Gedanken per E-Mail

… Einige Ihrer Gedanken möchte ich hier bereits aufnehmen und in einen anderen Blickwinkel stellen, was „Waren und Dienstleistungen als massives Überangebot (1)“ betrifft; dass das Fiat-Geld (und der zunehmenden Verschuldung als Auswirkung) im einem „direkten“ Zusammenhang mit dem kartesianischen Denken (als Ursache) steht(2) und warum schrittweise ganzheitliche Neuorientierung der Unternehmen die friedliche Lösung für mehrheitliche Probleme darstellt, zumal sie von der Basis her geschehen kann (3).

(1) Das Welt-BIP-2010 beträgt – laut Handelsblatt vom 10. Oktober 2011 – in der realen Wirtschaft der Wert aller produzierten Güter und Dienstleistungen 63 Bil. $. Das Volumen aller gehandelten Aktien und Bonds beträgt hingegen 87 Bil. $, außerbörslich gehandelte Finanzderivate 601 Bil. $, das Volumen der Devisengeschäfte 955 Bil. $. Wir haben es mit einer gigantischen Geldluftblase zu tun, bei verschwindet geringem Welt-BIP.

(2) Ausufernde Verschuldung wird durch zwei Faktoren beflügelt. Zum einem durch die bekannte Zinseszins-Problematik im Geldsystem – ein exponentieller Verlauf mit bekanntem Ende. Zum anderen durch ein falsch gelerntes Problem-Lösungs-Prinzip, was ebenfalls exponentiell verläuft und zu zunehmender Komplexität und einhergehender Ineffizienz in den ökonomischen Strukturen führt. Ersteres (durch zunehmende Kreditaufnahme) wird durch Zweiteres (durch Angst und „Wetts- und Wachstumsbewerbsneurosen“ getriebener Investitionsaktionismus) befördert.

Denn mehrheitlich gelernte “Gegenmaßnahmen” zur Aufrechterhaltung der (lebensnotwendigen) Systemstrukturen und „Wettbewerbsfähigkeit“ sind dann:

  • Mehr Arbeitsaufwand für immer weniger Lebensqualität,
  • mehr Energieeinsatz und damit verbundene Umweltthematiken,
  • mehr Druck in den Hierarchien, Gegendruck und bspw. Burnout, etc.
  • gesteigerter Ressourceneinsatz in einem begrenzten System und
  • mehr Geldmittel für Investitionen und somit mehr Schulden, Zinsen und Zinseszinsen (bei Schaffung von Geld aus dem Nichts (ohne realen Wert)).

(3) Ökonomie hat im Kern die Aufgabe, die Lebensgrundlagen einer Gesellschaft durch arbeitsteilige Wertschöpfung zu gewährleisten; dies auf Basis (normalerweise) sinnvollem Umgangs mit den natürlichen Ressourcen.
Die Wirksamkeit ökonomischer Strukturen ist somit Maßstab für die Zukunftsfähigkeit jeder Gesellschaft und es wird klar, warum alle mit Bauchschmerzen herumlaufen und sich zunehmend in aktionistisch-hektischen Verhaltens- und Handlungsmustern wiederfinden.

Die notwendige Neuorientierung (schrittweise beginnend bei einigen wenigen Unternehmen) der ökonomischen Systemstrukturen, wird durch die Gedanken von Andreas Clauss http://www.youtube.com/watch?v=aI7Ja0FLmY8 (ab 1:25:45 bis 1:27:34) zusätzlich untermauert.
Ganzheitlich neugeordnete Strukturen sind neben der außerordentlichen Produktivität zusätzlich gekennzeichnet durch:

  • fließende und effiziente Unternehmensprozesse,
  • gesteigerte Produktivität und Wirtschaftlichkeit (siehe: Lebensgrundlagen),
  • angepasste Funktionsstrukturen für mehr Flexibilität,
  • Anpassung an künftige Anforderungen und Umfeldveränderungen,
  • mehr Handlungsfreiräume,
  • Kundenzufriedenheit und hohe Termintreue,
  • motivierte Mitarbeiter und
  • eine für alle akzeptable Unternehmenskultur.

Die angewendeten Methoden verwandeln ein Unternehmen schrittweise in ein nahezu selbstregelndes Organisationsmuster aus Kommunikations-, Informations-, Funktions- und Prozessstrukturen.

Ein Nebeneffekt des Schubäus Modells, neben der Auflösung der Komplexität und Rückführung zu einer neuen Normalität: Die Finanzsituation verändert sich nach der ganzheitlichen Neuorientierung durch Reduzierung der Kosten und oft erhebliche Ausweitung der Umsätze grundlegend. Die vermehrte Eigenkapitalbildung reduziert im Umkehrschluss die Aufnahme von Fremdkapital (siehe oben: Neuverschuldung und deren Ausbleiben)…

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