Hierarchie und Anarchie

(v1.25) Aus gewohnter Sicht hat man gelernt: Anarchie bedeutet Chaos. Unter anderem zu diesem Thema, hatte ich gestern ein Telefonat mit einer lieben Bekannten aus Recklinghausen.

Was gewohnt unter „Ordnung“ verstanden wird, also der öffentlichen oder auch der verfassungsmäßigen Ordnung, wirkt dahinter stets eine in hierarchischer Form, die sich durch Konditionierungen der Mehrheit zum Ausdruck bringt:  mangelentwickelt in Vernunft und Gewissen, verbunden mit dem Vorhandensein von Vorgesetzten (in mannigfaltiger Form), welche die Unvernünftigen „betreuen“: Fremdbestimmung in ihren unterschiedlichen Ausprägungen.

Nicht selten gebürstet auf die Schaffung eigener Fürstentümer – innerhalb der systemischen Ordnung, die sich wieder nur durch eine Vorgesetzten/Untergebenen-Beziehung vertraglich zum Ausdruck bringt, besiegelt durch Geld oder andere materielle oder organisatorische (Karriere, Posten) Annehmlichkeiten.

„Nur Unwissenheit erzeugt Chaos“, Lucy, 2014

„Willst du nicht mein Bruder sein…“ (Die „Gleichschaltung“ der besonderen Art)

Besagtes Chaos tritt nur auf, weil die Grundlagen fehlen, wie eine Ordnung – eine natürliche Ordnung – funktioniert.
Im zweiten Absatz steht die Grundlage für eine hierarchische Ordnung: „mangelentwickelte Vernunft und Gewissen“. Umdenken ist anempfohlen.

„Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen und Ort der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit.“

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“ Art. 1, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Das will kaum jemand hören wollen. Eben drum, weil das nur allzu gern verdrängt wird und jene sind „zu beschäftigt“, daran etwas ändern zu wollen. „Fordern“ geht allerdings auch nicht, sondern funktioniert nur durch Entwicklung in sich selbst und zeigt sich durch Vorleben (durch Tun) – für so manchen Akteur eine sehr befremdliche und merkwürdige Vorgehensweise, aus Sicht gewohnter notwendig zeitnaher Bekämpfung auftretender „Probleme“.

Das System ist dazu gedacht, sich selbst zu entwickeln und nicht dagegen anzukämpfen (was nur eine Verdrängung dieses Entwicklungsprozesses ist).

„Erst muss das Alte weg, dann können wir das Neue machen.“ „Und wann kommst du dann wieder?“

„Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird.
Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.“
Gebrüder Rothschild, London, am 28.Juni 1863 an US-Geschäftspartner

Anmerkung: Die übliche Schuldzuweisung sollte man hier lassen, wenn man weiterkommen will!!!

Die Unterwanderung der sich normalerweise natürlich entwickelnden Wesenszüge des Menschen, die Vernunft und das Gewissen, geschieht durch das Prinzip: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt“ (Grundlage für Fremdbestimmung und weil es ja schon immer so war) nahezu ausgehebelt wird, weil andere darüber bestimmen, was „gut und richtig“ für einen selbst sein soll (Das „war“ in diesem Satz ist im Übrigen auch der Hinweis auf das „ewig Gestrige“).

Es ist sehr empfehlenswert, die dem Leben abgewandte Haltung abzulegen, welche eine Kerneigenschaft der alten Ordnung verkörpert.

In diesem Wandel wird nicht zwischen gewohnten Ideologien entschieden, sondern zwischen einer gewohnten, gegen den Lebensprozess wirkenden, künstlichen Ordnung (organisatorisch verkörpert durch die Hierarchie und einer gewohnten konservativen Haltung) hin zu einer natürlichen, dem Lebensprozess zugewandten Ordnung.

Da bewegen sich die „Reichsgläubigen“ zusammen mit den BRD-Verbliebenen auf der Seite der Altsystemiker. Denn auch ein Staat oder nur dessen Simulation, sind nur Fiktionen, die sich durch übliche Methoden und Werkzeuge der alten Ordnung zum Ausdruck bringen.

Das Alte transformiert sich in diesem Wandel von seiner Bedeutung her zu einer Erinnerung, wie es nicht funktioniert hat – was aus Sicht des Ganzen im Übrigen notwendig ist, um zu erkennen (nicht nur sehen), wie es funktioniert.

„Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Bedeutungen, die wir den Dingen verleihen.“ Epiktet 2.0

Wer das alles für hübsche Philosophie hält, tut gut daran auch zu wissen, dass auch der Mensch der alten Ordnung sich durch ein Sein zum Ausdruck bringt: ein über sich wenig bewusst sein.

Der sich entwickelnde Mensch „blickt“ auf beides, sowohl das Alte und auf das Neue. Erst beides ergibt den einzigen, sinnvollen und vernünftigen Weg raus aus dem System.

Nebenbei ist das, was bisher nicht nur in Kandel geschehen ist, lediglich ein Zeichen von mangelentwickelter Vernunft und Gewissen. Es geschieht bereits die ganze Zeit, und jene die Gerechtigkeit fordern, beklagen indirekt nur die gesellschaftlich tolerierte Unvernunft und Gewissenlosigkeit. Und lassen sich von ihren selbst gewählten Vorgesetzten „über den Tisch ziehen“.

„Gewalt ist das Werkzeug der gemachten oder selbsternannten Unwissenden – und ihren Gegnern.“

Klagen, Greinen, Jammern, sich Beschweren, Heulen und Zähneknirschen, sind nur Ventile des „Ichs“, was versucht, nur den selbst erzeugten Druck (aus Festhalten an seinen Programmierungen) ablassen zu wollen.

„Menschen verteidigen notwendigerweise ihr eigenes „ich“. Wir nennen das: „ohne Grenzen“. Sie werden lügen, betrügen, stehlen, morden. Sie werden alles tun, was notwendig ist, um das aufrechtzuerhalten, was wir „die Grenzen des Ichs“ nennen.“ Andrew Samuels, Ph. D.

Eine Thematik, die jeden angeht, auch wenn er nicht der Meinung ist
Die neue Weltordnung basiert nicht auf irgendeiner oktroyierten Ideologie oder gar der Fortführung der alten Ordnung.
Erst die Tage hatte ich einmal mehr einem „Neue-Welt-Neurotiker“ mit der Frage betraut, wenn denn das, was er in seinem Video bringt, die neue Weltordnung, denn im Gegenzug die Alte Weltordnung sei. Tja, wie immer kam da keine Antwort.

Jene können auch nicht anders, weil ihr „Ich“ sie fest im Griff hat. Sie wissen nicht, dass ihre veröffentlichten Unsäglichkeiten nur Projektionen (den Teufel an die Wand malen) ihres eigenen „Ichs“ sind, was sich gegen Veränderung zur Wehr setzt.

Auch weiß kaum jemand, dass jene, die den ganzen Tag am Heulen und Zähneknirschen sind und sich darüber klagend und hoffend zusammenfinden, auf diese Weise sich aneinander klammernd, nur zum Verbleib im Alten aufrufen, während jene sich an eine fortwährende Betrachtung von Sachverhalten in Form von „Problemen“ orientieren, was auch nur ein Verhalten ihres „Ichs“ ist.

Wer die Diktatur sieht, trägt diese selbst in sich, weil das Außen nur ein Spiegel seiner inneren Haltung ist – beobachtete und erlebte Erfahrungen. Meist jene, die „Souveränität“ und Selbstbestimmung predigten und bei nächster Gelegenheit „den Diktator raushängen“ ließen.

Ein dringender Hinweis zur Sache: Die Neue Zeit ist kein „so tun, als ob“. Zu entwickelnde Authentizität ist die Aufgabe.

Wie sage ich es so schön?

Jetzt braucht „nur“ noch umgedacht zu werden und bitte nicht gleich fragen, „wie ‚man’ es den anderen beibringen kann“, wenn es selbst nicht verinnerlicht wurde, also durch Tun vorgelebt wird. Die sich entwickelnde innere Einstellung, sorgt für eine Selbstbelebung und zunehmend verschwindende Angst. Alles nur auswendig zu lernen oder wie ein Dackel auf der Hutablage abzunicken, also nur den Verstand und das Kurzzeitgedächtnis zu bemühen, während ein paar Tage später wieder die alten Denk- und Verhaltensmuster wieder die Oberhand haben, nutzt also gar nichts.

„Ach, Gottchen! 82 Millionen Einzelschicksale.“

Wer nun der Meinung ist, mir ein „so tun, also ob“ unterstellen zu wollen (das gab es wirklich), handelt es sich zum einen nur um eine Projektion.
Und offen gefragt: Würden Sie sich die Arbeit machen und – mittlerweile – 14.000 Seiten im DIN A4-Format veröffentlichen?

Allen ein fröhliches sich Entwickeln wollen.

Musikalische Untermalung:

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