Gedanken zu zeitgemäßen Unternehmensstrukturen

Eine Antwort auf die Frage, ob ein Mitarbeiter eines Unternehmens selbst etwas gegen überfrachtete Unternehmensstrukturen tun kann.Ein Pächter, Geschäftsführer oder Inhaber sind selbstverständlich daran interessiert, dass das „eigene“ Unternehmen besser funktioniert. Doch haben diese bereits eine Aufgabe im Sinne des Unternehmens zu erfüllen. Erklärbar wird es durch die Frage: Welcher Patient führt an sich selbst eine Herztransplantation durch? Und eine Leber hat keine Ahnung von Gehirn und Lunge.

Dem einzelnen (Mitarbeiter) fehlen die Gesamtzusammenhänge und die dafür notwendigen Ausbildungsgrundlagen und Entscheidungs- und Wirkbefugnisse. Zudem hat er bereits ein Aufgabe im Unternehmen zu erfüllen.

Der Wunsch nach einer pauschalen Lösung (Tipp) trägt zu den vorhandenen Problematiken in den Unternehmen bei, wenn tatsächliche Probleme bzw. die Ursachen gar nicht bekannt sind. Diese Art der „Problembewältigung“ findet ihre Anhänger in den konventionell-traditionellen Unternehmensberatungen; die mittlerweile auch an einer Umstrukturierung ihrer Geschäftsmethoden arbeiten – jedoch fehlt das notwendige Praxiswissen. Denn Theorie ist auch Wunschdenken.

Lösen lässt sich das Phänomen überfrachteter Strukturen nur, wenn jemand mit entsprechenden, interdisziplinären Ausbildungsgrundlagen entweder von außen in das System kommt und es mit einem Maximum an Souveränität im Sinne des wirksamen Ganzen innerhalb wiederum eines größeren Ganzen schrittweise umgestaltet oder dies ein hausinterner Interimsmanager, der ebenfalls die Grundlagen ganzheitlichen Denkens und Handelns gelernt hat, schrittweise im Sinne des größeren Ganzen umsetzt.

Dieser muss zudem mit Sonderbefugnissen ausgestattet sein, um eine schrittweise Neuorientierung der Unternehmensstrukturen überhaupt durchführen zu können. Es kann auch immer nur einer das tun.

Mitarbeiter kommen hierbei als aktive Mitwirker/Umsetzer ins Spiel, müssen nach der Neuorientierung nicht mehr geschult werden und können wirksam tätig werden, ohne erst irgendwohin zu gehen, um nach Erlaubnis zu fragen.

Die neuorientierten Unternehmensstrukturen sind vollkommen ohne Hierarchie, alles läuft nahezu selbstregelnd, der „Chef“ hat so gut wie nichts mehr zu tun. Die Menschen aus den wegfallenden Hierarchiestrukturen werden mit neuen für das Unternehmen wirklich wichtigen Aufgaben betreut. Wer sich hinter seinen Machtstrukturen versteckt und darauf besteht, wird nachher keinen Grund zur Machtausübung mehr finden – und von selbst gehen oder sich im Sinne des Ganzen wirksam integrieren.

Es gilt immer zu tun, was im Sinne des Ganzen (Unternehmen) notwendig und sinnvoll ist. Denn ein Unternehmen (das System an sich) hat die Funktion, die Lebensgrundlagen zu gewährleisten wie auch im globalen Markt überlebensfähig zu sein.

Bei einem Schwermaschinenbau-Unternehmen entschied man sich in einer einberufenen Betriebsversammlung nicht für die notwendige Neuorientierung und nach 9 Monaten sind ca. 17.000 Menschen nach Hause gegangen, weil das Unternehmen auf dem Weltmarkt 40% zu teuer war, was man ohne Weiteres hätte wieder in geregelte Bahnen bringen können.

In der Tat spreche ich mit unserem Modell Entscheider an, weise durch unsere Beiträge für jeden Mitarbeiter jedoch auch darauf hin, dass es wirksame Lösungen jenseits konventioneller-traditioneller Lösungen gibt.

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