Ich habe nichts damit zu tun!

„Es ist alles sowieso nur eine Illusion.“

In der Regel hört man diesen Satz dann, wenn ersichtlich ist, dass das Geschaffene den Akteuren über den Kopf gewachsen ist oder das Vorgefundene „in der Welt“ als nutzlos abgetan wurde. Das Außen ist jedoch eine Projektion des Inneren. Wo hat sich also im Kern etwas zu ändern, wenn sich „etwas ändern“ soll?

Dies „regelt“ sich gewöhnlich auch dann erst, wenn der selbst geschaffene Leidensdruck des Einzelnen/der Masse unerträglich geworden ist. Dies mit den beiden Optionen: Scheitern oder Entwicklung. Dies geschieht nicht im Kollektiv oder „woanders“, weder gestern, noch morgen, sondern beim Individuum selbst. Na, klingelt’s jetzt?

„Mit einem halben Brathähnchen in der Hand: Herr Doktor, können wir da noch etwas machen?“

Im eigentlichen Sinne stellt die oben genannte Illusions-Aussage die maximale Verdrängung und Repräsentation der Unverantwortlichkeit gegenüber dem Geschaffenen dar, verbunden mit dem Versuch, sich als „Unschuldiger“ aus der entstandenen Situation „herausrechnen“ zu wollen.

Ich habe mich oft gefragt, wie es dazu kam, dass alles so kompliziert wurde/erscheint (In der Tat haben wir es mit Überlagerungen zu tun.), bis mir wieder dieser „bedingte Vertrag“ zwischen Mutter und Kind unterkam: „Du bist solange gut, solange mir dies gefällt.“

Denn daraus ergibt sich auch das Handlungsbestreben des Kindes (später des Erwachsenen), den Vorstellungen der Mutter – später eines „Vorgesetzen“ gerecht zu werden, um entsprechend Liebe, Aufmerksamkeit und Anerkennung  (Belohnung) zu erlangen. Und wenn etwas nicht mehr „schön“ ist, kommt halt das nächste Projekt. Willkür nach den beiden Methoden: Belohnung und Bestrafung.

Das ganze Spektakel geht solange gut, wie sich jeder an die Regeln der konditionierten Manipulation hält und sich einer manipulieren lässt: Fremdbestimmung und deren „belohnte“ Beibehaltung. Das ist das eigentliche „Funktionieren“.

Irgendwann ist natürlich Schluss, wenn die Notwendigkeit der Erhaltung des Geschaffenen größer ist, als die Funktion wozu es geschaffen wurde.
Dann bricht der ganze Zinnober in sich zusammen und es ist erkennbar: Wer eine Vorstellung entwickelt hat, mag sie einfach auch selbst umsetzen. Und schnell springt uns Helmut Schmidt ins Bild: „Wer Visionen hat, sollte mal zum Arzt gehen.“

„Ich habe eine wunderbare Vorstellung von der Welt. Mach’ du mal, bis es mir gefällt.“

Gerade so funktioniert das Ganze nicht – einschließlich der gelernten Vorstellung von Zusammenarbeit. Denn die basiert in der Regel auf der Anwendung der Manipulation als Handlungsmittel und zur Kontrolle, dass die eigenen Vorstellungen/Erwartungen durch den anderen auch umgesetzt werden.

„Wir geben Dir Geld, damit du die Webseite so machst, wie uns das gefällt.“ (Anmerkung: Und dann reden diejenigen von Souveränität.)

Manipulation und Kontrollen basieren auf Misstrauen und das wiederum auf der Projektion des eigenen, mangelnden Selbstvertrauens.

Selbstvertrauen, das sich wiederum nicht entwickeln konnte, weil andere bisher darüber befanden, was für einen selbst „gut und richtig“ sein soll und so man selbst keine Erfahrungen machen konnte/wollte, was wiederum die Grundlage zur Bildung eigenen Wissens, Werkzeuge und Methoden zum eigenverantwortlichen Handeln ist.

Das gewöhnlich so entstandene Wissensdefizit ist wiederum die Grundlage des Geschäftmodells und der Betreuung.

„Wo es Narren gibt, gibt es auch Ganoven.“ Norbert Wiener, Kybernetiker

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