Hilfe für die gestrandeten… Aufklärer

(v1.2) Fast als werbeträchtig, könnte man das kurzzeitige Aufflammen einer zurecht benachteiligten Aufklärerminderheit bezeichnen, die sich – geschunden von Nutzungsbedingungen – eine Neue Heimat bei Youtube erhoffte.
Doch Schritt der Konzern Google gnadenlos ein und verbannte so manch revolutionären Aufruf aus seinem Video-Paradies.

Die Aufklärung hatte nämlich übersehen, dass sie sich innerhalb eines juristischen Gebildes – durch Anerkennung der Nutzungsbedingungen – fortan fremdbestimmt – nicht einfach wie „die Axt im Wald“ hätte benehmen dürfen.

Energisch warfen sich so manche Helden ins Zeug und verlagerten ihren Sehgenuss auf andere Portale. Eines davon ist „BitchUte“.

Im Schein der Götterdämmerung erschienen die Titan der Aufklärung am Horizont und planten – mit allen Mitteln (der anderen) – eigene Fürstentümer der bewegten Bilder ins Leben zu rufen, um dem nun ersonnenen Feinde auch weiterhin die Stirn zu zeigen.
Tausende von Goldstücken machten die patriotisch berührten Gläubigen ihnen entgegen, während die im Taumel der Versuchung – dieser einfach nachgeben.

Noch während so manch heroische Laudatio das Herz der Jünger tief berührte und die eine oder andere „Spendenträne“ entlockte, sah sich – abseits der Notwendigkeit einer Aufklärung – der „Verband Deutscher Hörgeräteakustiker“, der „Verband der Ohrenärzte“ und die pharmazeutische Industrie einem neuen, gewinnträchtigen Geschäftsmodell entgegengehen: Eine Salbe gegen entstehenden Ohrwundstarrkrampf.

Mich erreicht gerade eine Eilmeldung:
„Schnee und Frost im Oktober: Ex-Tropensturm bringt Deutschland frühen Wintereinbruch“, so berichtet Focus Online.
Dazu der dort veröffentlichte (hier fehlerkorrigierte) Kommentar „Gesetzeslücke fordert scharfes Einschreiten“

„Wieder einmal ist es dem Klima gelungen, sich in den Mittelpunkt der Tagesgeschehen zu drängen und lässt das Treffen der EU-Regierungshäupter zu einem Kaffeekränzchen verkommen.
Lautstarke Kritik kam auch aus den Reihen der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). Warum wurde nichts gegen den Einbruch unternommen? Haben die Geheimdienste wieder einmal versagt?
Ein extra gegründeter Ausschuss des Bundestages soll nach Aktenlage in den nächsten Wochen darüber befinden. Diese objektive Meinung spiegelt die eines Einzelnen und nicht die der Redaktion wider. Gut, dass man noch eine Meinung hat.“

Zurück in die Sendeanstalt.

Bonn. Die Politikwissenschaft sieht weiterhin in den von Youtube unter Schmach vertriebenen Aufklärern einen gesamtdeutschen Neuanfang – über die Grenzen hinaus.

Sie empfiehlt eigene Blogs zu betreiben und ihre mit Mp4 komprimierten Videos und eigenständig verfassten Beiträge dort selbst zu veröffentlichen. Auf diese Weise können auch Daten gesichert werden. Die Offenlegung von Gesicht, Namen und Kontaktdaten ermöglicht, über den schmalen Dialoghorizont so mancher Kommentarfunktion einen intensiven und notwendigen Dialog ins Leben zu rufen, der in einem real-konstruktiven Treffen münden kann.
Zudem ist es für den Verfassungs- und Staatsschutz eine Erleichterung bei der Rasterfahndung.

Zum Wetter… Ach, das hatten wir schon.