Gedanken zum Video „Treuhandmissbrauch“

(V1.2) Ich finde es stets beachtenswert, wenn sich jemand schwierigen Aufgaben stellt, wo es um die Herstellung von Zusammenhänge geht. Gestern Abend habe ich mit einem Bekannten nochmals das Treuhandvideo von Till und Jo in Ruhe angeschaut.

Also: Jo kam mir nicht so nervös vor, wie das von so manchem gesehen wurde. Er wollte lediglich, dass das Gespräch einen „roten Faden“ bekommt. Das Thema zeigte sich am Ende tatsächlich als erschöpft, was sichtlich zu dem einen oder anderen Unmut und zur Ungeduld führte.

Zunächst war ich vom Video begeistert, doch stellten sich bei näherer Betrachtung das gewohnte Prinzip der alten Ordnung dar: Bestrafung.
Doch befreit man sich durch diesen Akt nicht, sondern verstrickt sich nur weiter.

Gleiches betrifft das „Schützen“, was nur auf  das Vorhandensein „verletzter Iche“ hinweist oder solche anspricht.

Ein Anwendung hat auch nichts mit „schützen“ zu tun und ist nur der gewohnte Kampf innerhalb der alten Ordnung, der nicht selten den Hauch von Vergeltung und Rache zulässt.

Ich habe die anderen Kommentare nicht gelesen, vermute also nur, dass sich so mancher in der Hoffnung bewegt, damit als „Sieger“ in irgendeiner Form hervorgehen zu wollen.

Für mich ist das mittlerweile schwierig, mich in ein solches Thema zu involvieren, habe ich das Alte bereits hinter mir gelassen und mich interessiert das Thema des „mir zustehenden Geldes“ nicht und auch nicht, womit sich andere „durch mein Geld“ bereichern könnten. „Mein“ und „Dein“ sind nur Erfindungen des „Ichs, um Eigentum, Besitz, Hab und Gut rechtfertigen und abgrenzen zu wollen.

Dinge kommen zur rechten Zeit von ganz allein und ich gebe, wenn der Impuls zu Geben da ist. Okay. Ich bin hier einer der wenigen ohne „Deutsch“, sodass auch niemand mehr für mich zuständig ist und ich mich im überpositiven Recht bewege, was die Aufgabe der Entwicklung der Vernunft zur Hauptaufgabe macht.

„Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Es ist der Hort der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Friedens.“

Um das in sich zu verinnerlichen, macht es Sinn, sich von so manchen Dingen zu befreien, die man im Alltag mit sich herumschleppt, wo man meint, dass sie einem gehören und man sie unbedingt bräuchte. Erst durch das Loslassen kann etwas von selbst zu einem gelangen – als Geschenk. Ansonsten kommt nichts, was also bedeutet, von Dingen loszulassen.

Selbst das „Kaufen von Land“ ist nur eine Illusion, weil niemandem etwas gehört. Nur das System, was über das Natürliche gestülpt wurde, meint, es gäbe so etwas wie Land oder was auch immer, was einem gehört. Eine Erfindung des „verletzten Ichs“. Wem das zu esoterisch klingt, mag den Begriff „Opfer“ verwenden.

Der gewohnt materialistische Denker, wird dies in der Regel nicht verstehen (wollen) oder wohlwollend abtun . Er weiß nicht, dass er auch einem Sein folgt: einen sich wenig über sich selbst bewusst sein.

Wer hier keinen Wert für sich erkennen mag, hält demnach wenig von sich selbst – mag sich selbst wenig wert sein. Alles Haben, macht noch lange kein Sein. Zu sein, ist Geschenke zu empfangen und Geschenke zu geben, statt „Kriegsbeute“ nach Hause zu tragen. Es ist seine innere Einstellung, die den Mensch in seinem Tun beeinflusst. So einfach ist das.

Wie bedeutsam auf einmal Psychologie und Philosophie werden, hat man beides ja bisher in fremde Hände gelegt und – weil alle das ja so machen – sich so dem eigenen Entwicklungsprozess entzogen.

So mancher wird natürlich das Gewohnte – notfalls mit Händen und Füßen – verteidigen, was wiederum nur ein Zeichen dafür ist, dass sich nicht jeder für Weg der Entwicklung entscheidet, entscheiden muss/mag.

Um es so zu sagen: Die sogenannten Eliten unterscheiden sich von der Masse dadurch, dass sie wissen, wie die Masse funktioniert, während die Masse nicht wissen will, wie sie funktioniert – sie hat sich ja dazu entschieden „Geld verdienen“ zu wollen.

Wenn man es genau nimmt, ist die Welt der Eliten eine andere, während sich die Masse mit ihren Konventionen für gewöhnlich gegenseitig in Schach hält, während sie die Schuld für ihr Dasein bei den Eliten sucht.

Sie plärrt nach der Einhaltung Menschenrechten, verstößt durch gewohnte „Erziehung“ bereits selbst gegen den ersten Artikel, dessen Inhalt sie noch nicht einmal von anderen „einfordern“ kann.

Wer also in der Vorstellung unterwegs ist, dass es nur um (sein) Geld geht, täuscht sich bereits selbst. Es ist unter seiner gewohnten Anwendung nur ein Mittel zur Aufrechterhaltung der Fremdbestimmung und Mittel zur Bestrafung und Belohnung. Freiheit bedeutet dabei, sich über andere durch Hab und Gut überheben zu wollen. Auf der anderen Seite nehmen jene am klassischen System nur als Nutzer teil, nicht am Besitz von Geld.

„Und wenn ich Dir jetzt alles Geld nehmen würde?“ „Dann wäre es nur das übliche Nehmen und Ausdruck für die alte Ordnung. Wenn ich es Dir jedoch schenken würde, wäre es Ausdruck und Wertschätzung Deines und des Lebens selbst.“

Es geht auch nicht um „Geld oder kein Geld“, das wäre nur die übliche einfache Denke. Es geht darum, wie es zu einem kommt oder wie es wieder geht: ob als Geschenk es zu empfangen oder zu geben oder als „Kriegsbeute“ und seiner Verteidigung.

Was als Geschenk kommt, geht auch als Geschenk und erzeugt keinen Verlust, der auch nur ein Phänomen eines mangelnden Selbstwertgefühls darstellt. Wie bedeutsam auf einmal der Mensch in dem Ganzen und für sich selbst wird.

An diesem Punkt entscheidet sich, ob jener (weiter) in der alten Ordnung unterwegs ist, oder sich langsam in die neue Ordnung hinein entwickelt. Es ist also sinnvoll, über den gewohnten Rahmen eines Opfers, was ja „Geld verdienen muss“ oder „von anderen nur geplündert zu werden“ hinauszublicken.

„Entscheide Dich: Wer gibt, dem sei gegeben. Jedoch: Wer nimmt, dem sei genommen.“

Zwar wurden im Treuhand-Video Zusammenhänge dargestellt, die sich jedoch nur innerhalb der Ordnung an einer als real angenommene Fiktion orientierten, an der man festhalten zu glauben meint, nur weil andere daran zu glauben meinen.

Zwar mag alles miteinander zusammenhängen, hat im Sinne des Neuen jedoch nur die Bedeutung einer Erinnerung.

Ich hoffe nicht, dass im Hintergrund wieder jene warten, um zu sehen, wann sie sich dann wieder anschließen, wenn ein materieller Erfolg für sie greifbar erscheint.

Es geht um die Entwicklung des Menschen selbst und nicht um den gewohnten Kampf ums Geld. Vielleicht wird es so mancher des Geldes wegen tun oder der Missgunst wegen über die Betrügereien, ein anderer wird sich nur das Maul verreißen.

„Das Alte muss erst weg, dann können wir das Neue machen!“ „Und wann kommst Du dann wieder?“

Sicher mag das Gedachte wieder einmal Stufe „10“ sein, würde jetzt eine liebe Bekannte zu mir sagen.

Um es so auszudrücken: Es wird niemand kommen, der alle befreit oder dafür sorgt, dass die Unsäglichkeiten verschwinden oder den Leuten die Angst nimmt. Die Angst kann man nur selbst überwinden, indem man unter anderem erkennt und daran wächst, dass sie durch eine erfolgte Bestrafung verdreht angewandt wird.

Es geht um die eigene und selbst entschlossene Infragestellung. Da verliert auch die übliche Frage: Was willst DU denn DAGEGEN tun“ an jeglicher Bedeutung, weil jeder selbst(!) gefragt ist.

So manche Schlauberger fragte schon, wie ich denn dies anderen beibringen wolle, worauf ich sagte: „Beibringen nicht, ich informiere dich gerade einfach darüber. Mehr nicht.“

Im Video wurde davon gesprochen, dass das Thema sehr „gefährlich“ sei. Das klingt mir zu gekünstelt.

„Wenn man will, dass ein Baum keine Früchte trägt, pflanzt man einfach keinen und warte nicht erst solange ab, bis der Baum voller Früchte hängt.“

„Ich bin nicht gekommen, um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“

Hat man diese Entscheidung (Schwert) hin zum Leben getroffen und hat nicht vor, sich selbst „über den Tisch ziehen“ zu wollen, dann braucht man das, was im Video als „Lösung“ angeboten nicht mehr. Jeder, der den Weg jedoch gehen mag, tut es in eigener Verantwortung – wie für alles andere auch. Denn es geht ja darum, keine Betreuer mehr in Anspruch zu nehmen.

Was „die alte Nummer“ betrifft: In einem Nullsummenspiel (alte Ordnung) gibt es keine Gewinner – nur Experten, die immer beschäftigt sein wollen, damit sich nichts ändert.

Gewinner ist man nur, wenn man sich dem Leben hingibt. Und das geschieht durch den Akt der Infragestellung des Systems, welches im Kern durch die eigenen Denk- und Verhaltensmuster verkörpert wird – also die eigene Umkonditionierung und einhergehende Befreiung zur Folge hat, siehe: Esau-Segen.

Um es mal so zu sagen: Alle Themen aus der Vergangenheit, die sich ums Geld „kriegen“ (bekommen wollen, beanspruchen, nehmen usw.) drehten, hatten und haben ein „Geschmäckle“.

Sicher ist es nicht damit getan, nur weil die anderen so sind, müsse man auch so sein, wenn es ums Tun und die innere Einstellung geht. Denn dann haben die anderen bereits gewonnen.
Denn es geht nicht ums Geld, sondern um den Menschen selbst, ob er weiter an seinen Konditionierungen festhält und willig „funktioniert“ oder ob er sich aus seinem eigenen Joch seiner Denk- und Verhaltensmuster befreit. Dann wird er erst zum Leben kommen. Das Leben liebt sich selbst und jene, die es lieben.

P.S. Wer sich noch innerhalb der Konventionen, Methoden und Werkzeuge der alten Ordnung „bewegt“, wird den Weg im Treuhandvideo für sinnvoll erachten. Denn schließlich gibt es kein falsch. Jedoch sollten dann auch die gemachten Erfahrungen öffentlich sein.

Die öffentliche und konsequente Infragestellung (jedoch nicht das übliche Beklagen sicht- und spürbarer Probleme und die „gewohnte“ Suche nach Schuldigen und Verantwortlichen) macht hingegen mehr Sinn. Das „das System“ eine rein mentale Angelegenheit ist.

Nachtrag: Nur weil es „wahr“ ist und sich im Hintergrund viele damit auseinandersetzen, heißt es noch lange nicht, dass auch ein damit verbundenes Handeln sinnvoll ist.

„Arbeite stets an etwas reinem, wenn Du eine Lösung entwickelst und gehe keine Kompromisse ein.“