Gemeinsam über Lösungswege sprechen?

Das wäre mal ein Ansatz, wo in einem mehrdimensionalen Dialog das eine oder andere offen ausgesprochen und auf Sinnhaftigkeit beleuchtet werden kann.

So würde es Sinn machen, die Ziele dementsprechend auch klar zu definieren und sie alsdann in den Kontext des Wandels – des stattfindenden Paradigmenwechsels – zu stellen und auf Bestandsfähigkeit zu prüfen.

Dabei kann sich unter Umständen auch herausstellen, dass die eine oder andere gut erdachte Idee nicht deswegen „zeitgemäßer“ ist, nur weil sie eben viele Anhänger hinter sich vereint.

An dieser Stelle zeigt sich in jedem Fall, mit welchen Denk- und Verhaltensmustern an die „Sache“ herangegangen wird, denn darüber bestimmt sich, ob etwas „neuzeitlich“ gedacht ist oder nur so erscheint.

Mit den aufkommenden Fragen kann man bereits die Programmierung des Fragenden erkennen, z.B.: „Was willst DU denn DAGEGEN tun?“

Eine Haltung, die bereits einen Widerstand, eine Gegnerschaft und ein Feindbild in sich trägt.

Die gleiche „Nummer“ findet sich in der gewohnten Opfersichtweise, wie z.B.: „Sie wollen UNS alle versklaven!“ Oder: „Sie wollen UNS auslöschen!“

Das betrifft ebenso die Haltung, wie z.B.: „Wir müssen Masse bilden, uns wehren und kämpfen.“ Das sind alles nur Verdrängungs- und Opferverhalten.

So nebenbei: Selbstbestimmung ist kein Zustand, der sich sofort einstellt oder wo man nur lange genug warten muss, bis sich die Situation der Selbstbestimmung  von selbst ergibt.

Der Weg von der gewohnten Fremdbestimmung und Abgabe von Verantwortung, hin zur Selbstbestimmung, ist das schrittweise Überwinden der eigenen, gewohnten Konditionierungen, die jenes System erzeugen, in dem sich über 99% freizügig(!) bewegen.

Es ist die Veränderung des eigenen inneren Zustandes. Dazu dienen auch die im „Außen“ wahrgenommenen Szenarien – zur Infragestellung und nicht zur gewohnten Bekämpfung und Ablehnung – also Verdrängung.

Man muss auch nichts GEGEN etwas tun, da es sich in der Regel um Symptome(!) des Systems handelt, erzeugt auf der Basis der in ihm wirkenden Regelwerke (Mechanismen). Das nennt man auch Donquichotterie.

Spätestens an diesem Punkt wird klar, dass alles miteinander verbunden ist, jedoch nicht von den künstlich geschaffenen, strukturellen Ausblühungen vom gewohnten Betrachter unterschieden werden kann.
Durch Besetzung und Verteidigung der klassischen „Iche“ der Teilnehmer, wird der Veränderungsprozess selbst verhindert, während zumindest akustisch Veränderung gefordert wird.
An dieser Stelle wird klar, dass man das „andere Denken“ auch niemandem durch gutes Zureden vermitteln kann.

Deshalb wird gern krakeelt, dass sich „etwas“ ändern, soll – jedoch bitte schön „woanders“ oder bei „anderen“. Auf diese Weise haben sich so manche Szenegrößen durch ihr „so tun, als ob“ selbst als Systemteilnehmer mit klassischen Ambitionen enttarnt.

Auch so nebenbei: Mit den gewohnten Denk- und Verhaltensmuster lässt sich nichts Funktionierendes aufbauen, da es sich in der Regel um Ansammlungen (mehr des Selben, Massen und Mehrheiten bilden), statt um wirksame und funktionierende Vernetzungen handelt.

Die dabei herrschende Uneinigkeit erzeugt sich aus den vielen Vorstellungen, die sich üblicherweise durch Verdrängung anderer Vorstellung, unter Beibehaltung und Anwendung bisheriger Systemregeln zum Ausdruck bringen – innerhalb einer „geschlossenen Anstalt“ – einem Kopfknast.

Der Kopfknast beschreibt sich in der Art, dass der Insasse in der einen Hand den Schlüssel zur Zelltür hält und mit dem Daumen der anderen das Schlüsselloch zuhält, während er dabei laut schreit: „Lasst mich raus, ihr Schweine!“

Und da sich vor lauter Ablenkung und Bekämpfung von Symptomen kaum jemand mit den eigenen Denk- und Verhaltensmustern beschäftigt, findet sich die so programmierte Gemeinde in einem Klagekonzert wieder oder in tollen alternativen Sendungen, die ihn die besten Horrorszenarien ultimativer Unterwerfung präsentieren. Es wird einfach zuviel Energie im klagen, Jammern, Demonstrieren und sich beschweren verschwendet.

„Schwarzer sticht hier, Schwarzer bohrt da…“ „Was machen eigentlich die Reichsbürger?“

Dabei erhöht sich lediglich der Leidensdruck – mehr nicht. Ist die Leidensgrenze erreicht, ergeben sich einige wenige Möglichkeiten: Gewalt nach außen, Gewalt gegen sich selbst, Verfall, Resignation und Regression oder – was jedoch am besten ist: sprunghafte Entwicklung und auch der schmalste Pfad von allen.

“Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und der Weg dorthin bequem. Viele Menschen gehen ihn.
Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal! Deshalb finden ihn nur wenige.“ Bergpredigt

Prinzipiell unterscheidet sich die Mehrheit der alternativen Medien nicht wirklich vom Mainstream: Das Opfer hört da genauso gerne seine Opfernachrichten, meist nur im Stande, sich kurzfristig, jeodch kraftvoll bestätigt zu fühlen, um meist nur ein leises Klageliedchen anzustimmen – alternativlos.

Die im Kopfknast herrschenden Systemregeln sind darauf ausgelegt, die gemeinsame Basis weiterhin und selbstentschlossen außen vorzulassen, die sich nicht durch der Schaffung einer neuen Fiktion glorreich zum Ausdruck bringt.

Solange also die Denk- und Verhaltensmuster unbetrachtet bleiben, bleibt für die Mehrheit nur eines: Zumindest findet sie jene Mitstreiter, die so sind wie sie selbst.

„Lasst uns treffen und einander die Angst nehmen.“ ernstgemeinter Satz in einer E-Mail