„Ja, aber ich muss doch kämpfen!“

Sicher bin ich nicht der Einzige, dem dieser Satz in den letzten Jahren begegnet ist. Und es ist stets das gleiche Thema: Kämpfen und Widerstand – Gewohntes aus der Büchse der Gewohnheiten. „Das war ja schon immer so.“

„Und weil das schon immer so war, dann muss es wohl auch richtig sein.“

Im Kern ist alles ist, wie es ist. Wer halt noch meint kämpfen zu müssen, den lässt man seinen Willen, was auch auf jene zutrifft, die zum Widerstand aufrufen oder jene, die „das Land“ verlassen (während sie „das System“ jedoch mitnehmen, dem sie gleichzeitig zu entfliehen versuchen) oder zu verteidigen versuchen.

Der gewohnte Uneinsichtige wird in diesen Worten stets eine feindliche Haltung erkennen wollen, was jedoch nur die gute alte Projektion seines „Ichs“ ist, was den „Feind“ erfindet, um sich von dessen Gedankengut distanzieren zu wollen. Beim „Freund“ ist das ja was ganz anderes – meint man. Vom Prinzip sind beide nur Erfindungen des „Ichs“. „Das war ja schon immer so.“

Den Betroffenen kann man nicht sagen, dass er betroffen ist, weil ihn seine Denk- und Verhaltensmuster so reagieren lassen, von denen er denkt, sie seien ja „richtig“ (Sie sind weder richtig, noch falsch – sie sind.) und deshalb hält man sich dann gegenseitig in Beschäftigung.

„Ja, aber immer zweimal mehr, wie du.“

Von den Denk- und Verhaltensmustern beeinflusst, stellt er gewohnt auch die „entsprechenden“ Fragen, die ihn bereits in gewohnte Bahnen zu den gewohnten Antworten lenken.

„Was willst DU den DAGEGEN tun?“ „Bist Du für oder gegen uns?“ „Ich bin für das Leben.“

Das Alte geht, und nicht immer erscheint das Geschehende verständlich oder gar gerecht. In gewohnter Sichtweise ist das vollkommen verständlich, nicht jedoch im übergeordneten Zusammenhang des stattfindenden Wandels.

Es ist sinnvoll, die Veränderungen aus dieser Warte zu betrachten und nicht aus gewohnter Opferhaltung. Dazu ist diese zu verlassen. Raus aus der Spielebene.

Und um der ganzen Opferhaltung die Krone aufsetzen zu wollen, wird seit einiger Zeit die „Ausrottung der Deutschen“ und „Vermischung der Völker“ propagiert und „man versuche damit den Intelligenzquotient senken zu wollen“, heißt es manchmal.

„Wir wollen, dass ihr es mal besser habt, als wir… wenn ihr so seid, wie uns das gefällt.“ Diese gesellschaftliche Bedingung sorgt für den sichern Verfall. Und wenn es auch schwer bis gar nicht verständlich erscheint und blöd klingt: Es is‘ so!

„Ich will nicht!“ DU MUSST!“

Sinnig zu wissen, dass „die Welt“ nicht nur etwas ist, was sich durch Materie, ihre Besetzung (Besitz) und Verteidigung zum Ausdruck bringt, sondern dieses „Besetzungsverhalten“ auf den dahinterliegenden Denk- und Verhaltensmustern hervorgerufen wird.

Das Tun wird von der inneren Einstellung beeinflusst, nicht vom Reden.
Spätestens an diesem Punkt kann man so manche „Aktionismen“ getrost in der „runden Ablage“ versenken.

Schon mal darüber nachgedacht, dass die gewohnten Denk- und Verhaltensmuster lediglich die Sichtweise eines Opfers erlauben?

In der Regel will das niemand hören, denn er mag nicht in seinem sich so geben (Schein) angezweifelt werden.

„Wir müssen kämpfen“, klingt es auf der einen Seite aus verheißungsvoll patriotischem Munde, während der „imperialistische Kampf“ nichts anderes darstellt, als auch nur eine Dauerbeschäftigung. Deshalb gibt man den Leuten Ideologien an die Hand, damit sie so richtig beschäftigt sind. „Das war ja schon immer so.“

Wie des Öfteren bereits erwähnt: „Kampf ist nur ein Verdrängungskonzept, basierend auf einem ankonditionierten Verdrängungsverhalten.“

„Opfer“ ist im Kern auch nur ein anderer Begriff, für „verletztes Ich“. Dem einen oder anderen mag das jetzt vielleicht zu sehr esoterisch klingen. Deshalb ist der Begriff „Opfer“ wohl doch besser.

„Opfer, Alder.“

An die Aufklärergemeinde und an all jene, die abgetaucht oder gar „auf See verschollen“ sind. Es wird dann weitergehen, wenn man sich dazu entschließt weitergehen zu wollen.

Dazu bedarf es einer Entscheidung, die nicht rückgängig gemacht werden kann. Es sei denn, man mag sich weiter etwas vormachen, was durch die beste Illusion erzeugt wird: dass der Mensch sein „Ich“ sei.