Ein kurzer (offener) Dialog auf Youtube

Bei dem Video ging es um das gewohnte Thema „Recht“ und damit verbundene Beschäftigung.

So schrieb ich: „Solange man sich grundsätzlich mit dem Recht beschäftigt, bewegt man sich innerhalb des Systems (der alten Ordnung). Denn das Recht ist ein von Menschen künstlich geschaffenes Werkzeug, um die Auswirkungen gesellschaftliche vereinbarter Unvernunft symptomhaft bekämpfen zu wollen – vereinfacht ausgedrückt.“

Eine Tag später erfolgte eine Antwort: „…solange man sich mit dem „fiktiven Recht“ beschäftigt, denke ich das tendenziell auch, man könnte sich ja aber auch mit dem „natürlichen Recht“ (was immer das auch sein könnte) beschäftigen oder?“

Dazu schrieb ich: „Dem mag ich beipflichten. Dieser Schritt hat fundamentale Auswirkungen auf das Individuum, Umgang mit sich und seinem Umfeld, auf die Gesellschaft, ihre Strukturen und somit auch auf auch die Natur.

Zwar wird von „Menschwerdung und –sein“ gesprochen, doch in der Regel beruft man sich auf die konventionell-traditionellen Werkzeuge und Methoden, in der Hoffnung, irgendwann wieder bei einer gewohnten Normalität zurückkehren zu wollen.

Dass Gesetze nur für Personen gedacht sind zeigt doch, dass der Mensch „anderen“ Prinzipien „untersteht“. Ganz klar wird es, wenn man sich die Bedeutung von „positivem Recht“ und „überpositivem Recht“ anschaut.

Der stattfindende Wandel greift bereits tief in das vom Menschen künstlich geschaffene Gefüge ein und stellt dabei die Konventionen, die Methoden und Werkzeuge in Frage. Inquisition. Infragestellung. Vereinfacht ausgedrückt.

Sich mit den natürlichen Gesetzmäßigkeiten zu beschäftigen, erfordert in der Regel beim „Systemkonditionierten“ ein Infragestellen seiner Prinzipien, denen er sich gewohnt gesellschaftlich unterwirft.

Denn die künstlichen Prinzipien basieren auf den Verhalten und Konditionierungen, mit denen er aufgewachsen ist, die jenes System erzeugen, was er nicht selten zu verlassen versucht. Es ist zunächst also ein mentaler Akt.

„Das Urprinzip des System lautet: Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“

Daraus ergibt sich Belohnung und Bestrafung, mangelnde Entwicklung der Vernunft beim Individuum und somit auch die Betreuer und Vorgesetzen, die darüber befinden, was „gut und richtig“ für den Einzelnen sein soll. Willkommen in der alten Ordnung, der Hierarchie, dem „Widersacher“ der natürlichen Ordnung.

Denn bevor man sich mit dem „neuen“ beschäftigt, bedarf es zu wissen, was das Alte war. Nicht von seinen Inhalten, sondern von seinen Prinzipien. Erst dann hält man ein Bild in Händen, mit dem man etwas anfangen kann. Und erst daraus lassen sich neue Erkenntnisse und somit auch Handlungsmöglichkeiten ableiten.

Die die natürlichen Prinzipien dabei zu erkennen, ist Teil der Aufgabe, um zwischen dem Alten und dem „Neuen“ unterscheiden zu können, was im Kern den Prozess Wahrnehmung an sich ausmacht und wie das „Alte und das Neue“ auch miteinander verbunden ist.

Solange man sich jedoch nur auf einem Bein bewegt (also Denken und Handeln auf Basis unhinterfragter Konditionierungen, Verhalten, Gewohnheiten, Konventionen), dreht sich die Mehrheit im gewohnten Kreis und damit innerhalb der Systemgrenzen der alten Ordnung. An dieser Stelle kann man dann auch ganz prima erkennen, dass der „Mensch“ in seiner aktuellen „Ausführung“ selbst der Behälter einer „Künstlichen Intelligenz“ ist.

Man sieht, wo das eigentliche Handeln seinen Einsatzort hat. Doch durch die Konditionierungen: Vordringlich im Außen etwas „erreichen“ (erzwingen) zu wollen, ist er einfach nur hübsch beschäftigt – vereinfacht ausgedrückt.“

P.S. Rückmeldung (Antwort, Feedback) ausstehend.

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