Form und Inhalt

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,746380,00.html (Spiegel)

Statt sich wieder nur um die Schulform zu machen, sollten sich die Protagonisten mit der Wirksamkeit vorhandener Lehrinhalte beschäftigen.

Durch die zugenommene, vermeintlich selbstgeschaffene Komplexität, bedarf es zwar nicht grundsätzlich anderer Lehrinhalte, jedoch muss zeitnah eine konsequent interdisziplinäre, systemische Richtung eingeschlagen werden. Denn erst durch das Verständnis der Zusammenhänge haben wir die Möglichkeit, die vorhandenen Unzulnglichkeiten in unseren Systemen, für die wir ausgebildet werden, zu erkennen und zu regulieren.

Die momentane Lehre bietet uns nur den Weg das vorhandene fortzuführen, was, wenn man sich damit beschäftigt immer weniger einem Umfeld ähnelt, in dessen sich der Mensch vernunftorientiert bewegen kann.

Denn die Ökonomie übernimmt im Kern die Funktion: Gewährleistung der Lebensgrundlage einer Gesellschaft (basierend auf der Natur), durch Schaffung von Werten. Jetzt wird auch klar, warum die Mehrheit mit Bauchschmerzen herumläuft (siehe Ägypten und Tunesien). Von den Werte schaffenden Strukturen leitet sich die Wirksamkeit unserer Gesellschaft und jedes „angelagerte“ nicht Wert schöpfende System ab.

Der Mensch lernt, damit er später eine Aufgabe im Sinne der Gesellschaft und für sich übernimmt. Dies tut er bestenfalls in einem ökonomischen Umfeld (Im Kern hat er die Aufgabe, das Leben an sich weiterzubringen).

Der Mensch lernt auch, Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie sensuell in Erscheinung treten. Durch dieses Bedarfsdeckungsprinzip (Bdp) schafft er sich selbst die Komplexität in den Systemen (bspw. Ökonomie), die ihm nun um die Ohren zu fliegen droht. Anfänglich funktionelle Organisationen degenerieren zu altersschwachen Pflegefällen. Einzig gelerntes Konzept: Mit allen (Geld)mitteln diese Strukturen aufrecht zu erhalten und mit dem Bdp. die Probleme in den Griff zu bekommen. Hier drehen wir uns im Kreis,

Gelerntes Bdp findet seine Ursache in der unvollständigen Vorstellung über unsere Systeme, der Vorstellung, man habe es mit unabhängig voneinander existierenden Problemen und Dingen zu tun.

In Wirklichkeit haben wir es mit Zusammenhängen und dynamischen Systemen zu tun, aus denen die wahrgenommenen „Dinge“ entstehen. Einfachstes Beispiel: Denke man sich ein Haus und baue es. So schuf der Gedanke das, was wir mehrheitlich als „Realität“ wahrnehmen.

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