ führt, damit jeder nur noch beschäftigt (abgelenkt) ist und die eigene Entwicklung immer weiter in den Hintergrund gedrängt wird.

Auch wenn dies nun noch so gruselig erscheinen mag, ist die zugenommene Komplexität notwendig, um das „Neue“ über einen Bewusstseinssprung (Quantensprung) aus der geschaffenen Quantität in eine neue Qualität zu überführen. Der Quantensprung geschieht auf der Ebene der  Entscheidung, der kleinsten Veränderung im Universum – mit nachhaltigen Auswirkungen.

Man sieht, dass so manches Geschriebene lediglich ein Hinweis zum Hinterfragen und Um- und Weiterdenken ist und nicht den Tatbestand der Existenz erfüllt, auf den man einfach nur mit dem Finger zeigen braucht. Gleiches gilt für das Menschsein. Denn dies erfordert andere, zunächst philosophische Grundvoraussetzungen, als sich dies so mancher mal eben so zusammenwunschdenkt.

Das ist die eigentliche Herausforderung im Leben.