Geld bedeutet Schuld

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,716967,00.html (Spiegel)

Noch immer im Glauben, dass Geld einen Wert darstellt, scheinen sich die Akteure nicht darüber bewusst zu sein, dass es stets als Schuld (Kredit) das System betritt. Verständlich, dass sich niemand, der sich darüber bewusst ist, diese Schuld tragen möchte, werden zu gegebener Zeit andere vor den Karren gespannt, diese Schuld wieder aufzulösen – man nennt diese, glaube ich, Werte schaffende Strukturen.

Im Irrglauben, durch Geld eine Abkürzung zum Erfolg und Selbstverwirklichung zu erlangen, führt dies stets zu Auswirkungen, die sich erst später zu erkennen geben, meist dann, wenn der Erfolg als hingegeben wahrgenommen wird. Trügerisch.

An anderer Stelle wird die Schuld fein verpackt in Wunschdenken und Hoffnungen, um sich irgendwo im System als gesammeltes und unbeliebtes „Megadefizit“ niederzulassen. Eine durch Problemverschiebungen geschaffene Zeitbombe, die durch die Katalysatoren Zins und Zinseszins zusätzliche exponentielle Faktoren beinhalten, die zu gegebener Zeit zum Tragen kommen. Bum. Wir kennen die Auswüchse und jeder hat mit seinem Handeln aktiv dazu beigetragen. Aus der Situation heraus entstehendes Feedback, führt zu weiteren Problemverschiebungen, die letztlich wieder die Werte schaffenden Basis und dort tätigen Menschen treffen.

Hervorgerufen wird dieses kollektiv anerkannte Verhaltensmuster, durch übermäßigen Materialismus, Herrschafts- und Karrieredenken, Ansammeln von „Problemlösungen“ und menschlicher Unzulänglichkeiten und selbstgeschaffenen Defiziten durch Verschuldung. Im Glauben, Wachstum stets materiell abzubilden, führt dies durch Gleichmachung der Verhaltensmuster in einem System zu kollektiver Vergiftung und irrationalem Handeln.

Der Fokus geht weg vom Bewusstsein Werte schaffen zu wollen, hin zur Vorstellung Geld verdienen zu müssen, um letztlich eine Schuld begleichen zu können. Statt Engagement, beherrscht Angst weiträumiges Denken und Handeln, verschärft die bekannten Symptome, führt zu weiteren Verfall.

Waren nicht die Unternehmen nicht auch derjenigen, die von den Banken das Geld bekamen, um neu zu investieren? An dieser Stelle sollte man sich Gedanken machen, ob es nicht Sinn macht, sich mit zeitgemäßen Organisationsstrukturen zu beschäftigt. Denn es geht nicht darum der Beste zu sein, mit der größten Struktur, sondern sich langfristig sinnvoll in das dynamische Gefüge globaler Marktstrukturen zu integrieren und somit das Organisieren dem Investieren vorzuziehen.

Wie zeitgemäße Organisationstrukturen ausschauen, davon handelt die erste Broschüre des SchubäusModells.

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