Gedanken zu einem Gedanken

Es bedarf nur des Mutes Treffender kann man es nicht zum Ausdruck bringen. Denn es ist immer leichter sich in der Masse zu bewegen, um sich zu beklagen, zu beschweren, zu „de-monstrieren“, im Glauben sich dadurch entschieden „erleichtern“ zu wollen.

Rudi Dutschke sprach in diesem Zusammenhang von gesamtgesellschaftlicher Bewusstlosigkeit. Diese gilt es im Kern zu überwinden und ist die eigentliche Aufgabe.

„Nur, wo beginnen?“, fragt sich so mancher, während andere sich bereits auf den Weg gemacht haben.

Gesellschaftlicher Wandel kann nur beim Einzelnen beginnen. Und ab diesem Moment beginnt man sich gesellschafltich aus den jahrhundertealten Konventionen herauszulösen.

Diese Erkenntnis hat für die unbewussten Profiteure des Geschäftsmodells (Betreuer, Kaufleute, Zinsnehmer, Belohnte) und ihrer damit verbundenen Befehls- und Machtstrukturen einen entscheidenden Nachteil und deshalb hängt man so an seinen Gewohnheiten und wehrt sich.
Doch auch diesem Umstand ist bereits ausreichend Genüge getan, wenn sich jene zum Neuen entscheiden, finden sie bereits fertige Lösungsmodelle für ein neues System des Miteinanders, welches das „Best of Kapitalismus und Kommunismus“ verkörpert.

Der Zinseszins hat im alten System die Aufgabe, die Gier auf alle zu verteilen, um sie so mit im Boot halten zu wollen, bzw. sich so eine gesellschaftliche Selbsthaltung, beruhend auf Belohnung von „außen“ ergibt. Zinsen sind jedoch die Arbeit eines anderen.

Niemand muss vor die Hunde gehen – es sei denn, er entscheidet sich selbst dazu. Denn der Kampf, den er zu fechten beabsichtigt, ist letztlich nur ein Kampf mit sich selbst – ringend mit den eigenen Denk- und Verhaltensmustern und damit verbundenem Widerstand gegen stattfindende Veränderung und notwendige Anpassung.

Da wir es mit einer kollektiv verdreht konditionierten Wahrnehmung zu tun haben, die „Probleme und Schuldige“ stets im Außen sucht, glauben sich Systemangehörige stets in einem Konflikt wiederzufinden, den andere nur „verursacht“ haben können.

An dieser Stelle bewegen sich „Halberwachte und Gegner“ in einer kollektiv vereinbarten Illusion und man hält sich gegenseitig in Schach und der letzte Kampf zwischen einem „falsch“ gelerntem „Gut und Böse“, nimmt seinen gewohnten Lauf. Und dies meist verbunden mit gewohnten „Mitteln“ (künstliche Rechtsgrundlagen, die sich aus Ermangelung am Erkennen universeller Prinzipien entwickelt haben) – im Kern das Gewohnheitsrechts (Konditionierungen und Konventionen), die durch eine weitere künstliche Ebene (Recht und Gesetze) nochmals künstlich überlagert und manifestiert wurden, um etwas „für alle Zeit gültig festschreiben“ zu wollen.

Man mag an dieser Stelle „widersprechen“ wollen. Dies geschieht argumentativ jedoch nur aus tieferliegender Angst heraus, die eigene Position, die sich mit  einem „völkischen Auftrag“ verbindet, aufgeben zu müssen.

Aus selbstverursachter, geistiger Erstarrtheit erstand ein System, dessen Prinzip: „Das haben wir schon immer so gemacht“, mehrheitliche Anpassung an stattfindenden Wandel mal eben so „unter den Tisch gekehrt“ wird.

Ein Irrglaube.

Wer es noch nicht erkannt hat, dass die alten Mittel keine Wirkung mehr haben und dies für alle Verfechter klassischer Denkweisen und Grundlagen gilt.

Zeit mal ALLES in Frage zu stellen, statt sich stets nur die Existenz-Begründungs-Rosinen herauspicken zu wollen. Wir haben es mit einem Marmorkuchen zu tun. Da sind keine Rosinen drin.

Wer also vom Kämpfen spricht, überlagert mit garstigen Worten und Gebärden nur seine eigene Angst und zieht damit jene an, die ebenfalls Angst haben und so befindet man sich plötzlich in kollektiver Verteidigung – ohne zu erkennen, dass man sich im alten System der Polarisation bewegt.

Man beobachte einfach.

Die Lösungsmodelle existieren bereits. Man mag sich nur selbst dazu entscheiden oder weiter im Widerstand gegen Veränderung sein. Denn alles überlagernden Wandel interessiert dies wenig. Der Druck wächst weiter – man bleibt oder man geht.

Auch sollte man sich der Tatsache öffen, wie die Dinge disziplinübergreifend miteinander zusammenhängen und sich aus diesem Zusammenhang ein gänzlich anderes Bild (unbewusst) gewollten Wandels ergibt.