Gemeinsame Basis – ohne es zu wissen

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,711071,00.html

Die Gedanken zu diesem Beitrag zum Anlass, beschäftigen sich mit den mehrheitlich bekannten Ideologien und daraus entstehenden Handlungen in unserer Zeit, der aberwitzigen Vorstellung „Jeder sei für sich allein“ und warum man gemeinsam seit über 300 Jahren auf einen Holzweg ist. Sie verzeihen mir bitte meine flapsige Art, jedoch brennt es mir wieder einmal unter den Fingernägeln.

Traditionell bohrt man sich lieber selbst in der Nase, als einem „Klassenfeind“ auch nur das „Schwarze unter den Fingernägeln“ zu gönnen. Dies gilt für die Mehrheit heutiger Ideologien. Doch wovor „Akteure und Kämpfer“ mehrheitlich die Augen verschließen, ist die Tatsache, dass die Ideologien auf einem gemeinsamen Fundament aufbauen, dessen sich die Teilnehmer nicht entziehen können.

Mehrheitliche Ideologien fußen auf „Materialismus“, „Ausbeutung der Natur“ und „der Mensch im Zentrum allen Denkens und Handelns“, Problemverschiebung (Personell, Raum und Zeit). Dies alles aus einer einzigen Unzulänglichkeit heraus, die Welt als eine Ansammlung von Teilen, Problemen und Phänomenen wahrzunehmen – und keine Vorstellung vom Ganzen.
An dieser Stelle sei gesagt, dass es egal ist, ob „alles“ dem Volk oder „Einigen“ gehört, erkennt man deutlich, dass der Mensch von sinnvollen Lösungsmuster noch Lichtjahre entfernt ist.

Auf der Basis einer geteilt wahrgenommenen Welt, schuf er sich Strukturen, die heutigen Anforderungen einer sich globalisierenden Welt in keiner Weise gerecht werden, eher sich wie Fremdkörper darstellen und zunehmend „aussortiert“ werden, bleibt notwendige Anpassung aus. Der Mensch beschäftigt sich weiterhin mit den Problemen, die ihm sichtbar ins Gesicht springen, ohne nur einen Moment über „vorgelagerte“ Ursachen zu verschwenden, sagte Albert Einstein: „Mit vorhandenem Wissen lassen sich niemals die Probleme lösen, aus denen sie ursprünglich entstanden sind.“

Der „Kampf des Lebens“ existiert nur dahingehend, dass man sich vor notwendigen Anpassung sich verändernder Umfelder ziert und Veränderungen sich immer „Woanders“ oder auf Kosten „Anderer“ vollzieht oder man jemanden findet, der „schuldig“ ist und der wird dann gesteinigt. Man nennt dies klassisch eine Problemverschiebung, was letztenendes nur zu Machtkonzentration (die überzogen, populistisch und an falscher Stelle eingesetzt wird), auf der anderen Seite, zu Macht- und Verantwortungslosigkeit führt, klassische Symptome Angst, Gewalt, Separation hervorrufen.

Also, verehrte Marxisten, Kommunisten, Kapitalisten, Sozialisten und Faschisten und all die, die sich jetzt angesprochen fühlen: Zeit darüber nachzudenken, dass vorhandenes Wissen zu keinem Ziel mehr führen wird, sich institutionalisierte Systemanballungen nur als Zeitvertreib erweisen und Sie sich auf die Suche nach etwas „Neuem“ machen müssen.

Und „Neu“ ist immer dass, was man vorher noch nicht gehört hat und sich nicht so recht in das vorhandene Denken „einreduzieren“ lassen möchte.

Apropos „Einreduzieren“, ebenfalls ein Merkmal mehrheitlich gelernter kartesianisch-newtonscher Denken- und Verhaltensmuster: ein komplexes System in seine Einzelteile zu zerlegen um wiederum auf das Ganze schließen zu können – außer Acht lassend, dass man es mit dynamischen Systemen und ihren wechselseitigen Abhängigkeiten zu tun hat, deren synergetische Effekte bei der klassischen Analyse verloren gehen und so zu einer unvollständigen Vorstellung der Wirklichkeit führen.

Ziel, das Wissen und Praxis über dynamische Systeme, das Erkennen und Gestalten salonfähig zu machen. Beginnen und handeln müssen wir in den ökonomischen und Werte schaffenden Systemen, welche die Basis einer Gesellschaft darstellen, einhergehend mit der Lehre zeitgemäßer Ausbildungsmuster.

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